November 2003

Reinhard Lackinger – Vom Krampusschauen

Fernsehreportagen, aber auch Zeitungsartikel meiner heutigen Umwelt in Salvador, Bahia geben immer öfter Anstoß zu einer Gewissenserforschung. Die stumme Beklommenheit auf den Gesichtern der…



Arbeitserziehungslager und Zigeuneranhaltelager Weyer (Innviertel)

Andreas Maislinger. Ergänzung einer Ortschronik „Arbeitserziehungslager“ und „Zigeuneranhaltelager“ Weyer.
„In Oberösterreich (Gemeinde St. Pantaleon) existierte vom 5. Juli 1940 bis ca. 7. Jänner 1941 ein Erziehungslager für Arbeitsunwillige und Asoziale. Vom 7. Juli 1940 bis etwa Ende August 1940 war das Lager im Gasthaus Göschl in Moosach {Gemeinde St. Georgen, Bezirk Salzburg) untergebracht, vom Frühherbst 1940 (unterschiedliche Angaben) bis 7. oder 9. Jänner 1941 kam es zur Auflösung des Lagers, angeblich wegen vorgekommener schwerer Misshandlungen von Lagerinsassen, von denen fünf an den Folgen dieser Behandlung starben. In einer Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft in Braunau vom 3. Dezember 1952 wird darauf hingewiesen, daß der NS-Gauleiter von ,Oberdonau‘, Eigruber, das Lager St. Pantaleon bzw. Weyer illegal einrichten ließ, ohne die Regierungsstellen in Berlin davon informiert zu haben. Die Lagerinsassen zog man zu Entwässerungsarbeiten (Ibm – Waidmoos) heran. Die Bewachung der arbeitsfähigen Zigeuner und deren Transport vom bzw. zum Lager besorgten Organe der Reservegendarmerie.
Der Aufsatz wurde als Ergänzung zum Referat von Ludwig Laher für die Veröffentlichung in der Dorfzeitung zur Verfügung gestellt.


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