Der Seifertball 2012

Am vergangenen Samstag, dem 14. Jänner 2012, stand der 21. Ball der Tanzschule Seifert auf dem Programm. 200 Debütantinnen und ihre Kavaliere wurden im Rahmen dieses  Salzburger Großereignisses in der Brandboxx in die Gesellschaft eingeführt, wie es so schön heißt, und weit über 3000 Ballbesucher begleiteten die Jugendlichen dabei.

Von Karl Traintinger.

Wochenlange Proben gingen dem Ereignis voraus, die Paarfindungsphase war nicht für jedermann/-frau  ganz einfach. Schwarze Anzugfliegen waren in der Stadt Salzburg am Samstag ausverkauft.  Man konnte die Anspannung förmlich spüren, letztendlich ging alles formvollendet wie geplant über die Bühne.

Neben der Eröffnung durch das Jungdamen- und Jungherrenkomitee gab es zahlreiche Showblocks der verschiedenen Alters- und Ausbildungsgruppen der renommierten Salzburger Tanzschule.

Mein jüngster Sohn war der eigentliche Grund für den Ballbesuch. Sein älterer Bruder hatte uns Eltern vor die Alternative gestellt: Entweder ihr oder ich.  Damals gaben wir nach, diesmal gönnten wir uns eine herrliche Ballnacht, die auf Grund einer Politikerentscheidung leider bereits um 2 Uhr viel zu früh zu Ende war. Offensichtlich ist da irgendjemand unter den Entscheidungsträgern eher sehr tanzfaul und kann mit einer rauschenden Ballnacht nichts anfangen.

Es wurde eine ganze Menge Unterhaltung geboten:  Tanzmusik mit der Combo der Salzburger Militärmusik, eine Latino Area, Tanzmusik auf Bestellung in der Cat-Walk Area und eine Discotheque. Es war für jeden Geschmack die passende Musikrichtung zu finden.

Es war auch ungemein unterhaltsam, das Balltreiben zu beobachten:  Da wurden von den Angehörigen der „EintänzerInnen“ keine Mühen gescheut, um einen Blick auf die Tanzfläche zu erhaschen, das „sich Kümmern“ um die Tanzpartnerin war bei vielen Burschen nach der Eröffnung vorbei, das Einsammeln der Dekoration am Ballende, um nur einige Beispiele zu nennen. Es hat sich seit meiner Jugend erfreulicherweise balltechnisch wenig geändert.

Der Seifertball war mein erster Tanzschulball seit über 35 Jahren – in meiner Jugendzeit gab es noch den Mollball im Kongresshaus – und er hat Lust auf besseres Tanzen gemacht.  Man hat sich über viele Jahre zwar einen fast überall passenden „Wackeltanz“ angeeignet und der Wiener Walzer geht auch ganz brauchbar, aber wie es jetzt ausschaut, werden wir demnächst mit einem Auffrischungskurs zur tänzerischen Repertoireerweiterung starten. Denn irgendwann möchte ich schon wieder einen erkennbaren Tango tanzen!

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2 Kommentare zu "Der Seifertball 2012"

  1. Leider sind große schöne Bälle am Land fast ausgestorben! Viele Wirtshaussäle wurden zugesperrt, oft reicht es nur zum Sportlergschnasfest in der Sportplatzkantine. Ich gönne mir mindestens einen großen Ball in der Stadt Salzburg!

  2. Sonja Schiff | 16. Januar 2012 um 23:14 |

    ahhhh, der sohn meiner freundin hat auch eröffnet am ball und meine freundin war stolze mutter 😉
    ich hab ja leider einen nichttanzenden mann und bin eine frau, die sich nur schwer führen lässt *gg*. aber vielleicht schaffen wir es auch noch einen kurs zu ma chen, allerdings den anfängerkurs 😀

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