Ab und zu kocht die Oma ein Gulasch.

Anna Kirchtag war jahrzehntelang die Köchin und Wirtin im Gasthaus Kirchtag in Arnsdorf bei Lamprechtshausen. Heute ist sie 85 Jahre alt und hilft noch immer aus, wenn es notwendig ist.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Das Gasthaus hat schon lange zugesperrt, der Schlachthof, von Sohn Peter geführt, ist ein kleiner, moderner Familienbetrieb, in dem nur Tiere aus der näheren Umgebung geschlachtet werden. Am einzigen Schlachttag in der Woche wird traditionellerweise für die Mitarbeiter gekocht, in der Regel von der Chefin, ab und zu von der Oma. Stress mag sie keinen mehr, daher gibt es dann ein Gulasch, das sie schon am Vortag zubereitet, es ist ein klassisches Gulasch, wie es nur aus einer guten Wirtshausküche kommen kann.

Die Rindssuppe, die für sie zum Mittagsmenü gehört, ist dann schnell gemacht. Beim Essen ist für die Metzger Selbstbedienung, freilich unter ihrer Aufsicht. Früher hat sie Semmelknödel oder Spätzle zum Gulasch gemacht, das ist ihr jetzt zuviel Arbeit, aber Reis und Semmerl gehen ja auch und sie ist halt nimmer so flink wie früher, hat sie entschuldigend gemeint. Vor ein paar Tagen habe ich die Gelebenheit genutzt und sie um ihr Gulaschrezept gefragt.

Das Gulaschrezept

Man nehme etwa gleich viel Rindfleisch (am besten vom Waden) und Zwiebel.
Die Zwiebel klein schneiden, ich nehme die Gurkenhachel, das geht schneller und schön dunkelgelb anrösten.
Das Gefäß vom Ofen nehmen und ausreichend edelsüßes Paprikapulver dazugeben und mit Essigwasser ablöschen.
Danach das Fleisch dazugeben und unter Rühren weiterkochen.
Einige Knoblauchzenen, Majoran, Salz und Pfeffer dazugeben.
Mindestens 1,5 Stunden köcheln lassen, dabei ab und zu mit Rindssuppe aufgießen.
Vor dem Servieren noch abschmecken.

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