BIO-Hendl aus Lamprechtshausen

Der Kauf von Fleisch ist Vertrauenssache und das gilt natürlich auch für Hühnerfleisch. Was liegt also näher, als direkt im Dorf bei einem Produzenten, dessen Arbeitsweise man gut kennt, einzukaufen.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

In Lamprechtshausen hat sich die Familie Gangl, Kollmannbauer in Braunsberg, neben der Rinderhaltung auch auf die Haltung von BIO-Weidegänsen und BIO-Masthühner spezialisiert.

Bei den Hühnern handelt es sich um die “Schlierbacher Biowildhendl”, die in etwa 9-10 Wochen auf ungefähr 1,6 bis 2 kg heranwachsen. Sie werden als Eintageskücken eingestallt und dürfen im Winter mit einem Alter von 4 Wochen, im Sommer bereits ab einem Alter von 14 Tagen auf die Weide. Seit einigen Jahren werden beim Kollmannbauern jährlich etwa 3-4 Partien zu etwa 50 bis 60 Stück gefüttert. Die auf den folgenden Fotos abgebildeteten Tiere kamen Ende Juni auf den Hof. Sie werden in den nächsten Tagen am Geflügelhof Tiefnig in Gildenberg im angrenzenden Oberösterreich geschlachtet und kommen anschließend gekühlt wieder zürück nach Braunsberg zum Verkauf. Als Konsument ist man gut beraten, wenn man rechtzeitig vorbestellt, um ein Lamprechtshausener Biowildhendl  kaufen zu können.

Mir gefällt die Überschaubarkeit am Betrieb und mir ist es wichtig, dass es den Tieren, die ich esse, ihr kurzes Leben lang gut gegangen ist. Das ist mir auch den etwas höheren Preis wert.

Normalerweise leben Masthühner etwa 5-6 Wochen in Mastbetrieben, die tausende Tiere pro Partie füttern. Die Hühner haben während ihres kurzen Lebens nie Tageslicht gesehen. Letztendlich kommen sie dann auf Schlachthöfe, die täglich 100.000 Tiere und mehr verarbeiten.

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Hühner in der Dorfzeitung:
Chlorhuhn und Genmais >
Das Hendl, ein weihnachtlicher Festtagsbraten! >
Was haben Hühner und nackte Perchten mit Heimat zu tun? >


BIO-Gemüse vom Bauern ums Eck

Das Schustergut liegt in der Gemeinde St. Georgen bei Salzburg. Fährt man mit dem Auto zum Hof, sieht man als erstes das große Gemüsefeld mit dem dahinter stehenden Gewächshaus und gleich daneben den Bauernhof.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Inge und Johann Spitzauer haben im Jahre 1991 den Hof übernommen und ihn zuerst im Nebenerwerb bewirtschaftet. Damals standen noch 5 Kühe im Stall und das war auch schon zu dieser Zeit viel zu wenig, um davon leben zu können. Johann Spitzauer arbeitete daher als Postbeamter, der im Postwagen von ÖBB Zügen die Briefe sortierte. Nachdem dieser Job wegrationalisiert wurde, überlegten die Schusterbauernleut´, wie es mit dem 6 ha großen Hof weitergehen könnte.

Sie entschieden sich für den Gemüsebau in Bioqualität, und es war gut so. Die letzen Kühe verließen 2001 den Betrieb. Heute wird der Hof im Vollerwerb geführt, Sohn Anton wird den Hof zukünftig weiterführen. Zur Zeit wird auf etwa 2 ha Gemüse angebaut, es leben auch an die 80 Legehühner am Hof.

Schusterbauer St. Georgen

Die Produkte werden im Aglassinger Biobauernmarkt verkauft, die Familie Spitzauer ist dort einer der beiden Gesellschafter. Da dieser Markt gerade eine 14-tägige Urlaubspause hatte,  das Gemüse aber auch in dieser Zeit reifte, wurde kurzerhand ein Ab-Hof-Verkauf organisiert.

