Das rote Christkindlgeschenk

Das nenne ich echte Freundschaft. Man sollte auch nicht nachtragend sein. Die SPÖ zeigt, wie es wirklich gehen soll. Da bekommt Nochbundeskanzler Christian Kern quasi als Weihnachtsgeschenk noch eine kleine Gehaltserhöhung. Als Investition in die Parteizukunft.

Vergessen sind die eher bescheidenen Wahlergebnisse. Jetzt heißt es zusammenhalten, steht doch offensichtlich der Weg in die Opposition bevor. Die Wienwahlen bedürfen vielleicht auch noch einer Mediation bei den Kandidaten. Man möchte ja nicht den grünen Weg des Pulverisierens beschreiten und letztendlich doch an einem gemeinsamen roten Seil ziehen. Dazu braucht´s einen erfahrenen Parteistrategen. Und die sind jeden Cent wert. (kat)


Es weihnachtet allerorts

Man sieht und hört es an allen Ecken und Enden, Weihnachten kommt in Riesenschritten auf uns zu. Die kommende, stillste Zeit des Jahres drückt den Menschen jetzt schon ihren materialistischen Stempel auf.

In den Kaufhäusern hört man vor überfüllten Regalen Weihnachtslieder aus den Lautsprechern, allerorts werden Lichterketten und Christbäume montiert. Die Straßen werden mit Traktoren und daran angehängten Weihnachtsbuden verstopft. Der Aufbau der Christkindlmärkte ist fast abgeschlossen. Längst haben neben traditionellem, handwerklich hergestelltem Christbaumschmuck auch Neonblinkengel aus Asien und Weihnachtsostereier ihnen Platz auf den heimischen Christbäumen gefunden. Viele Weihnachtsmärkte haben sich längst vom Kunsthandwerksmarkt zum Jahrmarkt entwickelt.

Am Glühweinstand spielt der vielleicht einmal da gewesene, christliche Hintergrund eine eher untergeordnete Rolle. Die Vorweihnachtszeit ist eine der wichtigsten Geschäftszeiten des Jahres geworden. Halleluja. (kat)


Der Christkindlmarkt Christbaum

Der Christbaum für den Salzburger Christkindlmarkt kommt aus der Flachgauer Gemeinde Lamprechtshausen!

Seit 2013 liefert eine der der sechs Stille-Nacht-Gemeinden: Hallein, Oberndorf, Wagrain, Salzburg, Mariapfarr oder eben wie in diesem Jahr Lamprechtshausen die “Weihnachtsfichte” für den Residenzplatz. 700 LED-Lichter werden den 25 m hohen und 60 Jahre alten Baum beleuchten. Der Christbaumschmuck wurde von Schülern der Neuen Mittelschule Lamprechtshausen gebastelt. (kat)


Rauchverbot. Der türkis-blaue Dunst

Es ist wieder einmal soweit. Koalitionsverhandlungen und deren mögliche Ergebnisse geistern durch die Medien. So wie nach jeder Neuwahl ist auch die Raucherei ein staatstragendes Thema, das über Sein oder Nichtsein einer möglichen Koalition entscheiden kann.

Klassisch österreichisch waren die Anti-Raucher-Lösungen der letzten Regierungen, die allesamt immer das gleiche Ziel verfolgten: nur ja niemanden beleidigen. Die Politiker jeder Farbe waren für eine schneidige Entscheidung zu feige, hatten ganz einfach keinen Mumm. So oder so. Die Gastronomen durften um viel Geld umbauen, Sicherheiten für eine rauchende Zukunft gab und gibt es keine.

Der türkis-blaue Dunst

Man darf gespannt sein, wohin der rauchende Zug diesmal fährt. Die Medizin fordert schon lange ein Rauchverbot. Ob es die türkis-blaue Bewegung schafft, den blauen Dunst in Wirtshäusern zu verbieten, wird spannend werden. Ob der türkis eingefärbte blaue Dunst gesünder ist, wage ich zu bezweifeln. (kat)

Info:
Michaela Essler – Der blaue Dunst


Macht er´s oder doch nicht

Peter Pilz ist in den letzten Tagen derart ins Gerede gekommen, dass er am kommenden Donnnerstag nicht mehr ins Parlament einziehen möchte.

Dann wurde es verwirrend, es kam der Rücktritt vom Rücktritt. Oder doch wieder nicht, wer weiß das schon wirklich.

