Artikel von Heide-Maria Müller

Dornrosen – Unverblümt

Nach einem kräftigen „Kikeriki“ aus dem Off beginnen die drei mit einem schwungvollen Lied über sich selbst „Schwestern“ (…mia san olle mitanander vawandt, mia ham olle den sölben Vota-die Mama schwört´s…). Zwischendurch gibt es witzig-freche Dreierconferencen in mehr oder weniger deftigem Steirisch.



La Cage aux Folles – Ein Käfig voller Narren

Das Musical in 2 Akten basiert auf dem Theaterstück von Jean Poiret (Première 1973 in Paris) und wurde 1983 mit großem Erfolg in New York uraufgeführt. Erstmals wird die „Problematik“ Homosexualität und Travestie in Form einer Boulevardkömödie auf die Bühne gebracht. Berühmt wurde auch der Film „La cage aux folles“ mit Ugo Tognazzi und Michel Serrault (1978).


Hader spielt Hader. Kabarett im Republic am 4.4.2013

Josef Hader, geb. 1962 im Mühlviertel, aber aufgewachsen auf einem Bauernhof im südlichen Waldviertel, hat Nummern aus den letzten fünf Programmen mit eigenen Liedern zu einem neuen Kabarettprogramm gemixt.Das „Bühnenbild“ besteht aus einem angeschrammten Tisch, einem Sessel und einem Keybord, dahinter die romantische Ziegel/Blockwand des Republic.


Erwin Riess: Herr Groll im Schatten der Karawanken

Herr Groll und sein Assistent, der Dozent, reisen nach Kärnten, wo Groll die Hochzeit eines Freundes besuchen und der Dozent eine Familienangelegenheit klären möchte, deren Wurzeln bis ins Dritte Reich zurückreichen. Noch vor der Hochzeit kommt der Bräutigam, Eugen Prinz, auf ungeklärte Weise ums Leben.


„Beatles Tanzabend“ im republic

Die Songs der legendären Beatles (1960 bis 1970) waren für die damalige Zeit revolutionär. Sie kreierten ein neues Lebensgefühl und beeinflussten eine ganze Generation. Jedes Lied erzählt eine kleine Geschichte, manchmal laut und überschäumend, dann wieder leise und melancholisch. In wirklich hervorragenden Choreographien (Peter Breuer) und toll getanzt von den Damen und Herren des Balletts des Salzburger Landestheaters.


„La Traviata“ im Haus für Mozart am 11.3.2012

Andreas Gergen transponiert „La Traviata“ aus dem Paris des 19.Jahrhunderts in die Gegenwart. In der ersten Szene erfährt die Edelprostituierte Violetta, dass sie schwanger ist und sie leidet an Schwangerschaftsproblemen (in der Originalvorlage ist sie an Schwindsucht erkrankt). Das Bühnenbild lässt uns in die verschiedenen Zimmer eines Bordells blicken, in denen die Damen ihren Geschäften nachgehen.


Peter Blaikner: „Busenfreundinnen“

Bernadette, die eher bürgerliche Blondine im maßgeschneiderten Kostüm,verheiratet mit einem langweiligen, auf die Pension wartenden „Landesregierungsfuzi“ besucht ihre Freundin Jeanine. Diese wohnt im Sozialbau, hat drei uneheliche Kinder , natürlich von drei verschiedenen Vätern und lebt von Kindergeld und Sozialhilfe, trägt rosa Trainingsanzug und kocht nie – außer Dosenravioli.





KÖCHL bis es gar ist. Solokabarett von und mit Anita Köchl

Anita Köchl alias „Else“ beginnt das Programm mit einem schwungvollen Pas de deux nach der Musik von «Schwanensee» -mit ihrem Staubsauger . Sie philosophiert mehr oder weniger amüsant über die englische Bezeichnung (Vacuumcleaner) und die französische (Aspirateur) und kommt von der Hausarbeit irgendwie zu Politikern wie Sarkozy, den sie fließend französisch parlierend imitiert, zu Angela Merkel und Berlusconi, allerdings die Pointen kommen nicht so richtig an. Auch als sie sich über Catherine Ashton lustig macht (wir wissen alle, dass diese Dame nicht mit Schönheit gesegnet ist), bleibt es im Publikum eher ruhig. Erst als Else in einer Art Pantomime mit Musik und Text als „Multitasker“das Frühstück für ihre Familie zubereitet steigt die Stimmung .


image_pdfimage_print