Wir haben für 70 Salzburger Obdachlose gekocht …

Liebe Leserin, lieber Leser, du bist hier gelandet, weil deine Hilfe benötigt wird. Bei was genau? Das möchte ich dir hiermit erzählen.

Carolina HubelnigVon Carolina Hubelnig, Bloggerin. GUTEGUETE Salzburger Lifestyle mit Senf. Seit 2013

Armut und Obdachlosigkeit kann jeden und jede von uns treffen. Oft unerwartet und schneller, als man glaubt, manchmal aber auch schleichend und sukzessive. Gerade deswegen ist es wichtig und notwendig, Solidarität mit den Menschen zu beweisen, die oft unverschuldet in solche Notsituationen gelangt sind.

Eine Institution, die dies seit vielen Jahrzehnten betreibt, ist die Caritas Salzburg – mit Beratungsleistungen, Nothilfe und insbesondere im Winter mit Notschlafstellen für obdachlose und armutsreisende Menschen.

Caritas Carolina HubelnigDas Haus Franziskus im Salzburger Stadtteil Schallmoos ist eine solche Notschlafstelle der Caritas und bietet bis zu 70 Obdachlosen und Notreisenden Wärme und Unterkunft. Es unterstützt damit Menschen in Krisensituationen, bietet Ihnen ein Dach über dem Kopf, schenkt Ihnen ein Stück Würde und versorgt sie mit dem Notwendigsten.

Was die Klientinnen und Klienten des Hauses Franziskus außerdem erhalten, sind ein warmes Abendessen und ein Frühstück – und um genau dies sicherzustellen braucht die Caritas Unterstützung von der Salzburger Bevölkerung: bei der Bereitstellung von Essen, beim Einkaufen und Kochen, bei der Essenausgabe und bei der Finanzierung der dafür aufgewendeten Lebensmittel.

Kurz: Die Caritas Salzburg braucht dich um gemeinsam mit dir ein warmes Abendessen für die obdachlosen und notreisenden Menschen Salzburgs auf den Tisch des Haus Franziskus zu bringen.

Im Rahmen von einmaligen oder auch regelmäßigen Freiwilligendiensten läge es dabei an dir, für die Klientinnen und Klienten des Hauses Franziskus einzukaufen, zu kochen, die Speisenausgabe zu übernehmen und anschließend in der Küche wieder für klar Schiff zu sorgen.

Nimmst du diese Herausforderung an?

Caritas Carolina HubelnigIch habe vor ein paar Tagen selbst eine Gruppe Freunde eingepackt und genau das gemacht. Wir haben ein paar sehr bereichernde Stunden im Haus Franziskus verbracht, gekocht, uns ausgetauscht und ganz nebenbei mehr über die Lebensumstände von Salzburgs Obdachlosen und Notreisenden erfahren. Wir haben eine gesellschaftliche Herausforderung, die wir sonst nur aus den Medien und aus flüchtigen Kontakten kannten, näher erleben dürfen und möchten dir nun empfehlen, es uns gleich zu tun.

Das sind deine Aufgaben:

Stelle eine Gruppe von netten Menschen zusammen, mit denen du gemeinsam deinen Einsatz im Haus Franziskus verbringen möchtest. Meinen Erfahrungen zufolge ist eine Gruppengröße von vier Personen ideal.

Setze dich mit dem Team des Haus Franziskus in Verbindung und vereinbare innerhalb eines Monats einen Termin für euren Einsatz. Grundsätzlich ist dies an jedem Wochentag möglich. Wenn du etwa zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr mit dem Kochen beginnst, sollte sich bis zur Essensausgabe alles schön ausgehen.

Plane deinen Einsatz:

Nicht jeder von uns hat schon einmal für 70 Personen ein Abendessen auf den Tisch gebracht. Für Anfänger ist es daher empfehlenswert, ein Gericht zu planen, das einfach und sicher gelingt. Es gibt dabei ein paar Punkte, die du beachten solltest: Schweinefleisch können etwa einige Klienten und Klientinnen aus religiösen Gründen nicht essen, scharfe Gerichte und Reisgerichte kommen oft weniger gut an, als andere.

Gehe einkaufen:

Direkt neben dem Haus Franziskus ist eine Hofer-Filiale, wo du praktisch einkaufen kannst. Wir haben bei unserem ersten Besuch einen herbstlichen Eintopf mit Kürbis, Kartoffeln, Linsen und Putenwürstln gekocht und zusätzlich eine große Kiste Obst besorgt. Für 70 Leute haben wir dazu rund 65 € ausgeben. PS: Bananen sind besonders beliebt.

Nun geht es ans Kochen

Ddas Haus Franziskus hat eine voll ausgestattete Küche, du musst also, abgesehen von Lebensmitteln, nichts mitbringen. Grundzutaten wie Salz, Gewürze oder Öle sind vorhanden.