Anbei die Einschätzung unserer beiden Zeichner: Michael Honzak und Thomas Selinger.
Fakt ist, niemand ist unersetzlich. Das gilt auch für die Politik.  (kat)

Pilz

Cartoon by Honzi

Pilz

Cartoon by Seli


Berauschende Schwammerl

Pilze gibt es in vielen unterschiedlichen Variationen, von essbar und hervorragend schmeckend über berauschend bitter bis hin zu hochgiftig und wunderschön. Es verlangt sehr viel Wissen, um mit Pilzen und Schwammerln richtig umgehen zu können.

Schwierig wird es immer dann, wenn der Pilz von seinem ernährenden Mycel getrennt wird, wodurch und wie auch immer. Die Schwammerl sind danach zwar oft noch ein Weilchen schön anzuschauen. Man kann sie trocknen und für was auch immer verwenden, nicht zuletzt auch abhängig vom Giftigkeitsgrad. Inwieweit sie die Potenz stärken, entzieht sich meiner Kenntnis. Fakt ist, dass es, wenn man sie vom Mycel trennt, mit dem weiteren Wachstum vorbei ist.

Die Gattung der Politpilze ist allen anderen Schwammerlarten sehr ähnlich. Alleingelassen im politischen Hick-Hack schaut die Welt plötzlich ganz anders aus. Alte Grapschvorwürfe wiegen plötzlich so schwer, dass die Zeit als frisch gewählter Parlamentarier beendet scheint. (kat)

Der Standard – Vorwürfe wegen sexueller Belästigung: Peter Pilz tritt zurück


Halloween vs. Verhüllungsverbot

Das das seit 1. Oktober geltende Antigesichtsverhüllungsgesetz trifft auch Halloween, die Gespenster dürften eigentlich nicht verhüllt sein.

Obwohl, was für ein Gesicht hat ein Geist oder Dämon eigentlich?

Die kommende Nacht wird Licht ins Dunkel bringen, hoffen gewöhnlich gut informierte Kreise aus den unterschiedlichsten Einsatzzentralen.

Mögen die Geister und Dämonen kommen, die Jäger sind schon lange unter uns und warten auf ihre Chance! (kat)


Wann kommt die Bettler APP?

Die Stadtregierung möchte die Bettler aus der Mozartstadt vertreiben. Dieses Ansinnen ist an sich nicht neu. Das kommende Weihnachtsgeschäft mit all seinem Glanz und Glemmer verträgt sich nur ganz schlecht mit bettelnden Menschen, wird befürchtet.

Die aktuelle Verbesserung des Bettelverbotes soll einer Überprüfung des Verfassungsgerichtshofes standhalten. Die Stadt möchte das Betteln zukünftig stundenweise und das auch unterschiedlich in einzelnen Bezirken und Straßen verbieten.

Die Bettler-APP

Mich wundert es, dass noch niemand im Schloss Mirabell auf die Idee einer Bettler-APP gekommen ist. Die Bettler ließen sich damit standplatzmäßig eingeteilen und auch orten. Weiters wäre es möglich, ähnlich wie es in der Gastronomie schon funktioniert, mit einem mobilen Drucker auch gleich eine QR-Code verifizierte Spendenrechnung ausdrucken. Bei einer kleinen Abgabenquote an die Stadt dürfte sich vermutlich die Bettlerakzeptanz deutlich erhöhen. Das Set, Smartphone und Drucker, könnten die angehenden Bettler günstig bei der Stadtverwaltung erwerben oder ausleihen.

Mit dieser Bettler-App würde die Stadt einen Schritt in die digitale Zukunft wagen, der seinesgleichen sucht. (kat)


Neue Suppenrezepte

Die Zutaten für ein hoffentlich gesundes, im kommenden Winter wärmendes und wohltuendes Süppchen hat Österreich letzten Sonntag bestellt und auch geliefert bekommen.

Unterschiedliches Grünzeug steht zur Auswahl. Die roten und blauen Gemüsesorten sind schon lange bekannte Wintergemüse. Die neuen türkisen Suppengemüse erinnern an schwarze Rettiche, der Geschmack ist aber noch nicht wirklich zuordenbar. Man wird sehen, mit welchem der bekannten Gemüsesorten sie sich geschmacklich besser vertragen werden. Das gemeinsame, längere Kochen fördert oft interessante Geschmackskomponenten zutage. Einige wenige Pilze stehen auch zur Verfügung, es weiß aber niemand so genau, ob sie nicht doch vielleicht giftig sind.

