Die Schnäppchenjäger

Was gibt es Schöneres als Sonderangebote! Fast das ganze Jahr über kann man auf irgendeiner Auslagenscheibe oder Werbetafel SALE lesen, das deutsche Wort AUSVERKAUF  ist unmodern, oder auf neudeutsch: uncool geworden.

In vielen Geschäften wundern sich die VerkäuferInnen, wenn man auf das Angebotszuckerl 1 + 1 verzichtet, nur weil man mit einem Häupel Salat genug hat, ähnliche Beispiele gibt es viele.

Noch krasser wird es bei den Fleischangeboten, da heißt es dann auf ganzseitigen Inseraten in den Tageszeitungen: „Auf alles Frischfleisch in Bedienung gibt es von Freitag bis Samstag 25%!“. Ich frage mich schon, wie das geht, wer da letztendlich die Rechnung bezahlt. Die Margen in der Landwirtschaft sind in der Fleischproduktion extrem knapp, hört man immer wieder. Massentierhaltung will niemand und doch wird bei den Sonderangeboten zugeschlagen, als ob plötzlich ein Versorgungsnotstand auf uns zukäme. Wenn das Fleisch billig genug ist, wird auch auf die Herkunft weniger geschaut. 

Männliche Milchrassenkälber dürfen beispielsweise in Schottland am ersten Lebenstag aus wirschaftlichen Gründen getötet werden, bei uns sind sie so gesund, dass praktisch nie ein Tierarzt geholt wird. Ich erinnere an die Herodesprämie bei ebendiesen Kälbern bei uns. Wohin verschwinden die männlichen Zicklein? Alle in der Lebensmittelbranche werben mit glücklichen Tieren auf saftig grünen Almweiden, wie schaut es wirklich aus?

Es sollte uns wichtig sein zu wissen, wie die Tiere, die wir konsumieren, gelebt haben, ob es ihnen in ihrem Leben gut ergangen ist. Das hat nichts mit BIO zu tun sondern nur mit dem eigenen Gewissen. (kat)

 

Weiterführende info in der Dorfzeitung
Grillen ist einfach schön.
Herrlich. Weißwürste und Kümmelbraten.
Wegschauen ist bequem.