Die Essensausgabe

Ab 19:00 Uhr treffen die Klientinnen und Klienten ein und erhalten ihr Abendessen. Die Essensausgabe übernimmst dabei auch du, kochst Tee und erledigst das schmutzige Geschirr. Um etwa 21.00 Uhr solltest du mit allem fertig sein.

Caritas-Salzburg-Haus-Franziskus

Du möchtest einen Freiwilligendienst im Haus Franziskus übernehmen?

Auf der Webseite der Caritas findest du dazu alle notwendigen und weiterführenden Informationen und Kontaktdaten der Verantwortlichen.

Danke!

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Do it! Die Stichwahl zu Salzburg

Einer der beiden Kontrahenten, Auinger oder Preuner, wird wohl über 50% der Stimmen bekommen und der neue Bürgermeister der Mozartstadt werden. Rechnerisch geht es gar nicht anders.

Wie begeistert die Salzburger die Stichwahl annehmen, wird die Wahlbeteiligung zeigen. Man darf gespannt sein, wie das Schloss Mirabell künftig angefärbelt werden wird, rot oder türkis.

Wichtig wäre es, zur Wahl zu gehen!


Alpenglüh´n im Rennanzug

“Auf der Alm, da gibt´s koa Sünd!” Und über 1000 m Seehöhe schon gar nicht. Das dürfte zumindest der Präsident des Österreichischen Schiverbandes Peter Schröcksnadel glauben, wenn man ihn im Fernsehen reden hört.

Fakt ist, die Indizien dafür, dass es sexuelle Probleme im Verband gegeben hat, werden mehr. Offensichtlich spielt die Organisation keine Rolle, es geht nur um das Machtverhältnis von Jugendlichen zu Ausbildnern, Aufsehern oder auch Trainern.

Traurige Tatsache ist aber auch, wie der Verbandspräsident mit den Anschuldigungen umgeht. Ein erster Schritt in die richtige Richtung mag der Einsatz von Frau Klasnig ja sein, sein Gefasel zur Problematik im Schiverband war aber Laaschatzerei. Kleinreden der Anschuldigungen ist kein Weg! Und ob Entschuldigungen die Sache aus dem Weg räumen, wage ich zu bezweifeln! (kat)

 


Macht er´s oder doch nicht

Peter Pilz ist in den letzten Tagen derart ins Gerede gekommen, dass er am kommenden Donnnerstag nicht mehr ins Parlament einziehen möchte.

Dann wurde es verwirrend, es kam der Rücktritt vom Rücktritt. Oder doch wieder nicht, wer weiß das schon wirklich.

Anbei die Einschätzung unserer beiden Zeichner: Michael Honzak und Thomas Selinger.
Fakt ist, niemand ist unersetzlich. Das gilt auch für die Politik.  (kat)

Pilz

Cartoon by Honzi

Pilz

Cartoon by Seli


Neue Suppenrezepte

Die Zutaten für ein hoffentlich gesundes, im kommenden Winter wärmendes und wohltuendes Süppchen hat Österreich letzten Sonntag bestellt und auch geliefert bekommen.

Unterschiedliches Grünzeug steht zur Auswahl. Die roten und blauen Gemüsesorten sind schon lange bekannte Wintergemüse. Die neuen türkisen Suppengemüse erinnern an schwarze Rettiche, der Geschmack ist aber noch nicht wirklich zuordenbar. Man wird sehen, mit welchem der bekannten Gemüsesorten sie sich geschmacklich besser vertragen werden. Das gemeinsame, längere Kochen fördert oft interessante Geschmackskomponenten zutage. Einige wenige Pilze stehen auch zur Verfügung, es weiß aber niemand so genau, ob sie nicht doch vielleicht giftig sind.

Pinke Chillis sorgen für die wärmende Schärfe und können nach individuellem Geschmack dazugegeben werden. Leider sind die grünen Geschmacksverbesserer, die vor dem Servieren gerne über die Suppen gestreut werden,  eingetrocknet und stehen für längere Zeit nicht mehr zur Verfügung. Sie waren zudem stark verpilzt. (kat)

Weitere Cartoons finden Sie HIER>


Wer sitzt schon gerne einem sabbernden Menschen gegenüber

Heute lass ich euch zwischen all den Reisen und schönen Dingen, über die ich gerne erzähle, ein paar Gedanken zu einem Thema hier, dass mich indirekt auch selber trifft.

Claudia Braunstein by Renate Eisen-Schatz

Claudia Braunstein by Renate Eisen-Schatz

Von Claudia Braunstein

Ich leiste mir morgens oft den Luxus Nachrichten im Bett zu lesen. Was früher die gute Tageszeitung in Papierform war, ist heute das Handy. Da scrolle ich mich nicht nur durch sämtliche Social Media Kanäle, sondern auch durch meinen News Feed. Dabei werden mir oft auch Nachrichten hineingespült, bei denen ich mich frage, warum sie überhaupt bei mir landen.