Pinke Chillis sorgen für die wärmende Schärfe und können nach individuellem Geschmack dazugegeben werden. Leider sind die grünen Geschmacksverbesserer, die vor dem Servieren gerne über die Suppen gestreut werden,  eingetrocknet und stehen für längere Zeit nicht mehr zur Verfügung. Sie waren zudem stark verpilzt. (kat)

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NRW 2017 | Österreich hat gewählt

Österreich hat gewählt. Ja, der erwartete Rechtsruck ist eingetreten. Die türkise Liste Kurz (ÖVP) hat eindeutig gewonnen, die Roten (SPÖ) und die Blauen (FPÖ) rittern gerade um den zweiten Platz.

Die Pinken (NEOS) wurden bestätigt, Pilz wird es nach seinem Dolchstoß gegen die Grünen wahrscheinlich selbst ins Parlament schaffen. Die Grünen brauchen schon extrem viel Glück, sollte es sich doch noch ausgehen, zu wünschen wäre es ihnen.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie es wirklich weitergeht, wer mit wem wie kann und es auch tut. Wichtig wären schnelle Koalitionsverhandlungen. Unnötige Streitereinen hat es schon zu viele gegeben. Anstehende Probleme wurden dabei keine gelöst. Die Politik täte gut daran, das aktuell schlechte Image zu verbessern und hoffentlich wieder glaubwürdig zu werden!  (kat)


Duelle und die Ehre

Früher einmal ging es bei Duellen von 2 Kontrahenten um Leben und Tod. Sekundanten sorgten dabei für die Einhaltung der ausgemachten Spielregeln. Später begnügte man sich oft auch mit der Satisfaction, die nicht unbedingt einen tödlichen Zweikampf erforderte. Die auslösende Ursache für einen duellierbaren Konflikt waren in der Regel Ehrenstreitigkeiten.

Duelle in der heutigen Zeit werden nicht mehr blutig ausgetragen, ob sie aber die Grundlage für eine künftige, gute Zusammenarbeit darstellen, wage ich dennoch zu bezweifeln.

Bei den aktuellen Fernsehduellen der Spitzenpolitiker heißt es dann beispielsweise: Kern (SPÖ)  gegen Kurz (ÖVP), Stache (FPÖ) gegen Lunacek (GRÜNE), Strolz (NEOS) gegen Kern (SPÖ) und so weiter. Das hört sich einschaltquotentechnisch natürlich weit besser an als: Kern (SPÖ) diskutiert mit Kurz (ÖVP), Stache (FPÖ) diskutiert mit Lunacek (GRÜNE), Strolz (NEOS) diskutiert mit Kern (SPÖ), und so weiter.

Die Zusammenarbeit nach dem Duell war früher in der logischen Konsequenz einfacher, es blieb zumeist nur einer der Kontrahenten übrig. Bei den heutigen Fernsehduellen bleiben aber alle am Leben und einige davon sollen letzendlich gemeinsam zum Wohle unserer Demokratie arbeiten! Nach manchen Duellen kann ich mir das nur sehr schwer vorstellen. Was kann man von einem Wahlkampf erwarten, der Gerichtsverhandlungen zur Folge haben wird? 

Gäbe es für die Parteien eine realistische Chance, nicht in den TV-Ring zu steigen? Sind so viele Konfrontationen wirklich notwendig und der demokratischen Meinungsbildung zuträglich? Was ist die vordringliche Aufgabe der Moderatoren? Quoten oder Information? Sind Fernsehduelle der Spitzenpolitiker vor Wahlen in dem aktuellen Außmaß wirklich eine gute Errungenschaft? Bräuchte es Sekundanten?

Auch die letzte Wahlkampfwoche wird vorbeigehen. Das Unwort “dirty campaigning” kann ich nicht mehr hören. (kat)


Gefühle muss man ausleben

Echte Gefühle müssen gezeigt und ausgelebt werden. Nur so kann auf lange Sicht das Herz geöffnet und die Sicht nach vorne ausgeweitet werden. Es geht letztendlich um den großen, erweiterten Horizont.

Für Fliegen sind selbst Wespen Monster.

Analyse der gestrigen Wahlkonfrontation: Viel Wirbel um nichts. Es dauert noch knapp 14 Tage. (kat)

Siehe auch: NRW 2017 | Die Konfrontationen