Zu Besuch in Assmannshausen am Rhein

Jetzt, Mitte März, ist von dem sonst hier herrschenden Massentourismus nichts zu spüren. In Assmannshausen am Rhein. Busse spucken ab und an schon am frühen Morgen Chinesen aus. Das wars dann aber auch. Wenige Kreuzfahrtschiffe machen zu dieser Jahreszeit halt.

Von Rochus Gratzfeld

Es ist beschaulich. Die Stadt ist uralt. Wie der Asbach aus Rüdesheim. Zerschnitten wird sie von der Bahnlinie. Erinnert mich an Bilder aus  Asien. Die Häuser. Backstein und Fachwerk. Mittelalter. Im Zentrum der Wein. Nirgends auf der Welt habe ich je steilere Weingärten gesehen.

Fast senkrecht geht es hinauf und hinunter. Ist Knochenarbeit hier. Der Weinbau. Die Lagen sind weltberühmt. Der Tropfen wird seinem Ruf gerecht. Verwöhnt von vielen Sonnenstunden, umschmeichelt von Vater Rhein.

In den Weinbergen lässt sich trefflich Wandern. Was aber eine Portion Kondition erfordert. Oft geht es steil bergauf und bergab. Jedenfalls dort keine Chinesen angetroffen. Dafür grandiose Ausblicke gehabt. Auf den Fluss, auf Burgen aus Zeiten des Rittertums. Manches erinnert an die Wachau. Hier der Rhein, dort die Donau. Vielleicht ist die Wachau lieblicher, der Rhein robuster. Ist Ansichtssache. Jedenfalls verbindet der Rhein-Main-Donau-Kanal die ähnlichen Regionen. Und an die Donau zieht es mich schon morgen wieder. An den Rhein kehre ich erst im nächsten Jahr zurück. Worauf ich mich freue.

Zur Geschichte von Assmannshausen siehe: http://www.assmannshausen-am-rhein.de/html/geschichte.html

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