ZWEI KONTROVERSE ARTIKEL ÜBER SOCIAL MEDIA

Heute fand ich zwei Beitrage direkt hintereinander, die kontroverser nicht sein hätten können. Und beide betrafen im weiten Sinn die Social Media App Instagram. In der Onlineausgabe der Welt konnte ich nachlesen, dass Mitesser Videos derzeit der Renner auf Facebook und Co wären. Ich muss gestehen, dass dieser Trend zum Glück bisher an mir vorübergegangen ist, vermutlich weil ich altersmäßig keinen Bedarf mehr habe. Der Hype ist mir jedoch eher unverständlich. Was bitte kann am Ausdrücken von Pickeln so prickend sein, dass sich das Menschen schon beim Frühstück zwischen Cafe Latte und Avocado Waffel reinziehen? Somit habe ich den Artikel schnell wieder gedanklich abgelegt.

INSTAGRAM LÖSCHT FOTO MIT EINER FEHLBILDUNG

Warum ich ihn nun trotzdem erwähne, hängt mit dem darauffolgenden Beitrag im Online Standard zusammen. Der bezog sich auch auf Instagram, jener App, die in letzter Zeit aus vielerlei Gründen immer mehr in die Schlagzeilen gerät. Instgram löschte nämlich ein Bild einer Frau, dass sie gemeinsam mit ihrem 12 jährigen Sohn zeigt, der an einer seltenen Erkrankung leidet, die das halbe Gesicht zerstört hat. Zugegebenermaßen passt ein derartiges Bild, das die Realität dieser Familie zeigt natürlich nicht in die geschönte, rosarote, gefilterte Instagramwelt. Dort will man offenbar zwar Pickel- Ausdrück-Videos sehen, aber Menschen mit außergewöhnlichem Aussehen, das eben nicht dieser Filterwelt entspricht, werden einfach gecancelt.

NEGATIVER KOMMENTAR MIT VIEL WAHRHEIT

Besonders interessant fand ich jedoch einige Kommentare unter dem Standard Artikel. Dort kommentiert ein User wie folgt:
Menschen mit schweren Behinderungen, sei es körperlich und/oder geistig, können nun mal abstoßende Emotionen hervorrufen. Ich möchte ehrlich gesagt, auch nicht unbedingt beim essen jemand gegenübersitzen, dem der Speichel ständig aus dem Mund läuft oder seine Körperbewegungen oder Lautäußerungen nicht unter Kontrolle hat. Wer will z.B. ein behindertes Kind haben oder selbst mit fehlenden Gliedmaßen auf die Welt kommen. Wenn man ehrlich ist, will dies niemand.
Jössas, da stieg im ersten Moment der Zorn in mir hoch, so wie vielen anderen, die diesen Kommentar mit vielen roten Strichen bewerteten. Nach einer kurzen Nachdenkpause muss ich dem Kommentarschreiber aber in vielerlei Hinsicht auch Recht geben.

EIGENE BETROFFENHEIT

Ich kenne das Leben mit zu viel Speichel leider zu gut. Das heißt jetzt nicht, dass ich dauersabbernd herumsitze, aber es passiert mir tatsächlich, dass ich mich selber, vorzugsweise, wenn ich weiße Oberteile trage, anspucke. Ja, das ist wenig charmant und kann auch bei Menschen, die mich nicht gut bis gar nicht kennen, eigenartige Reaktionen auslösen. Starre Blicke, abwendende Körperhaltung oder auch, dass sich das Gegenüber reflexartig selber abputzt. Das bestätigt eindeutig die Meinung des Standard Users.

Ich habe auch einmal auf einer Onko-Reha miterlebt, dass ein Mundhöhlenkrebs- Patient auf Intervention anderer Patienten vom 6er-Tisch auf einen Einzeltisch hinter einem Paravent versetzt wurde. Weil er große Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme hatte, die auch teils mit ungewöhnlichen Geräuschen begleitet wurde. Und da half auch keine beherzte Stellungnahme. Man wollte diesen Herren aus dem Gesichtsfeld haben.

Das stellt sich für mich schon auch die Frage, warum werden Menschen, die oft wegen ihrer Erkrankung ohnedies schon am Rand der Gesellschaft stehen, dann auch noch gelöscht, wegretuschiert oder einfach hinter Paravents versteckt?

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Die Antworten der Bürgermeisterkandidatinnen zur Kulturpolitik

Herzlichen Dank an Marina Kaltenegger von der FDL, sie hat als einzige Bürgermeisterkandidatin den Fragebogen, der vor einer Woche in der Dorfzeitung publiziert wurde, beantwortet und fristgerecht zurückgeschickt.

Bemerkenswert ist es schon, wenn es die beiden anderen Kandidatinnen nicht für notwendig erachten, zur Kulturpolitik in der Gemeinde Lamprechtshausen Stellung zu beziehen. Das ließe jetzt für viele Spekulationen Raum.