Schusterbauer St. Georgen

Mutter Inge und Tochter Martina am Aglassimnger Bauernmarkt

Ich nutzte die Gelegenheit zum Einkauf und es machte ungemein Spaß, wie Johann Spitzauer seine Kunden voller Stolz durch den Betrieb führte. Er erläuterte geduldig, wie beispielsweise die unterschiedliche Bewässerung von Tomaten und Paprika im Gewächshaus funktioniert oder wie man unter dem Mulch die Bodenfeuchtigkeit messen kann. Wie es aussieht, können sie heuer wahrscheinlich bis in den Dezember hinein heimische Tomaten anbieten, meinte er. Am Feld erklärte er uns auch, wie Mangold wächst und geschnitten wird.

Aglassinger Biobauernmarkt

Aglassinger Biobauernmarkt

Es macht sehr viel Freude zu beobachten, mit wieviel Liebe und Handwerkskönnen bei uns im Salzburger Flachgau hochwertiges Gemüse angebaut und geerntet wird. Man kann zuschauen, was aktuell gerade wächst und demnächst zum Verkauf anstehen wird und das alles ohne lange Transportwege und ohne Plastikverpackung.

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Weitere info:
Roggenes Hausbrot vom Esserbauern >
Der Laufener Landweizen, ein Projekt mit Zukunft >


Die Kölbl-Semmel

Es ist mir schon klar, dass man aus gesundheitlichen Gründen wahrscheinlich auf ein sogenanntes Gabelfrühstück verzichten sollte. Trotzdem, immer dann, wenn ich es einrichten kann zieht es mich zum Kölbl in die Theatergasse.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Leider geschieht das viel zu selten, aber wenn, dann gibt es nichts besseres als einen Espresso von Hausbrandt aus Triest und dazu eine sogenannte Kölbl-Semmel. Das ist eine kleine Handsemmel, knusprig und frisch mit einer Scheibe vom vorzüglichen Schinken, dazu eine Scheibe Käse, ein Stück Ei, etwas Mayonaise und für die frischen Vitamine noch etwas Tomate und Paprika. Nach so einer Stärkung ist, kulinarisch gesehen, der Vormittag gerettet.

Heinrich Kölbl | Feinkost Kölbl in der Theatergasse

Heinrich Kölbl

Das ausgezeichnete Angebot in diesem Feinkostladen lädt dazu ein, noch die eine oder andere Spezialität mitzunehmen. Es gibt zahlreiche Produkte,  die man in der angebotenen Qualität in der Stadt Salzburg vergeblich suchen wird. Dazu kommt noch die ausgezeichnete Beratung, das Team ist bestens  über die im Geschäft geführten Deliziosen informiert und gibt gerne Auskunft. Man geht zum Kölbl immer dann, wenn etwas Besonders gefragt ist! Leider sind ähnliche Geschäfte aus der Stadt schon fast verschwunden.

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Salzburger Schranne

Am schönsten ist ein Besuch der Schranne ganz früh am Morgen, am besten um 6 Uhr herum. Die meisten Standler haben schon aufgebaut. Alle Waren sind bestmöglich präsentiert. Noch sind sehr wenige Kunden unterwegs und die meisten Verkäufer haben Zeit für einen kurzen “Ratscher”.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Das Angebot an frischen saisonalen Produkten ist grandios, Eierschwammerl und Marillen gibt es an zahlreichen Ständen. Einige übriggebliebene Nachtschwärmer teilen sich friedlich die Plätze an den Würstelständen mit den Frühaufstehern, manche Arbeiter stärken sich nach dem Standlaufbau und starten dann in den normalen Arbeitstag und kommen erst mittags wieder zum Zusammenräumen. Der Wochenmarkt rund um die Salzburger Andräkirche ist für den Besucheransturm der nächsten Stunden gerüstet.

