2 neue Kinderbücher

Buchtitel: Ein Mops, ein Buch. Sir Henry über Möpse und Menschen
Autor: Renate Schramm und Uschi Ackermann
Verlag: Sanssouci Verlag
Erschienen: Februar 2011
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Klapptext:
Möpse sind wieder in der Gesellschaft akzeptiert. „Sir Henry“, bekannt als Charity-Mops und auf roten Teppichen zuhause, wurde 2010 sogar zum „Promi des Jahres“ gewählt. In „Ein Mops, ein Buch“ äußert sich der berühmte Hund frech, bissig und voller Humor zu Themen wie Leinenzwang und Hundemode. Er kritisiert als stolzer Faltenträger Botox, beobachtet Halter und andere Hunde und plaudert die Geheimnisse der Society aus. Die Münchner Journalistin Renate Schramm hat Henry die Pfote geführt, außerdem wurde er liebevoll in allen Lebenslagen porträtiert. Ein Geschenk nicht nur für Freunde des Mopses.

Rezension
In diesem humoristischen Buch, illustriert von Gottfried Müller, erzählt der berühmte Münchner Mops Sir Henry aus seinem Leben unter menschlichen Promis und deren hündischen Begleitern. Sein Motto zu Mopshaltern ist: „Einen Mops besitzt man nicht, man verfällt ihm!“

Rund um aktuelle Geschichten aus der deutschen High-Society, wie zum Beispiel Yuna du Mont Sky du Monts Socken versteckt, wenn sie nicht in seinem Bett schlafen darf, erfährt man auch viel Wissenswertes über Hundecharaktere, Hundeerziehung und Hundeernährung. So gibt es das ganze Buch entlang immer wieder Infokästen, in denen man beispielsweise über Meilensteine der Hundezucht, Hunde in der Literatur oder für Hunde giftige Nahrungsmittel erfährt.
Schonungslos fährt Sir Henry über profitgeile Hundezüchter, prestigesüchtige Hundehalter und unnötige schönheitschirurgische Maßnahmen für die Lebensbegleiter drüber.
Mein persönliches Highlight war „die Kunsthoden für kastrierte Rüden, sollten sie an einem Minderwertigkeitskomplex leiden“!!!
Jaa, das gibt’s, auch schon in Europa!
Es wird kein Geheimnis draus gemacht, dass Sir Henry ein Mops mit all den „Fehlern“ ist, die wir mit Biegen und Brechen unseren Hunden abgewöhnen wollen und oft dran verzweifeln, wie das Schlafen im Bett und das Betteln beim Tisch.
Der Mops beruhigt aber unser Gewissen nachhaltig, indem er uns verrät, warum Hunde oft nicht verstehen, dass wir das oder das von ihnen verlangen.
Während des Lesens wechselt man zwischen Lachkrämpfen und leisen Tränen, zwischen Erstauntheit und Empörung; es ist für jeden etwas dabei!
Menschen, die Hundemenschen nicht verstehen können, empfehle ich dieses Buch genauso wie jenen, für die das Motto „Nicht ohne meinen Hund!“ gilt, denn es lässt sich über den jeweils anderen Menschentyp eine Menge lernen.
Es ist auch eine Bestätigung für Mopshalter, die schon das eine oder andere Mal für ihre Leidenschaft für „Falten mit Stil“ verlacht wurden.

Dieses Buch war für mich das komisch-literarische Highlight des Jahres 2011 und dank Sir Henry werde ich seine gutgemeinten Ratschläge aus meinem Oberstübchen aufrufen, bevor ich meinen Hund wieder schimpfe, weil er beim Spazierengehen einfach nicht daherkommt!

Titel: Die Wippe: Eine Geschichte von Bären und Freunden
Autor: Timo Parvela
Verlag: Hanser Verlag
Erschienen: März 2011
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Klapptext:
Wippen kann man nicht allein. Man braucht jemanden für die andere Seite, am besten einen Freund. Pi der Bär wartet, ob jemand kommt und mit ihm wippt. Doch dann macht er sich auf die Suche. Aber alle haben schon was anderes vor: Der Mond wippt mit der Sonne. Die Rumpel vom Fluss wollen sich lieber streiten, und die Möwelle von der Insel fühlt sich zu alt zum Wippen. Ob Pi es doch einmal bei dem unfreundlichen Nachbarbär versucht? Alleine wippen geht eben nicht … Pi überwindet sich, und es beginnt eine wunderbare Freundschaft. Das neue Kinderbuch des Ella-Autors bietet einen Schatz an kurzen Geschichten, ideal auch als Gutenachtgeschichten zum Vorlesen.

Rezension:
Man wartert auf jemanden, der mit einem wippt. Doch niemand kommt zu Pi, um mit ihm zu wippen. Immer nur zu warten, bringt einen nicht weiter und so mach sich Pi auf die Suche´.
Er trifft Leute, die nicht wippen können oder es (vermeintlich) nicht wollen. Doch er lernt, sich über die Mätzchen derer drüberzustellen, die nicht wollen.
Denn diese sind die, die ihn zum wippen bringen. Ein Buch über Verständnis und Drüberstehens.

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