Die Antworten von Marina Kaltenegger:

1. Es gab früher einmal den Budgetposten Kultur und Kultus.Marina Kaltenegger

Wieviel Geld darf die örtliche Kulturförderung im Jahr ausmachen (in Prozent vom ordentlichen Haushalt und von wieviel Geld spricht man da)?
Wer verteilt die Fördermittel nach welchen Kriterien?
Es gibt keine prozentuelle Festlegung. Erster Ansprechpartner für die Verteilung der Fördermittel ist der Bürgermeister. Bei der Erstellung des Jahresvoranschlages für das Folgejahr werden umzusetzende Maßnahmen und eingelangte Anträge im Gemeinderat behandelt und bei mehrheitlicher Zustimmung und vorhandener Budgetmittel von der Gemeindevertretung beschlossen.

Unter der Budget-Sammelbezeichnung: KUNST, KULTUR und KULTUS sind im ordentlichen Gemeindehaushalt (OH) für 2017 auf insgesamt 3 ½ A4-Seiten die gesamten Ausgaben detailliert aufgelistet.
Die Gesamtsumme des Jahresvoranschlages 2017 dieses Budgetpostens beträgt 294.000,–, das sind 3,66% der gesamten Budgetsumme des ordentlichen Haushaltes.
Die größeren Ausgabenposten sind u. a.:
€ 60.000,– für die anteilige Mitfinanzierung des Musikums
€ 50.000,– Rücklagenzuführung für die Sanierung der Wallfahrtskirche in Arnsdorf
€ 8.300,– für das Stille Nacht Museum in Arnsdorf
€ 10.500,– für Kulturprojekte (Salz-Art, etc.)

Unter dem Budgethauptposten UNTERRICHT, ERZIEHUNG SPORT UND WISSENSCHAFT sind die Ausgaben für das örtliche Bildungswerk mit € 9.000,– angesetzt.

2. Kunst im öffentlichen Raum

Im Dorf (Zentrum und Weidmoos) werden zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum präsentiert. Viele der Plastiken waren plötzlich da und es weiß eigentlich niemand so richtig, wie es zu diesen Dauerausstellungen gekommen ist. Normalerweise werden derartige Kunstprojekte medienwirksam vorgestellt. Da aber der öffentliche Raum ja auch quasi mein erweitertes Wohnzimmer ist, möchte ich schon wissen, was da so alles geplant ist.

Wer kuratiert die Ausstellungen der Plastiken?
Wurden die zur Zeit ausgestellten Plastiken von der Gemeinde angekauft oder gibt es Mietverträge mit den Künstlern?
Sind die ausgestellten Plastiken Dauerleihgaben und können jederzeit von den Künstlern entfernt werden (öffentliche Verkaufsstelle)?
Werden auch einmal andere Künstler die Möglichkeit erhalten, ihre Plastiken im Dorf zu präsentieren?
Ist ein erklärender Prospekt zu den Plastiken geplant?
Wie stehen Sie zum Juliputsch 1934 Denkmal visavis vom Dorfbrunnen?

Die Gemeinde hat sich meines Wissens immer bemüht, dass ortsansässige Kulturschaffende eine entsprechende Plattform bekommen. Die Abhaltung von Ausstellungspräsentationen werden in der Regel mit dem Bürgermeister und dem Gemeindeamt abgesprochen. Nach meiner Kenntnis erfolgt für die Inanspruchnahme der öffentlichen Ausstellungsräumlichkeiten keine Kostenverrechnung.
Von der Gemeindevertretung wurden Budgetmittel für den Ankauf einiger Skulpturen im Weidmoos beschlossen. Wie lange die Skulpturen noch ausgestellt sind, entzieht sich meiner Kenntnis.

Zum Juliputsch 1934 – Denkmal visavis vom Dorfbrunnen verweise ich auf eine kürzlich angebrachte Gedenktafel mit folgendem Text:
„1934 Juli-Putsch. Vergessen trennt. Erinnern verbindet. Zeit ist Leben und Verantwortung. Menschenwürde bestimme die Zeit.“
Der Text wurde von den Verantwortlichen bewusst interpretationsoffen gestaltet. In einer Gemeindevertretungssitzung habe ich für die Anbringung dieser Gedenktafel gestimmt.

3. Veranstaltungsraum

Lamprechtshausen hat zur Zeit knapp 4000 Einwohner und keinen größeren Veranstaltungsraum. Es fehlt auch ein Raum für etwa 50-100 Personen.

Ist ein Neubau eines Veranstaltungsraumes (groß und klein) geplant?
Wann?
Wo?

Über die Dringlichkeit der Errichtung einer Mehrzweckhalle für den Schul- und Veranstaltungsbereich nördlich der Neuen Musik-Mittelschule sind sich alle drei Gemeindefraktionen einig.
Als passender Standort bietet sich ein Grundareal nördlich der Neuen Musikmittelschule an. Die Gemeinde und die GSWB besitzen hier nebeneinanderliegende Grundstücke. Eine gemeinsame noch zu installierende Steuerungsgruppe soll mit Einbeziehung der Schulen und maßgebender Vereine in absehbarer Zeit entsprechende Rohplanungen erstellen.
Für kleinere Veranstaltungen eignet sich der Benediktussaal der Gemeinde (ca. 100 Personen). Zur Zeit erweitert außerdem die ortsansässige Metzgerei Stadler ihre Räumlichkeiten und bietet sodann Platz für ca. 80 Personen.