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Infos:
Am besten sind die Kalamata Oliven mit Stein
Ein lauer Sommerabend zuhause im Dorf
Frisches Brot von der Schranne
Ein Ziegenkäse, der auf der Zunge zergeht


Éclairs, Macarons, …

Die Suche nach speziellen Gaumenfreuden hat mich dieser Tage in die Panzerhalle in Salzburg geführt. In der dortigen Markthalle präsentiert Martin Studeny in seiner Patisserie & Confiserie M PASSIONE den Kunden bunte Macarons, luftig-leichte Éclairs und exquisite Pralinen.

Von Karl Traintinger

Individuelle nach Kundenwunsch gefertigte Torten zu jedem Anlass ergänzen das süße Angebot in dem kleinen Geschäft in der Panzerhalle.

Martin Studeny hat bei den weltbesten Köchen und Pâtissiers gelernt und fertigt in handwerklicher Perfektion seine kleinen Kunstwerke. Es ist ihm neben der höchsten Qualität seiner Grundstoffe auch die Regionalität und Saisonalität wichtig. Die Grundstoffe, die in Österreich nicht wachsen, wie zum Beispiel Schokolade, werden ausschließlich aus Fair-Trade-zertifizierten Quellen bezogen.

Martin Studeny | M Passione

Es hat sehr viel Spaß gemacht, als ich letzten Samstag bei einem Kaffee im Nebengeschäft sitzend zuschauen durfte, wie Martin Studeny in seinem Auftragsbuch für eine Kundin eine Torte entwarf!
Homepage: M PASSIONE

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Der Laufener Landweizen, ein Projekt mit Zukunft

Weizen gehört neben Gerste zu den ältesten uns bekannten Kulturgetreidearten. Man geht davon aus, dass er schon über 8000 Jahre angebaut wird. Der aktuelle Trend nach immer mehr Hektarertrag ist genauso zu hinterfragen wie die Anmeldung von Patente für Pflanzen und Tiere.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Über Generationen hat die Versorgung mit dem Grundnahrungsmittel Weizen ganz einfach funktioniert: Ein Drittel der Ernte wurde zum neuerlichen Anbau genutzt, ein Drittel konnte gegessen und ein Drittel verkauft werden. Die neuen, ertragreichen Züchtungen können ihr Potenzial nur mit Düngern und Pflanzenschutzmitteln ausschöpfen. Wohin das letztendlich führt, möchte ich mir lieber gar nicht ausmalen. Wenn man mit offenen Augen durch das Land fährt, kann man immer häufiger das Verschwinden der bunten Vielfalt auf unseren Wiesen und Feldern beobachten. Sicher, der Bedarf an Lebensmitteln wird immer größer, es steigt aber ebenso deren maßlose Verschwendung. Mangelnder Umweltschutz und Tierleid werden häufig für augenscheinlich billige Lebensmittel in Kauf genommen. Hinterfragt wird das selten, es wird schon alles passen, heißt es dann bequemerweise.

Laufener Landweizen

Umso erfreulicher sind daher Initiativen, die diesem Trend zur hemmungslosen Gewinnmaximierung und der damit verbundenen Entwicklung hin zu Monokulturen entgegenwirken. So werden wieder historische Getreidesorten gesucht, gefunden und teilweise wieder angebaut.

Laufener Landweizen

Laufener Landweizen, eine regionale Sorte

Vor mehreren Jahren haben Heinz Marschalek und Simon Angerpointner federführend begonnen, zusammen mit der ANL Bayern, der Biosphärenregion Bayern, und einigen anderen Pionieren sich der Rekultivierung des Laufener Landweizens zu widmen. Nach den ersten erfolgreichen Anbauversuchen mit gerade einmal einer Handvoll Saatkörnern aus der Gendatenbank Gatersleben ist man heute soweit, den nächsten Schritt zu gehen. Der Laufener Landweizen soll zukünftig im zertifizierten ökologischen Landbau Verwendung finden. Dazu ist eine Sortenzulassung als Saatgut notwendig. Die erforderlichen Anträge wurden von Manfred Eisl, Esserbauer in St. Georgen, bereits eingereicht.
Laufener Landweizen

