März 2015

Die Wörter fliegen

Die Wörter fliegen: Zuerst von Oma zu Pia. Tisch, Fenster, Vogel. Je größer Pia wird, umso größer wird ihr Schatz an Wörtern. Rosenhecke, Teddybär. Doch mit der Zeit fehlen Oma immer öfter die Worte. Sie sagt Teller zum Fenster und Blauwasserteich zum Swimmingpool.


Mathilda und der Großmaulfrosch

In Familie Königs Küche herrscht Verblüffung: Im Glas mit den Prinzessbohnen hockt ein Frosch! Klein, grün und angeblich ein echter Prinz. Verwunschen natürlich. Aber: Mit einem Kuss könne man ihn zurückverwandeln, behauptet er.


„Das Sissi Syndrom“ – Eine Notverstaatlichung

Die Uraufführung von Alexander Mitterers Farce, in der neben Kaiserin Sissi, Romy Schneider und dem Attentäter Lucheni auch die Bankenmisere eine wichtige Rolle spielt, fand am 12. März 2015 im TTZ Graz (Tanz & Theater Zentrum Graz) statt. Am 25. März 2015 feierte das temporeiche Stück, eine Koproduktion des Theaters Kaendace Graz und der Theater (Off)ensive Salzburg, auf der Bühne im Café Shakespeare Premiere.


„Die Wunderübung“ – Komödie von Daniel Glattauer

Anita Köchl und Edi Jäger haben bereits mit der dramatisierten Fassung von Glattauers E-Mail-Roman „Gut gegen Nordwind“ einen sensationellen Erfolg gefeiert. Als heillos zerstrittenes Ehepaar stehen sie nun gemeinsam mit Georg Clementi als Paartherapeuten auf der Bühne im Kleinen Theater. Ein weiterer Publikumserfolg scheint garantiert, denn diese Eheberatung hat großes komödiantisches Potential mit Wiedererkennungseffekt.


Liebe in der Schubertstrasse

Wo sind die Zeiten nur geblieben, als das eigene Essen nicht sicher war vor nächtlichen Heimkehrern und als unangemeldete Parties den Nichtsahnenden aus den Schlaf rissen?

Ein Bericht von Siegfried Steinkogler


Christoph Janacs: Schluß mit der Zentralmatura!

Abgesehen von den zahlreichen peinlichen Pannen der letzten Jahre, die Ministerium wie BIFIE in das denkbar schlechteste Licht rückten und hier, weil als bekannt vorausgesetzt, nicht extra aufgelistet werden müssen, zeigen sich bei Konzept und bisheriger Planung bzw. Ausführung der Zentralmatura schwerwiegende Denkfehler, Mängel und Ungereimtheiten, welche einer genaueren Prüfung nicht standhalten können.


„Anatol“ – Die Qual der Ungewissheit

Arthur Schnitzler erkundet in seinem Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Einakter-Zyklus die Seelenlandschaft der Wiener Oberschicht. Fünf Liebesabenteuer des ewigen Verführers Anatol hat Michael Gampe im Salzburger Landestheater überaus stilvoll in einem traumhaft edlen Bühnenbild in Szene gesetzt. Viel Jubel bei der Premiere am 22. März 2015.


„Odysseus, Verbrecher“ – Schauspiel einer Heimkehr

Christoph Ransmayrs aktualisierte Fassung von Homers Odyssee feierte in der bildgewaltigen Regie von Robert Pienz am 19. März 2015 im Schauspielhaus Salzburg ihre Österreichische Erstaufführung. Erschöpft kehrt der siegreiche Held nach 20 Jahren Krieg und Irrfahrten in seine Heimat zurück und erkennt das Land nicht wieder, das während seiner Abwesenheit im Chaos versunken ist.


„Zorn“ – Was ist da falsch gelaufen?

Die erfolgreiche australische Autorin Joanna Murray-Smith geht in ihrem hochaktuellen Drama der Frage nach: „Wo hört Toleranz auf?“ Die österreichische Erstaufführung fand am 18. März 2015 in den Kammerspielen statt. Ein intensiver Theaterabend, der zwei Stunden lang, trotz des ernsten Themas, mit Witz und Ironie überzeugte.


Romeo & Julia rebooted. Ein Plädoyer für Chancengleichheit

Die junge Salzburger Schauspielerin Sarah Zaharanski übernimmt in einer gekonnt reduzierten Fassung von William Shakespeares kultigem Liebesdrama sämtliche Rollen. Gleichzeitig konfrontiert sie das Publikum mit der noch immer existierenden Ungleichheit der Geschlechter. Die Premiere des engagierten Monologs fand am 13. März 2015 in der ARGEkultur statt.


CHRONIK der Raiffeisenkasse Lamprechtshausen-Bürmoos reg.Gen.m.b.H.

Am 14. März 1920 fand in Lamprechtshausen eine Besprechung wegen Gründung eines „Spar- und Darlehenskassenvereines nach dem System Raiffeisen“ statt. 65 Personen, vornehmlich Bauern, aber auch Gewerbetreibende und Private von Lamprechtshausen erklärten unterschriftlich, diesem Verein beizutreten, worüber auch eine Beitrittserklärungsliste vorhanden ist.


„Der Vorname“ – intelligente Komödie mit Tiefgang

Ilse Lackenbauer, langjährige Leiterin der erfolgreichen „English Drama Group“, hat mit einem engagierten Ensemble des Theatervereins Henndorf das bitterböse Konversationsstück des französischen Autorenduos Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière einstudiert. Das Szenario wurde von Frankreich nach Österreich versetzt und so findet das turbulente Abendessen im Kreise von Freunden und Familie diesmal in Salzburg statt.


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