4. Stille Nacht Museum und Volksschule Arnsdorf

Das Stille Nacht Museum wurde in den letzten Jahren modernisiert und zeitgemäß gestaltet. Leider ist es halt nur ein Museumsstockwerk, weil in dem Gebäude auch die älteste Volkschule Österreichs, in der heute noch unterrichtet wird, untergebracht ist. Fakt ist, dass die Arnsdorfer Kinder, 10-15 an der Zahl, in den Kindergarten nach Lamprechtshausen gefahren werden, die VS in Arnsdorf besuchen und dann wieder in die Neue Musik Mittelschule nach Lamprechtshausen kommen. Der scheidende Bürgermeister war ein Arnsdorfer, da war die Schulschließung natürlich kein Thema. Trotzdem, würde man die Schule schließen, könnte aus dem Museumsstockwerk ein richtiges Museum entstehen und die Kinder wären in der modernen, großen Volksschule in Lamprechtshausen wahrscheinlich auch sehr gut aufgehoben.

Braucht Arnsdorf eine eigene Volksschule?
Wenn ja, warum?

Nach angeregten Diskussionen und Abwägung aller Pro- und Kontraargumente hat sich die Gemeindevertretung letztlich für den Erhalt dieser geschichtsträchtigen Kleinschule entschieden. Bei einer im Jahr 2014 mit dem Land Salzburg stattgefundenen Besprechung hat sich auch LH Dr. Wilfried Haslauer für die Beibehaltung des Schulbetriebes in Arnsdorf ausgesprochen.
Heuer wurden in Arnsdorf 12 Kinder eingeschult. Insgesamt besuchen in diesem Schuljahr 36 Kinder die Volksschule in Arnsdorf.
Da die Volksschule in Lamprechtshausen für 8 Klassen ausgebaut wurde und in manchen Klassen bereits mehr als 20 Kinder sind, hat die Volksschule in Arnsdorf gerade aus Platz- und pädagogischen Gründen aus meiner Sicht sicherlich ihre Berechtigung. Ein Mehrwert für die Bevölkerung in Arnsdorf ist in jedem Fall gegeben, die Schule ergänzt und bereichert das Dorfleben enorm. Eine „lebendige“ Nutzung dieses geschichtsträchtigen Gebäudes ist für mich sehr wichtig.

5. Gemeindearchiv und Gemeindechronik

Lamprechtshausen hat eine bewegte Geschichte. Ein öffentlich zugängiges Gemeindearchiv und Dokumentationszentrum gibt es nicht. Noch sind im Dorf viele Dokumente vorhanden, die so nach und nach verschwinden. Manche Ereignisse der jüngeren Vergangenheit sind bis heute nicht wirklich aufgearbeitet. Es war einmal von einer, von einem Historiker verfassten Gemeindechronik die Rede. Die Produktionskosten wurden sogar im Gemeindebudget berücksichtigt.

Ist ein öffentliches Gemeindearchiv geplant?
Ist eine, von der Gemeinde herausgegebene Gemeindechronik geplant?
Wenn ja, in welchem Zeitrahmen?

Vor vielen Jahren hat die Gemeinde Dr. Markus Haider mit der Erstellung einer Ortschronik beauftragt. Aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen des Ortschronisten gibt es leider noch kein Gesamtwerk. Die Gemeinde ist hierbei gefordert, ein neues Umsetzungskonzept mit Einbindung von interessierten Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern zu erstellen. Ganz besonders wichtig erscheint mir, dass weitgehend alle geschichtsträchtigen „Schätze“ unserer Heimatgemeinde in der Ortschronik ihren “Platz“ finden.

Landwirtschaft

Lamprechtshausen hat eine lange Tradition als Agrargemeinde, es gab sogar einmal 4 Käsereien im Dorf. Die Rinderhaltung war immer schon ein wichtiges Standbein für die heimischen Bauern.

Wohin entwickelt sich die heimische Landwirtschaft?
Wie viele Bauern haben in den letzten 10 Jahren aufgehört und wie viele gibt es noch?
Was wird gemeindeseitig zur Unterstützung der heimischen Bauern unternommen?
Ist der Tierschutz in den heimischen Ställen ausreichend?
Soll Glyphosat verboten werden?