Winterweizen

Was zeichnet den Laufener Landweizen aus? Er ist ein Winterweizen und wurde/ wird im Salzburger Alpenvorland und im bayrischen Rupertiwinkel angebaut, rund um Laufen eben. Der Weizen ist winterhart, hochwüchsig, begrannt, hat eine hohe Standfestigkeit und kommt auch mit den für diese Gegend typischen, hohen Niederschlägen gut zurecht, das heißt, er verpilzt nicht. Einige Bäcker, die ihn bereits in Kleinmengen verarbeiten, sind vom guten Geschmack und den hervorragenden Backeigenschaften begeistert. So nimmt das Mehl sehr gut Wasser auf und das ist ein gute Voraussetzung für das Brotbacken.

Fruchtfolge im Biolandbau

Den Laufener Landweizen in ausreichender Menge anbieten zu können, ist die nächste Herausforderung. Erstens sind die Hektarerträge mit knapp 2000 Kilo eher bescheiden, zweitens verträgt er außer dem klassischen Strohmist keinen Dünger und drittens darf er erst nach 5-6 Jahren auf Grund der im Biolandbau vorgeschriebenen Fruchtfolge wieder am gleichen Feld angebaut werden. Es ist eine spannende, begrüßenswerte Entwicklung, die da in kleinen Teilen der Landwirschaft passiert.

Wolfram Adelmann von der Bayrischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege fasst treffend zusammen: “Der Laufener Landweizen ist die Kombination von Naturschutz, Landschaftsästhetik und regionaler Angepaßtheit von Getreide.”

Weiterführende Informationen
Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege >
Biosphärenregion Berchtesgadener Land >
wild und kultiviert – Regionale Vielfalt säen >
Manfred Eisl – Aglassinger BIO-Bauernmarkt >
Roggenes Brot vom Esserbauern >
Ute Woltron: Aktion Grünes Licht für die Sortenvielfalt >
Obst und Gemüse aus dem Plastikland >
Biologisch aus Salzburg >

Dazu passende Rubriken in der Dorfzeitung
NAHversorger >
Dorfschlaraff >
Fotos von Laufener Landweizen gibt es bei Dorfbild >


Roggenes Hausbrot vom Esserbauern

Am Esserhof von Heidi und Manfred Eisl in Wimpassing, einem Ortsteil von St. Georgen bei Salzburg, wird seit längerer Zeit wieder im alten Brotbackofen  Hausbrot gebacken. Das benötigte Brotgetreide wird auf den eigenen Feldern in Bioqualität angebaut.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Das Brot wird sowohl in der länglichen Struzenform, als auch klassisch rund gemacht und ist ein Sauerteig-Roggen-Dinkel-Mischbrot, das dann im eigenen “Aglassinger Hofladen” zum Kauf angeboten wird. Es schmeckt herzhaft gut und hat den großen Vorteil, dass genau bekannt ist, welche Inhaltsstoffe verwendet wurden.

Backvormischungen, nein danke

Da ist nichts drinnen, das man nicht selber hineingegeben hat, keine Backhilfen, technischen Hilfsstoffe oder gar diese neumodernen Fermente, die angeblich alles können. Da gibt es auch keine Backvormischungen. Es ist ganz einfach ein gut schmeckendes, handwerklich solide hergestelltes Bauernbrot aus Getreide, Sauerteig, Wasser, Salz und Gewürzen. Nicht mehr und nicht weniger.

Roggen

Getreidefelder vom Esserbauern in der St. Georgener Au: Rechts wird Roggen angebaut, links der sehr seltene Laufener Landweizen (alle Fotos: KTraintinger, Dorfbild.com)

Laufener Landweizen

Manfred Eisl engagiert sich für die Erhaltung alter, bodenständiger Getreidesorten, wie der Laufener Landweizen eine ist. Diese Getreidesorte ist perfekt an unser Klima angepasst, bringt allerdings deutlich weniger Ertrag als die modernen hochgezüchteten Sorten. Sie verträgt Spritzmittel und Dünger eher gar nicht und das ist letztendlich für uns Konsumenten von Vorteil.

