KTraintinger: Ein trüber Novembertag in Wien

Ein Tag in Wien

Karl Traintinger

Wien ist anders, so steht schon auf den grossen Schildern an der Westautobahn, wenn man die Stadt zum erstem Mal vor sich sieht. Warum diese Feststellung manchen Wienern so wichtig ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe vor über 30-ig Jahren in Wien studiert und komme immer wieder gerne in die Bundeshauptstadt.

Von Karl Traintinger.

Vom Westen kommend fährt man entlang der Wien durch Hietzing in die Stadt. Ich war diesmal mit der Bahn unterwegs, habe in Hütteldorf die Westbahn verlassen und bin dann mit der U-Bahn weiter in die Stadt gefahren. An manchen Stationen bin ich ausgestiegen und habe die „Gegend“ auf mich wirken lassen. Der Hietzinger Kai mit seinen Büro- und Wohnhäusern, die Jugendstil-Stadtbahnstationen oder das Pferdeleberkäs-Würstelstandl haben schon einen ganz speziellen Flair. Der narrische Kastanienbaum in der Strozzigasse lädt zur gutbürgerlichen Mittagsrast ein und abends geht es vom Westbahnhof weg wieder in Richtung Heimat.

Ja, Wien ist anders. Die neue FuZo in der Mariahilferstrasse gefällt mir, die Stassenmusikanten unweit des Museumsquartiers haben etwas leicht Morbides an sich. Sie passen irgendwie zum kalten Novembertag. Vielleicht zieht es mich gerade wegen dieser Stimmung immer wieder nach Wien.

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