Nur wenn es gesellschaftlich gelingt, die ausgezeichneten Qualitätsprodukte unserer Landwirte entsprechend von internationalen Massenprodukten zu unterscheiden, wird unsere heimische Landwirtschaft großteils auch künftig bestehen können.
Unterstützend für die heimische Landwirtschaft könnte auch die Abhaltung eines regelmäßigen Bauernmarktes in unserer Gemeinde sein.
Auch bei Umwidmungen zu Bauland in der Nähe von Landwirten ist auf deren Bedürfnisse und Anforderungen zu achten.
Gefördert und unterstützt werden sollen auch gemeinschaftliche Infrastrukturmaßnahmen z.B. im Rahmen des landwirtschaftlichen Wegebaus, wenn diese Wege auch von Spaziergehern und Radfahrern genutzt werden.
Ich bin der Meinung, dass in unserer klein- und mittelstrukturierten Landwirtschaft der Tierschutz sehr gut wahrgenommen wird.
Die Anwendung des sehr umstrittenen Glyphosat soll verboten werden.

Zukunft

Wie viele Einwohner hat Lamprechtshausen schätzungsweise nach Ihrer ersten Periode als Bürgermeisterin, also in 5 Jahren?

Die nächste periodische Bürgermeister- und Gemeindevertretungswahl findet im März 2019, also in 1 ½ Jahren statt.
Ich trete für ein moderates und geregeltes Wachstum unserer Gemeinde ein, sodass wir in 5 Jahren in etwa einen Zuwachs von 150 Einwohnern haben werden. Die konkreten Zielsetzungen erfolgen von der Gemeindevertretung im Zuge der Erarbeitung eines neuen räumlichen Entwicklungskonzeptes.


Pferdeleberkäse, Wiener, Bauernsalami

Freilich, etwas gewöhnungsbedürftig ist der Geschmack unserer bayrischen Nachbarn schon, wenn man nur an ihre Vorliebe für Schweinshaxen, Weisswürste, Obatzt’n, Brezel und Bier denkt.

Krass wird es aber schon, wenn man sieht, was am Münchner Viktualienmarkt kurz vorm Oktoberfest wirklich angeboten wird. Da gibt es heiße Wiener, selbst Bauernsalami aus Niederbayern ist zu kaufen. Da erscheinen dann die Pferdewürste und der Pferdeleberkäse als eher sehr harmlos. Kinderschnitzel habe ich schon länger keines mehr gesehen. Man kann in diesem Zusammenhang schon verstehen, warum so viele Münchner auf Flüssignahrung umstellen, berichten gewöhnlich gut informierte Kreise aus der Weltstadt des Bieres. (kat)

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Fragen an die 3 Bürgermeisterkandidatinnen in Lamprechtshausen

Lokalpolitik ist Politik an der vordersten Front, die KanidatInnen kennen ihre WählerInnen und pflegen auch den direkten, persönlichen Kontakt  zu ihnen.

Nach jeder Entscheidung kann man den oder die direkt Betroffenen im Dorf treffen und muss zum Abstimmungsverhalten Stellung beziehen. Politisches Geschwafel hilft da nicht wirklich weiter.

Erstmals kandidieren in der Flachgauer Gemeinde Lamprechtshausen am 24. September 3 Frauen für das Bürgermeisteramt. Der nächste Bürgermeister wird also eine Bürgermeisterin. Es wird spannend werden: Sind Frauen in ihren Entscheidungen flexibler und offener für Neues? 

Jetzt, knapp vor der Wahl sind die Hausbesuche der Kandidatinnen angesagt. Die Charmeoffensive soll in bewährter Weise Wählerstimmen bringen. Um nicht alles vorort besprechen zu müssen, haben wir einige Fragen zusammengefasst.

Die Antworten stellen wir noch rechtzeitig vor der Wahl auf der Dorfzeitung online. Die Fragen wurden via Email an die Bürgermeisterkandidatinnen geschickt und sollten bis zum 17. September 2017 beantwortet an die Redaktion zurückkommen.

Kultur im Dorf

1. Es gab früher einmal den Budgetposten Kultur und Kultus.

Wieviel Geld darf die örtliche Kulturförderung im Jahr ausmachen (in Prozent vom ordentlichen Haushalt und von wielviel Geld spricht man da)?
Wer verteilt die Fördermittel nach welchen Kriterien?

2. Kunst im öffentlichen Raum
Im Dorf (Zentrum und Weidmoos) werden zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum präsentiert. Viele der Plastiken waren plötzlich da und es weiß eigentlich niemand so richtig, wie es zu diesen Dauerausstellungen gekommen ist. Normalerweise werden derartige Kunstprojekte medienwirksam vorgestellt. Da aber der öffentliche Raum ja auch quasi mein erweitertes Wohnzimmer ist, möchte ich schon wissen, was da so alles geplant ist.

Wer kuratiert die Ausstellungen der Plastiken?
Wurden die zurzeit ausgestellten Plastiken von der Gemeinde angekauft oder gibt es Mietverträge mit den Künstlern?
Sind die ausgestellten Plastiken Dauerleihgaben und können jederzeit von den Künstlern entfernt werden (öffentliche Verkaufsstelle)?
Werden auch einmal andere Künstler die Möglichkeit erhalten, ihre Plastiken im Dorf zu präsentieren?
Ist ein erklärender Prospekt zu den Plastiken geplant?
Wie stehen Sie zum Juliputsch 1934 Denkmal visavis vom Dorfbrunnen?