Am biologisch geführten Esserhof werden auch Schweine gemästet und Rinder gehalten und die daraus erzeugten Lebensmittel im “Aglassinger-Hofladen” zum Verkauf angeboten.


Ein lauer Sommerabend zuhause im Dorf

 

Im Laufe der letzen 30 Jahre hat sich im häuslichen “Weinkeller” so manches angesammelt: Jahrgangsweine für die Kinder, Geschenke von Freunden zu besonderen Anlässen, Urlaubserinnerungen, und so weiter. Was lag also näher, als die alkoholischen “Schätze” geneinsam im Rahmen eines Familienfestes zu verkosten.

KT_012_DZ Von Karl Traintinger

Damit das Ganze auch wirklich Sinn macht, haben wir uns einen  Freund eingeladen, der neben seinem aktuellen Beruf als freischaffender Künstler in Salzburg zufällig auch Diplom-Sommelier ist und der viele Jahre in diesem Beruf auch gearbeitet hat. Es ist schon beruhigend und zudem hochinteressant mit einem “Berufsvorkoster” am Tisch zu sitzen, der genau weiß, wie etwas schmecken muss und der zudem erklärt, warum der eine oder andere Wein wie bewertet wurde. Auch die Geschacks- und Riechnerven freuen sich, wenn die einzelen Eindrücke benannt werden können und man nicht nur vom “großen Potential” sprechen muss.

Der kulinarische Teil des Abend wurde von der Laufener Firma Medousa-Feinkost bestritten, die neben der Belieferung diverser Märkte seit einiger Zeit auch Caterings macht. Wir waren begeistert, wie herrlich fleischloses Essen zubreitet sein kann! Einzig einige Riesengarnelen waren dabei und die mundeten, trotz anfänglicher Skepsis, vorzüglich.

Es war ein herrlicher Sommerabend zuhause im Kreise der eigenen Familie und er hätte das Potential für eine Wiederholung im nächsten Jahr! 🙂

Infos:
Thomas Selinger in der Dorfzeitung
Homepage Thomas Selinger
Karl Traintinger: Am besten sind die Kalamata Oliven mit Stein.
Homepage Medousa Feinkost


Am besten sind die Kalamata Oliven mit Stein.

Wochenmarkt in Oberndorf

Freilich ist es Geschmacksache, welche Oliven die besten sind, mir sind am liebsten die schönen, fleischigen, griechischen Kalmata mit Stein. Und dann die kleinen marokkanischen. oder die schwarzen zerwuzelten, etwas würzigeren, von denen ich immer vergesse, woher sie kommen. Dazu vielleicht der schön cremige, korsische Schafskäse und ein Stück Ciabatta-Brot vom Itzlinger aus der Faistenau.

kt_portraitVon Karl Traintinger.

Kennengelernt habe ich die Medousa Feinkost von Ernst Stöger aus Laufen vor vielen Jahren auf der Salzburger Schranne. Schon damals sind die bunten mediterranen Spezialitäten in mitten der traditionellen Wurstmeile aufgefallen. Das Angebot war noch nicht so groß wie heute, die beste Olivenauswahl des berühmten Salzburger Wochenmarktes hatte er schon damals. Ich sehe ihn noch vor mir, wie er nach dem Aufbau seines Standls zeitig in der Früh, abseits seiner Verkäuferinnen genüsslich ein Weckerl mit frischem Dolcelatte verdrückte.

Wenn möglich, dann BIO

Im Lauf der Jahre wurde die Angebotspalette größer, das Pesto ist noch immer eines der besten, das es zu kaufen gibt. Mittlerweile reicht sein Angebot von BIO-Parmesan, Zucciniröllchen gefüllt mit BIO-Schafskäse, getrockneten Biotomaten, Riesengarnelen bis hin zum Humus, den es in 2 herrlich schmeckenden Varianten gibt. Ein Geheimnis von Medousa ist sicherlich die Tatsache, dass die Produkte hausgemacht sind und auch so schmecken, die Bio-Qualität der Grundprodukte kommt noch dazu.

