GREGS TAGEBUCH „Von Idioten umzingelt“

Autor: Jeff Kinney
Verlag: Baumhaus Verlag
Erschienen: 2008
217 Seiten, € 8,30 , Zielgruppe: 10 – 15 Jahre
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Inhalt:
Gregs Memoiren (er mag das Wort „Tagebuch“ nicht, hört sich zu sehr nach Mädchenkram an) behandeln seine vorpubertären Erlebnisse im ersten Jahr der Junior Highschool, er ist also 10 oder 11 Jahre alt.
Klein, dünn, nicht der Hübscheste und beliebt schon gar nicht, schwärmt er (jetzt schon!) für Mädchen und ist sich sicher, später mal reich und berühmt zu werden.
Daheim hat er noch zwei Brüder: den etwa 16-jährigen Rodrick und den etwa 3-jährigen Manni, der von seinen Eltern niemals geschimpft wird.

Er hat, mehr aus örtlicher Bequemlichkeit, einen besten Freund namens Rupert. Rupert kommt aus einem sehr behüteten Milieu, was Greg oft nervt, da man mit so einer Weicheiermanier doch niemals beliebt werden kann! Außerdem hält Greg Rupert für uncool, obwohl ihn dieser (unbewusst jedoch) des öfteren aussticht und sich so bei Lehrern, Teenagern und Mädchen beliebt macht.

Greg hingegen reitet Rupert ständig in irgendwelchen Mist rein, was in einer Suspendierung Rupert vom Schülerlotsendienst gipfelt. Rupert sieht das gar nicht ein und verpfeift Greg zu Recht, was diesen dermaßen erzürnt, dass er sich einen anderen Freund sucht. (Finley, der mit Abstand am Besten gezeichnete Kerl im ganzen Buch!)

Greg stellt jedoch bald fest, dass Finley doppelt so uncool ist wie Rupert. Am Ende hilft Greg seinem ehemaligen besten Freund aus einer Rangelei mit einer Bande Teenagern (nicht ohne sich selbst noch unbeliebter zu machen) und so werden sie wieder Freunde. Da dieses Tagebuch das erste von fünf sein soll ist anzunehmen, dass es noch mehr witzige Abenteuer mit den beiden Freunden geben wird.

Das Buch ist in einer Art Schreibschrift gedruckt, mit schrägen Comics untermalt, so dass einem beim Lesen niemals langweilig wird. Eine Besonderheit der Zeichnungen ist, dass alle ungewollten Nebendarsteller immer mit demselben bekloppten Gesichtsausdruck gemalt werden, was wohl die Tatsache „von Idioten umzingelt“ zu sein, noch unterstreichen soll.

Rezension:
An sich ist das Buch witzig und nett geschrieben, ohne die heutzutage des öfteren auftretenden Flüche und Zoten. Allerdings stört es mich, dass Coolness über alles gestellt wird und die Uncoolen die Daseinsberechtigung eines Fußabtreters haben. Aber leider ist das ja gerade in den USA bittere Realität.

Ich nehme aber (hoffentlich zurecht) an, dass es sich mit den späteren Tagebüchern bessert, wenn Greg älter und reifer geworden ist. Denn es gibt doch nichts Cooleres als einen richtigen besten Freund, nicht wahr?

Von Astrid Müller, 15. 5. 2011

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