3. Veranstaltungsraum
Lamprechtshausen hat zurzeit knapp 4000 Einwohner und keinen größeren Veranstaltungsraum. Es fehlt auch ein Raum für etwa 50-100 Menschen.

Ist ein Neubau eines Veranstaltungsraumes (groß und klein) geplant?
Wann?
Wo?

4. Stille Nacht Museum und Volksschule Arnsdorf
Das Stille Nacht Museum wurde in den letzten Jahren modernisiert und zeitgemäß gestaltet. Leider ist es halt nur ein Museumsstockwerk, weil in dem Gebäude auch die älteste Volkschule Österreichs, in der heute noch unterrichtet wird, untergebracht ist. Fakt ist, dass die Arnsdorfer Kinder, 10-15 an der Zahl, in den Kindergarten nach Lamprechtshausen gefahren werden, die VS in Arnsdorf besuchen und dann wieder in die Neue Musik Mittelschule nach Lamprechtshausen kommen. Der scheidende Bürgermeister war ein Arnsdorfer, da war die Schulschließung natürlich kein Thema. Trotzdem, würde man die Schule schließen, könnte aus dem Museumsstockwerk ein richtiges Museum entstehen und die Kinder wären in der modernen, großen Volksschule in Lamprechtshausen wahrscheinlich auch sehr gut aufgehoben.

Braucht Arnsdorf eine eigene Volksschule?
Wenn ja, warum?

5. Gemeindearchiv und Gemeindechronik
Lamprechtshausen hat eine bewegte Geschichte. Ein öffenlich zugängiges Gemeindearchiv und Dokumentationszentrum gibt es nicht. Noch sind im Dorf viele Dokumente vorhanden, die so nach und nach verschwinden. Manche Ereignisse der jüngeren Vergangenheit sind bis heute nicht wirklich aufgearbeitet. Es war einmal von einer, von einem Historiker verfassten Gemeindechronik die Rede. Die Produktionskosten wurden sogar im Gemeindebudget berücksichtigt.

Ist ein öffentliches Gemeindearchiv geplant?
Ist eine, von der Gemeinde herausgegebene Gemeindechronik geplant?
Wenn ja, in welchem Zeitrahmen?

Landwirtschaft

Lamprechtshausen hat eine lange Tradition als Agrargemeinde, es gab sogar einmal 4 Käsereien im Dorf.  Die Rinderhaltung war immer schon ein wichtiges Standbein für die heimischen Bauern.

Wohin entwickelt sich die heimische Landwirtschaft?
Wieviele Bauern haben in den letzten 10 Jahren aufgehört und wieviele gibt es noch?

Was wird gemeindeseitig zur Unterstützung der heimischen Bauern unternommen?
Ist der Tierschutz in den heimischen Ställen ausreichend?
Soll Glyphosat verboten werden?

Zukunft

Wieviele Einwohner hat Lamprechtshausen schätzungsweise nach Ihrer ersten Periode als Bürgermeisterin, also in 5 Jahren?

 

Weitere Info:
Bürgermeister- und Gemeindevertretungswahl 7. März 1999 >


Die Buringer Schottergrube in Lamprechtshausen

 
 
Kommentare zum Artikel vom 20. Juni 2011 im Dorfschreiber:

Dr. Werner Linnemayr sagt:
3. August 2011 um 15:42

Buringer Schottergrube in der Nähe des heutigen Rückstaubeckens Pladenbach. Vollgefüllt mit Fässern, einem alten Puch 500, etc., etc. Das Problem: nur 10 m Schotter trennt den Grubenboden vom Wasserhorizont, aus dem Jahrzehnte das Trinkwasser für Bürmoos gewonnen wurde. Das war der Grund, daß Wasser in Königsberg gesucht wurde. Mehr Einwohner = erhöhter Wasserverbrauch. Schon 1985 habe ich als neu ernannter Sprengelarzt darauf hingewiesen, daß die Grube saniert gehörte. Sie wurde zugeschüttet. Eine ähnliche Fragwürdigkeit befindet sich als Mülldeponie der Gemeinde Dorfbeuern/ Michaelbeuern an der Strasse von Michaelbeuern nach Gresenberg. Sie ist planiert, umzäunt und mit Bienenkästen verschönt. Was ist darunter? Nähere Auskünfte im persönlichen Gespräch.

Walter Wendtner sagt:
23. November 2011 um 11:32

Nach dem Planieren + Auffüllen der Schottergrube wurde diese lange Zeit auch zum Einschießen von neuen und Reparierten Gewehren vom Büchsenmacher Riener Giselbert benutzt.