Medousa ist für mich auch durch das Engagement für die klein strukturierten Olivenölbauern im Süden Griechenlands sympathisch. Das Öl der Marke Silver Leaf, das vom Olivenölsommelier Amadeus Löw als gut eingestuft wurde, hat bei uns in der Küche alle anderen Ölsorten abgelöst.

Oberndorfer Wochenmarkt

Erfreulich ist auch die Tatsache, dass Medousa Feinkost am Oberndorfer Wochenmarkt vertreten ist. Bei einer Olivenölverkostung darauf angesprochen, meinte Firmengründer Ernst Stöger stolz lächelnd: unsere Kathi macht das. 🙂

Wochenmarkt in Oberndorf

Weiter Infos zu Medousa (Märkte, Catering, Lieferanten, etc.) gibt es auf der Homepage>


Gemüse und Erdäpfel direkt vom Bauern, genau wie ich es mag.

Wochenmark Oberndorf

Robert Zeilinger vom Demeterhof in Tittmoning steht mit seinem Gemüsestand jeden Samstagvormittag am Oberndorfer Wochenmarkt im nördlichen Flachgau. Er verkauft die Produkte, die auf seinem Hofes im angrenzenden Bayern von ihm produziert werden.

ktraintingerVon Karl Traintinger.

Es wird wenig geschönt, nicht einmal die Kartoffeln, ich habe vier verschiedene Sorten (Sortenbeschreibung_Kartoffel) gesehen, sind gewaschen. Vielleicht sind sie mir deshalb aufgefallen.Tatsache ist, dass sie hervorragend schmecken und ähnlich ausschauen wie die, die mein Schwiegervater im NÖ Weinviertel aus seinem Kartoffelkeller geholt hat. Er hat immer gesagt, kühl und dunkel müssen sie lagern, dann halten sie gut. Und er hatte recht. Es ist auch kein Aufwand, die Erdäpfel vor dem Kochen zu waschen. Es ist nicht notwendig, dass sie irgendwo hintransportiert werden müssen, wo günstig gewaschen wird.

Etwas störend sind vielleicht an seinem Stand die vielen Plastiksackerl, ich hoffe es sind solche, die sich abbauen. Da wird wohl der Demeterverband dafür sorgen, dass es so ist.  Ansonsten ist es ein sympathisches Standl mit regionalen und jahreszeitlich korrekten Produkten.

Wir werden in der Dorfzeitung ab jetzt regionale Produkte aus dem Dorf vorstellen, die uns gefallen und gut geschmeckt haben. Auch bei dieser Serie wird der Begriff Dorf, wie er bei der Blattlinie definiert wird, verwendet.


Apfelmehlanlage eröffnet

Bramberger Apfeltrestermehl-Maschine: von links: Apfelschälmaschine, Trockenmaschine (mit den Schläuchen) und Mühle Verena Olschnögger (Ideengeberin im Zuge ihrer Masterarbeit) - aus Mittersill, die Tauriska Geschäftsführer Christian und Susanna Vötter, der Bramberger Pfarrer Karl Pöckl, Brambergs Bürgermeister Hannes Enzinger, LR Josef Schwaiger und der Obmann des Obst- und Gartenbauvereins Bramberg Toni Lassacher

Bramberger Apfeltrestermehl-Maschine: von links: Apfelschälmaschine, Trockenmaschine (mit den Schläuchen) und Mühle Verena Olschnögger (Ideengeberin im Zuge ihrer Masterarbeit) – aus Mittersill, die Tauriska Geschäftsführer Christian und Susanna Vötter, der Bramberger Pfarrer Karl Pöckl, Brambergs Bürgermeister Hannes Enzinger, LR Josef Schwaiger und der Obmann des Obst- und Gartenbauvereins Bramberg Toni Lassacher

Apfelreste avancieren zu neuer Gaumenfreude

Museumsfest mit neuer Apfelmehlanlage des Vereins Genussregion Bramberger Obstsaft, und 20jähriges Jubiläum des Salzburger Wollstadels in Bramberg

Von Walter Schweinöster.

