Die Post bringt allen etwas. Vielleicht.

Landleben so wie es sein soll. Der Briefträger kennt alle Menschen im Dorf, weiß wo sie wohnen, mit wem wer verwandt ist und welchem Broterwerb sie nachgehen; berufsbedingt quasi. Er erkundigt sich, wie es dem Kindern beim Studieren geht, was die etwas weiter weg wohnende Oma so macht. Bei sonnigem Wetter ist er mit dem Fahrrad im Dorf unterwegs, unterhält sich da und dort mit den Postempfängern.

Mit dieser Heimatfilmidylle ist es schon lange vorbei. Die Briefträgerrayone werden immer größer, der Zeitdruck wächst. Manager stellen neue Regeln auf, es wird auf allen Ebenen optimiert. Ob die Briefträger noch Beamte sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Heutzutage hat man oft den Eindruck, als kleiner Individualkunde bringt man zuwenig Geschäft und ist nur wenig willkommen.

Am schrägesten ist aber die Tatsache, dass, wenn eine Adresse nicht genau passt, nichts zugestellt wird oder werden darf. Oft passiert es, dass in Landgemeinden von nur Hausnummern auf Strassenbezeichnungen gewechselt wird, wenn das Dorf wächst. Der Wunschempfänger wohnt dann zwar noch immer im gleichen Haus, die Hausnummer hat sich aber von 2 auf 3 geändert. Und plötzlich kommt der Brief mit Adresse geändert an den Absender zurück. Echt super.

Wenn man das so hört, versteht man schon, wenn eine Konkurrenz zur Post gefordert wird, meint ein verärgerter Spaziergänger.

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