Noch ein Zusatz zum Kommentar von Dr. Linnemayr über die Trinkwasserentnahme:
In keinem der jährlich durchgeführten Untersuchungsbefunden gab es bis dato eine Grenzwertüberschreitung nach der Trinkwasserverordnung. Es dürfte mit Sicherheit die kompakte Deckschicht und der starke Grundwasserstrom dafür verantwortlich sein, da auch weitere Grundwasserstrom abwärts liegende Brunnen keinerlei Beeinträchtigung aufweisen.


Die Käserei in Asten

Die Käsereigenossenschaft in Asten wurde am 13. März 1929 als erste der vier Lamprechthausener Käsereigenossenschaften gegründet.

Die 23 Gründungsmitglieder zeichneten 148 Anteile. Rasch wurde mit dem Bau einer neuen Käserei begonnen, die am 20. Juli 1929 ihren Betrieb aufnahm. Anfänglich wurde sie verpachtet, ab 1930 aber dann in Eigenregie geführt. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnten bis zum Jahre 1935 die Schulden zurückgezahlt werden. Bereits 1931 war die Genossenschaft dem neu gegründeten Salzburgr Käsereiverbnd beigetreten.

Käserei-Asten

Das linke Gebäude am Foto ist die Käserei.

In den Kriegsjahren erlangte die Käsereigenossenschaft Asten große Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung mit Käse, sie steigerte ihre Anlieferungständig und erreichte 1945 eine Jahreserzeugung von ca. 30.000 kg Emmentaler und 8.000 kg Butter. In den Nachkriegsjahren mußte erstmals ein Verlust hingenommen werden, da die Milch zur Versorgung der städtischen Bevölkerung aus dem Betrieb abgezogen wurde. Diese Entwicklung wurde erst wieder bis zum Jahre 1953 verbessert. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Milchanlieferung seit der Gründung verdreifacht.

1962 wurde die Käserei umgebaut, um der steigenden Milchanlieferung auch in Zukunft gerecht zu werden. In den Jahren 1963 und 1964 wurden neue Käsekessel angeschafft. Die Milchganlieferung stieg auf knapp 1,5 Mio kg im Jahre 1978.

(Der Text stammt aus der Festschrift zur Einweihung der neuen Käserei 1981)

Käserei Asten, Silval Color

Foto vom 2. Aug8ust 2011

Heute ist (2011) im ehemaligen Käsereigebäude die Firma Silval Color beheimatet.


STATTBESETZUNG.kunstimöffentlichenraum

Die offene, jurierte Jahresausstellung des Kunstvereines Traunstein e.V. und die nachwirkenden Folgen, ein Projekt während der Chiemgauer Kulturtage 2017, fand vom 6. – 30. Juli 2017 statt.

Von Ursula Dräxlmaier (Text und 2 Fotos)

Die Präsentationsbedingungen für die Bilder waren dieses Jahr stark verändert, standen doch die normalerweise zur Verfügung stehenden Ausstellungsflächen in der Städtischen Galerie Traunstein und in der dazu gehörenden Klosterkirche wegen größerer Baumaßnahmen nicht zur Verfügung.

Bauzaun, KlosterkircheEs fanden sich aber andere Möglichkeiten: Die Alte Wache im Rathaus, das Landratsamt mit dem Projekt “angekommen”; die evangelische und die katholische Kirche stellten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und banden die ausgestellten Bilde mit ein in ihre Gottesdienste. Diese Ausstellungen gingen am 30. Juli zu Ende.

Das Projekt “Kunst im öffentlichen Raum” ist nach wie vor zu besichtigen. Es handelt sich dabei um den Bauzaun rund um das Sanierungsprojekt “Städtische Galerie und Klosterkirche”. Im Vorfeld konnten wir Künstler je 2 geeignete Bilder zur Auswahl stellen, die auf Bannern aufgezogen wurden und für die Dauer der Baustelle die Bauzaun – Segmente dekorativ gestalten.

Eine Super-Idee!

Nicht allzu viele Menschen gehen tatsächlich in Ausstellungen, aber im Vorbeigehen oder – fahren in der Ludwigstraße oder bergauf in der Klosterstraße oder gar in einer Rotlichtphase an der Ampel fällt mehr oder weniger der Blick auf “Kunst”!

Ich bin sehr glücklich, dabei sein zu dürfen, meine Äpfel leuchten bei der Einfahrt zur baustelle in der Klosterstraße, während die übergroße Mohnwiese aus der Mark Brandenburg mit anderen farbenfrohen Bildern den Weg zur Schule begleiten.

Ich fände es wundeschön, wenn diese Art der Präsentation weiter Nachahmung finden würde!

Die Bildergalerie zeigt die Kunstwerke, wie sie der Spaziergänger oder Autofahrer sieht. Die Trägerfolie ist zum Teil durchsichtig, das heißt, der Hintergrund kann durchscheinen, je nachdem wie gerade das Licht einfällt. Die Bildfläche ist nicht immer gerade und wirft da und dort Falten. Dies ist bei einer derartigen Präsentation normal und gehört dazu. (Alle Bilder der Diashow: Karl Traintinger)

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Ursula Dräxlmaier in der Dorfzeitung >