“Schade um die Silent Disco. Kultur ist nicht immer ganz leise.“

schellhornKulturlandesrat Heinrich Schellhorn: „Kämpfe für eine grundsätzlich positivere Haltung. Wir sind arm, wenn nicht manchmal auch ordentlich gefeiert werden darf.“

Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn bedauert sehr, dass die heurige „Silent Disco“ im Salzburger Volkgarten von einer Versagung der Genehmigung durch das Grundamt der Stadt Salzburg betroffen ist.
Er wolle sich in die Belange der Stadt Salzburg nicht einmischen, versicherte Schellhorn in einem Gespräch mit Bürgermeister Heinz Schaden. Aber als Kulturlandesrat sei er natürlich häufig damit konfrontiert, dass viele Veranstaltungen mit einer gewissen Beeinträchtigung der Ruhe, mit zusätzlichem Verkehr und auch mit einer Abfallproblematik verbunden sind. Er kämpfe grundsätzlich für eine großzügigere und tolerantere Haltung im ganzen Land.

Es gehe einerseits um – bei gutem Willen – lösbare Probleme, und andererseits um eine positivere Grundhaltung, Schellhorn: „Wir sind arm, wenn nicht manchmal auch ordentlich gefeiert werden darf. Bei der Silent Disco geht es um einen vitalen Ausdruck von jugendlicher Musik-, Kommunikations- und Tanzkultur. Es ist schade, wenn so etwas in einer Salzburger Sommernacht nicht auch einmal möglich ist. Die Proteste und die Betroffenheit tausender Salzburger Jugendlicher sind spontan und echt.“

Was für die Prangerstutzenschützen gilt…
Er spreche hier auch als ressortzuständiger Landesrat für Volkskultur. Auch hier komme es immer wieder zu Konflikten. Schellhorn: „Überall auf der Welt wird es bei Festen manchmal ein bisschen lauter. Das muss auch sein dürfen. Es gilt, eine gute Balance zu finden, zwischen dem berechtigten Ruhebedürfnis von Anrainern und kulturellen Bedürfnissen. Es gibt auch einen bösen, missgünstigen und intoleranten Ruheterror, der nicht diktieren darf. Ich setze mich auch dafür ein, dass die Prangerstutzenschützen bei Festtagen es einmal krachen lassen dürfen. Und was für die Prangerstutzenschützen gilt, muss auch für andere (Jugend)Kulturen im Land gelten.“

Der Landesrat hofft sehr auf eine einvernehmliche Lösung zwischen den Veranstaltern und der Stadt, spätestens wieder für das nächste Jahr.“

Presseaussendung:
Dr. Heinrich Breidenbach, Büro Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn
Foto: Land Salzburg/ Andreas Kolarik

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