Z´sammentragn und aufgschrie(b)n

Alte Aufnahme von Anthering im Salzburger Flachgau

Gemeinde-Anthering-Hrg+Z-sammtragn-und-aufgschrie-b-m-Wortschatz-der-Antheringer-MundartAutor/in: Gemeinde Anthering (Hrg.)/ Salzburger Bildungswerk
Titel: Z’sammtragn und aufgschrie(b)m. Wortschatz der Antheringer Mundart.
Gewicht: 100 g
Verlag: Gemeinde Anthering, Selbstverlag, 2005. 2. Aufl.
Sprache: Deutsch
Beschreibung: 61 S. Brosch.
Titelfoto: Ziehbrunnen in Schönberg
Zeichnungen: Friedrich Schwarz
Nur mehr mit Glück antiquarisch zu finden.

Anstelle eines Klapptextes:
Vorwort des Antheringer Bürgermeisters

Im Jahre 1996 wurde auf Initiative des Salzburger Bildungswerkes Anthering das Antheringer Mundartbuch „Z´sammentragn und aufgschrie(b)n“ herausgegeben. Nunmehr kommt es durch den ständigen Gebrauch der Mundart sowie den Umfang des herausgegebenen Buches zu einer ergänzenden zweiten Auflage.

In mühevoller Kleinarbeit wurden gebräuchliche Wörter und Ausdrücke gesammelt und unter Mithilfe von Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Anthering textlich erfasst. Besonderer Dank gilt der Bildungswerkleiterin Frieda Aigner – sie ist die Ideengeberin und Initiatorin des Projektes.

Ein Höhepunkt der zweiten Auflage ist sicherlich die Veröffentlichung der „Antheringer Dorflitanei“. Diese beschreibt in lustiger Weise das Antheringer Dorfleben in all seinen nachbarschaftlichen Begebenheiten. Herzlich gedankt sei der Familie Hauser, welche die handschriftlich verfasste „Dorflitanei“ der Gemeinde Anthering zur Verfügung gestellt hat.

Mit dem Erwerb dieser zweiten Auflage haben Sie einen Beitrag zur Erhaltung eines wertvollen Kulturgutes unserer Heimat geleistet. Herzlichen Dank dafür. Mit freundlichen Grüßen Ing. Johann Mühlbacher, Bürgermeister von Anthering

Buchrezension von Karl Traintinger
Nach längerem Suchen habe ich dieser Tage das Büchlein in einem Berliner Antiquariat gefunden und sofort gekauft. Es ist ein Kleinod aus meiner Heimatgemeinde, wahrscheinlich sind viele Dialektausdrücke daraus im ganzen Flachgau bekannt, einige wenige werden auch dorfspezifisch sein. Bei uns zuhause war dieser Dialekt die Umgangssprache, nach der „Schreibe“ haben nur ganz wenige im Dorf gesprochen.Viele Wörter und Redewendungen geraten so nach und nach in Vergessenheit.

Beim Lesen wird aber fast alles wieder geläufig: blengöza – blinseln, boaßln – hageln, derrösch – schwerhörig, fuxn – jemand ärgern, sich ärgern, gwigötzn – quitschen in hohen Tönen, Imp – Bienen, kentln – zündeln, Zä(n) – Ochenziemer.

Viele dieser Ausdrücke kann man erst dann richtig aussprechen, wenn man in der Übersetzung gelesen hat, was gemeint ist. Die fehlende Lautsprache, es sind nur ganz wenige Zeichen angeführt, macht es oft schwierig, alles richtig auszusprechen. Die Bezeichnungen für die unterschiedlichen landwirtschaftlichen Geräte, Fahrzeugteile und auch Arbeiten sind ein Kapitel für sich.

Jeder Liebhaber von Mundart wird seine helle Freude mit dem Buch „Z´sammentragn und aufgschrie(b)n“ haben!

 

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