Honzis der Woche

Salzburgs Finanzlage erfordert drastische Maßnahmen. Zuerst einmal möchte man der Sache künstlerisch begegnen und pflanzt (wie aus gewöhnlich sicherer Quelle vermutet wird) in Anlehnung an das Projekt vom Salzburgmuseum (365 Sonnenblumen für Salzburg – Wilhelm Scheruebl in der Neuen Residenz) im Innenhof der Chiemseehofes vorsichtshalber Kakteen. Ein grüner, selten blühender Ohrwaschelkaktus pro Kalendertag soll kommen. Bei diesen Pflanzen kann die Stadt schon einmal des Wasser zum Gießen einsparen, da sie zumeist in erster Linie in extrem trockenen Landstrichen gedeien. Die Salzburger Regierungsmitglieder können dann Cowboys gleich durch die Prärie schreiten, ähnlich wie John Wayne.

Die Probezeit für die 80 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Westautobahn ist zu Ende gegangen. Sang- und klanglos. Und jetzt wird hin und her gerechnet, ob es Sinn gemacht hat. Die einen hoffen, dass die Luft durch diese Aktion messbar besser geworden ist, die anderen freuen sich, dass sie endlich wieder Gas geben und mit sagenhaften 100 Sachen an der Stadt vorbeibrausen können, wenn´s nicht gerade staut. Wie schön haben es doch die Menschen, für die diese 20 km/h das Ziel der erhofften Träume sind. Beneidenswert. Sollte es messbare Verschutzungseinsparungen geben, darf es wohl kein Problem sein, den 80-iger dauerhaft einzuführen, wenn nicht, sind die 100 km/h auch kein Problem.

Gottseidank können wir Österreicher es uns leisten, für andere Länder an unseren Unis gratis Ärzte auszubilden. Unsere gelebte Toleranz der Fremdsprachigkeit gegenüber, die unsere Vorfahren ja seinerzeit im altösterreichischen Vielvölkerstaat leben durften, ermöglicht es uns auch in Zukunft locker damit umzugehen, dass unser heimischen Ärzte bald DEUTSCH nicht mehr als Muttersprache haben werden. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass der behandelnde Arzt/ Ärztin beispielsweise rumänisch oder griechisch sprechen wird, bei denen zuhause ist die Situation noch schlechter als bei uns und die kommen gerne und arbeiten zu den bescheidenen Arbeitsbedingungen; viele Stunden und karger Lohn.Viele unserer JungärzteInnen wandern ins besser zahlenden Ausland ab, der Großteil der ausländischen Studenten geht wieder nach Hause zurück. Und gibt es dann noch Jungärzte, die über ein zukünftiges Leben als Hausärzte nachdenken, werden denen die Turnusjahre elendiglich lang gemacht. Sie dürfen immer wieder sogenannte Parkmonate auf Fächern, die sie nicht für den Turnus brauchen, absolvieren. Viele bleiben dann doch lieber als Assistenzärzte in den Spitälern und und der Ausbildung in einem Fach hängen. Hausärzte sind mittlerweile Mangelware. Und die Politik neigt die Köpfe und versucht darüber nachzudenken, wie man das Problem des kommenden Ärztemangels lösen könnte. In einer Zeit, in der die 3 Klassenmedizin schon lange angekommen ist: Allgemeine Klasse, Sonderklasse oder man kennt jemanden. Die Wartezeiten für notwendige OPs können sich in den einzelnen Klassen um Jahre unterscheiden, hört man. (kat)

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1 Kommentar zu "Honzis der Woche"

  1. Zäzilia Dottergelb Zäzilia Dottergelb | 23. Mai 2014 um 13:20 |

    Alles ist gut. Beim Augenarzt habe ich einen Kontrolltrmin in einem Jahr bekommen, beim Praktischen Arzt musste ich unlängst 2 Stunden warten. Gott zum Dank bin ich meistens gesund.

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