Salzburger Erotikmuseum

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Ganz still und leise ist das Salzburger Barockmuseum, seit 1973 direkt im Südflügel der Orangerie gelegen, nach einem gemeinsamen Beschluss des Gemeinderates und der Landesregierung von 2011 aus dem Gedächtnis der Salzburger verschwunden, die Exponate wanderten in die Tiefen anderer Museen. Zurückgeblieben sind die leerstehenden Ausstellungsräume mit einem Zugang direkt vom weltberühmten Mirabellgarten aus.

Wahrgenommen vom Spaziergänger.

Das war die Situation, die eine findige, aus dem Innergebirg stammende Geschäftsfrau im abgelaufenen Jahr vorfand. Angesichts der Tatsache, das das Museum Erotica in Kopenhagen im Mai 2009 trotz steigender Besucherzahlen zusperrte, hatte sie die Idee, dass so ein Museum auch in Salzburg möglich sein müsste. 

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Nach ersten durchaus positiven Verhandlungen mit der Stadtprosektur in Schloss Hellbrunn stand dem Unternehmen nichts mehr im Weg.  Die zur Zeit im Land heftig diskutierte Finanzkrisensituation tat das ihre dazu, dass man sich vermutlich so schnell dazu entschloss, auf traditionell sichere Einnahmequellen zu bauen. Bevor im kommenden Jahr  die Außensanierung und Innenadaptierung beginnen wird, möchte man so wenig wie möglich Staub aufwirbeln, einzig an der Nordseite des Gebäudes findet man einen dezenten Hinweis auf die kommenden Nutzung.

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Zur Zeit wird der Fundus nach möglichen Exponaten durchforstet, über Ankäufe zum Thema wird intensiv nachgedacht. Eines der wichtigen Werke war vor mehreren Jahren in Salzburg schon zu sehen, damals war Agnes Husslein noch Chefin des Rupertinums (Siebingers Stadtnotizen: Der Streit um die Freiheit der Kunst in Salzburg zur Festspielzeit – Michaela Essler: Der triumphale Männerkörper). Über diverse Leihgaben aus einschlägigen Etablissements der Stadt Salzburg wird verhandelt.

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Speziell die Nachbarschaft zum Schloss Mirabell erscheint optimal für ein Salzburger Erotikmuseum, ließ es doch einst Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für seine Geliebte Salome Alt errichten.

Ausstellungen zum Thema Erotik liegen aktuell im Trend, wie die gut besuchten Ausstellungen in Wien (Leopoldmuseum: nackte männer von 1800 bis heute. 19.10.2012 – 28.01.2013) und Linz (Kunstmuseum Lentos: DER NACKTE MANN 26. Oktober 2012 bis 17. Februar 2013) zeigen.

Das Casting für die Mitarbeiter wird im kommenden Frühjahr stattfinden. Nähere Infos dazu werden noch rechtzeitig veröffentlicht, heißt es aus gewöhnlich gut informierten Kreisen aus dem Schloss Hellbrunn.

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Der Spaziergänger
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6 Kommentare zu "Salzburger Erotikmuseum"

  1. Stanislaus Pschemisl Stanislaus Pschemisl | 17. Dezember 2012 um 21:53 |

    Ach, wenn es doch wahr wäre! In dieser prüden Stadt kann ich mir so ein Museum wirklich nicht vorstellen.

  2. Da bin ich dann aber schon gespannt, ob die bei der nächsten ORF Nacht der Museen auch mitmachen! Auf jeden Fall gefällt mir die Idee, ein derartiges Museum auch in Salzburg zu machen, vielleicht könnte man sogar einen niveauvolle Videothek anschließen.

  3. Da kann man ja direkt ROT werden, vor lauter Vorfreude!

  4. Sapperlott, die trauen sich wirklich etwas! Es lebe die gelebte Erotik in der Stadt Salzburg.

  5. Cordula Auernigg | 28. Dezember 2012 um 12:01 |

    Hat man schon gehört, bis wann mit der Eröffnung dieses Museums gerechnet werden kann? Für mich ist ein Salzburger Erotikmuseum eine geniale Idee, die touristisch gesehen der Stadt eine Menge bringen kann.

  6. Rochus Gratzfeld | 11. Januar 2013 um 21:38 |

    gerne trage ich mit meinen eigenen werken bescheiden zu einer sammlung dieses wunderbaren projektes bei.

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