Landesrat Josef Schwaiger schwärmte über ihre Vorzüge, der Bramberger Pfarrer Karl Pöckl segnete sie: Die Eröffnung der Apfelmehlanlage war der Glanzpunkt des Museumsfestes am Sonntag in Bramberg. Jetzt kann sie loslegen, und mit ihr beginnt bei der Bramberger Obstpresse eine neue Ära für die Apfeltrester. Diese Rückstände beim Obstsaftpressen wurden bisher Tieren verfüttert oder kompostiert. Nun werden sie in der neuen Anlage getrocknet, dann geschrotet und zum “Bramberger Epfö-Mehl” gemahlen. Das Pulver kann man sodann als Backzutat und zum Kochen verwenden oder einfach roh genießen. “So bleiben diese wertvollen Inhaltsstoffe erhalten”, freut sich Verena Olschnögger. Schließlich besage schon ein altes Sprichwort, man solle den Apfel “mit Putz und Stingl essen”. Die gebürtige Mittersillerin hat die Idee des Apfelpulvers in ihrer Masterarbeit an der Fachhochschule Salzburg, Studiengang Design und Produktmanagment, entwickelt.

Entscheidend beteiligt an der Umsetzung des Projektes mit Kosten von 90.000 Euro war – wie schon bei vielen aufwändigen, regionalen Unternehmungen – Christian Vötter vom Verein Tauriska in Neukirchen am Großvenediger. Er und der Obmann der Bramberger Obstpresse, Toni Lassacher, tragen für die Hälfte des Betrages das Risiko. Der Rest wird gefördert.

Bramberger Apfeltrestermehl-Maschine: von links: Trockenmaschine (mit den Schläuchen) und Mühle Verena Olschnögger (Ideengeberin im Zuge ihrer Masterarbeit) - aus Mittersill, der Obmann des Obst- und Gartenbauvereins Bramberg Toni Lassacher und die Tauriska Geschäftsführer Susanna und Christian Vötter

Bramberger Apfeltrestermehl-Maschine: von links: Trockenmaschine (mit den Schläuchen) und Mühle Verena Olschnögger (Ideengeberin im Zuge ihrer Masterarbeit) – aus Mittersill, der Obmann des Obst- und Gartenbauvereins Bramberg Toni Lassacher und die Tauriska Geschäftsführer Susanna und Christian Vötter

Das erste Produkt aus dem Bramberger Apfeltrestermehl: von links: Tauriska GeschŠftsfŸhrerin Susanna Vštter mit dem Bramberger Bäckermeister Fritz Daxenbichler und dessen Gattin Gitti mit dem Epfö-Auge (Keks)

Das erste Produkt aus dem Bramberger Apfeltrestermehl: von links: Tauriska Geschäftsführerin Susanna Vötter mit dem Bramberger Bäckermeister Fritz Daxenbichler und dessen Gattin Gitti mit dem Epfö-Auge (Keks)

Gefeiert wurde auch das 20jährige Jubiläum des Salzburger Wollstadels in Bramberg. Dessen Inhaberin Hildegard Enzinger fertigt mit einem Team von Heimstrickerinnen hochwertige Westen, Pullover, Mützen, Handschuhe, Socken. Aus Filz entstehen Hüte, Taschen, Sitzkissen, Handy-Taschen, Wandbehänge und natürlich die beliebten Hausschuhe “Pinzga Doggeln”. Außerdem wird Jung und Alt in Kursen die Kunst des Filzens nähergebracht. 1500 Kilogramm Wolle von regionalen Bauern aus dem Nationalpark Hohe Tauern werden jährlich verarbeitet.

