Artikel von Elisabeth Pichler

„Kudlich – eine anachronistische Puppenschlacht“

Der von der Theaterallianz, einer bundesweiten Plattform für das zeitgenössische Theater in Österreich, 2016 erstmals vergebene Autorenpreis ging an den oberösterreichischen Dramatiker Thomas Köck. Sein am Schauspielhaus Wien uraufgeführtes Stück über den Bauernbefreier Hans Kudlich (1823-1917) war am 27. und 28. April 2017 im Schauspielhaus Salzburg zu Gast.



„Der nackte Wahnsinn“ – vor und hinter der Kulisse

Michael Frayns irrwitzige Chaos-Komödie über die beruflichen und privaten Schwierigkeiten einer drittklassigen Schauspieltruppe feierte am 1. April 2017 in der Regie von Thomas Enzinger am Salzburger Landestheater Premiere. Es darf gelacht werden.




„LULU“ – ein Objekt der Begierde

Vor rund 100 Jahren gelang es Frank Wedekind mit „Lulu“, einer Zusammenfassung seiner Dramen „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“, die Bürger zu schockieren.



„Töchter des Jihad“ – eine szenisch-dokumentarische Collage

Autorin und Regisseurin Barbara Herold versucht in diesem Theaterprojekt, das Phänomen Jihadismus zu ergründen. Welche Motive bewegen junge Mädchen, die Sicherheit und Freiheit Europas gegen eine Utopie einzutauschen und als Frau eines IS-Kriegers ein gottesfürchtiges Leben in Gefangenschaft zu führen?


„Safe Places“ – Projekt „Zukunft Europa“

Schauspielstudierende am Thomas Bernhard Institut der Universität Mozarteum Salzburg haben sich unter Anleitung von Regisseur Volker Lösch mit der Frage „Was bedeutet Europa für uns?“ auseinandergesetzt. So vermischen sich persönliche Geschichten mit Texten aus Falk Richters 2016 in Frankfurt uraufgeführtem Stück „Safe Places“.


„Der Zauberlehrling“ – ein schwungvolles Tanzmärchen

Spätestens seit dem Film „Kevin – Allein zu Haus“ wissen Eltern, dass man aufgeweckte Kinder besser nicht unbeaufsichtigt lässt. Was aber passiert, wenn ein Zaubermeister seinen experimentierfreudigen Lehrling samt bestem Freund und einer Elfe für eine Stunde alleine lässt, kann man in den Kammerspielen des Salzburger Landestheaters miterleben.


„Kuss der Spinnenfrau“ – intimstes Sprechtheater

Manuel Puigs Roman aus dem Jahre 1976 wurde als Theaterstück, Film und Musical weltberühmt. Im OFF Theater inszeniert Alex Linse die berührende Geschichte zweier Häftlinge, die sich eine Gefängniszelle teilen müssen und mit gegenseitiger Ablehnung und Zuneigung zu kämpfen haben.


„Lupus in fabula“ – Requiem für einen Vater

Henriette Dushes Drama, in dem drei Schwestern mit Siechtum und dem nahen Tod des Vaters konfrontiert werden, wurde 2013 mit dem Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet. Petra Schönwald inszeniert das starke Stück, das wohl niemanden kaltlässt, ausdrucksstark und einfühlsam.


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