Der Kramurikasten

7. November 2008 | Von | Kategorie: Menschen

Gestern früh war ich auf der Salzburger Schranne beim morgendlichen Frühstück am Würstelstand. Kommt der Käsestandler von nebenan und fragt die Würstelverkäuferin: “Kannst Du mir einen Schraubenzieher oder ein Kombizanger leihen?” Sie beugt sich unter die Budl, holt eine Kiste heraus und beginnt zu suchen. nach kurzer Zeit hat sie das Werkzeug gefunden und gibt es dem nachbarn mit der Bemerkung. “Wiedersehen macht Freude!”. Grinsend nimmt den nachbar den Schraubenzieher entgegen und antwortet verschmitzt: “Aha, Du hast auch so einen Kramurikasten unter der Budl, weiß Gott, was da alles drinnen ist!”

Es wäre schon interessant, wer was unter einem Kramurikasten versteht, meint ein würstelessender Spaziergänger.

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3 Kommentare auf "Der Kramurikasten"

  1. admin sagt:

    Lieber Spaziergänger, eigentlich heisst es “Kramasuri” und stammt sprachlich aus der Zeit des Wiener Biedermaiers (Johann Nestroy, Robert Schumann, Johann Strauß…). Die weniger zur orientalischen Sprachbreite tendierenden Westösterreicher haben es dann offenbar in eine praktischere Kurzform verwandelt ;-)

  2. kama sagt:

    Zur Hälfte ist der Kramuri – oder Kramasurikasten mit der Hoffnung angefüllt, durch einen Griff das Richtige zu finden. Die andere Hälfte ist so strukturiert wie die Psyche der Besitzer/-innen. Mal chaotisch, mal bürokratisch.

  3. Karl sagt:

    Ich könnte mir vorstellen, pingelige Bürokraten können mit einem Kramurikasten nichts anfangen, die haben schon mit so einem Wort Streß! :-)

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