20 Jahre Wollstadel Bramberg: rechts: Hildegard Enzinger mit ihren Tšchtern von links Sylvia und Heidi

20 Jahre Wollstadel Bramberg: rechts: Hildegard Enzinger mit ihren Tšchtern von links Sylvia und Heidi

Jubiläumsfest 20 Jahre Salzburger Wollstadl in Bramberg

Das Salzburger Wollstadl in Bramberg zeigt seit zwei Jahrzehnten, dass Stricken und Filzen auch in unserer digitalen Welt ihren Stellenwert besitzen. Wollstadl-Inhaberin Hildegard Enzinger bedient mit einem Team von Heimstrickerinnen mit viel Handwerksgeschick die unterschiedlichsten Wünsche. Westen, Pullover, Mützen, Handschuhe, Socken werden gefertigt. Aus Filz entstehen Hüte, Taschen, Sitzkissen, Handy-Taschen, Wandbehänge und natürlich die beliebten Hausschuhe “Pinzga Doggeln”. Außerdem wird Jung und Alt in Kursen die Kunst des Filzens nähergebracht.

20 Jahre Wollstadel Bramberg von links: TVB Obmann Bramberg Walter Innerhofer, Sylvia und Heidi und Hildegard Enzinger, TVB Mitarbeiterin Bramberg Gisela Göstl. Alle Fotos: TAURISKA/ Walter Schweinöster

20 Jahre Wollstadel Bramberg von links: TVB Obmann Bramberg Walter Innerhofer, Sylvia und Heidi und Hildegard Enzinger, TVB Mitarbeiterin Bramberg Gisela Göstl. Alle Fotos: TAURISKA/ Walter Schweinöster

1500 Kilogramm Wolle von regionalen Bauern aus dem Nationalpark Hohe Tauern werden jährlich verarbeitet. Zum Jubiläumsfest am Sonntag kamen denn auch viele Besucher, die sich anhand einer “Wollstraße” anschaulich den Weg des Schafpelzes bis zum fertigen Produkt zeigen konnten: das Schafescheren, Wollewaschen, Trocknen, Färben, Kardieren, Spinnen, Stricken, Filzen.


Karl Traintinger: Renke vom Waginger See

Klare Augen sind ein Zeichen für Frische.

Hin und wieder fällt die Salzburger Schranne, wenn der Donnerstag ein Feiertag ist, auf einen Mittwoch, so auch heute. Gegen halb sechs in der Früh brach ich mit meinem Sohn in Richtung Salzburg auf und freute mich auf einen schönen Wochenendeinkauf zu einer Zeit, wenn die Standler noch zum “Ratschn” Zeit haben.

ktraintinger300_biggerVon Karl Traintinger

Nach dem Frühstücken beim Würstlstand, ein Paar Frische mit Kremser Senf,  machten wir uns auf zum Kneidl, den Fischer vom Waginger See, um für das Mittagessen einzukaufen. Wir entschieden uns für 2 Renken, die am Vortag gefangen wurden.  Bei dieser Gelegenheit sahen wir auch den kapitalen Waller in der Vitrine, der einige Tage zuvor aus dem See geholt wurde, der größte Wels, an den sich der Fischer erinnern kann.

Danach besorgten wir uns noch ein schönes Häuptel Feldsalat beim Punz-Hörmann aus Wals-Siezenheim und einige heurige Kartoffel. Einem feinen Mittagessen stand nun nichts mehr im Weg.

Gegen Mittag zu wurde der Salat gewaschen und in der Schleuder vom Wasser befreit. In die Marinade kam gutes Olivenöl, Birnenbalsamessig, weißer Balsamico, Estragonsenf und etwas Salz. Die Erdäpfel wurden mit ein wenig Kümmel im Topf gekocht und anschließend mit Butter und frischer Petersilie angebraten. Nach dem Waschen kam in den Bauch der Renken etwas Rosmarin und Knoblauch, bevor sie im Olivenöl in der Pfanne bruzelten. Nach kurzer Zeit konnte serviert werden, es war eine Freude, den Fisch zu verspeisen. Als Wein wurde eine frische blumige Muskat Cuve aus 2008 vom Sierndorfer Kirchenried von Karl Zissler aus Sierndorf an der March NÖ serviert.