In Zukunft traben in Liefering die Bullen!

Foto: KTraintinger

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Red Bull hat den Lieferinger Trabrennplatz gekauft. Nach über 100 Jahren muss die Traditions-Trabrennbahn in Salzburg Red Bull´s Fußballakademie weichen!

Von Karl Traintinger.

Dieser Tage berichtete das Salzburger Regionalradio, es wird ernst mit der Bullenakademie. Die geht flöten, was soll´s. Vielleicht kehrt nach dem Zuschlag auch die verwöhnte Profimannschaft der roten Bullen wieder zurück auf die Siegerstraße, im Fußball ist ja bekanntlich alles möglich. Die Trabrennbahn ist Grünland, aber als Sportfläche gewidmet. Da ist es technisch kein Problem, wieder eine Sportstätte daraus zu machen. Die paar benötigten Häuser werden schon den Status von Sportplatzversorgerhütten bekommen, irgendwie geht´s sicher.

Ich persönlich finde es schade, wenn die Pferde verschwinden. Es geht damit wieder ein Stück Kulturgut verloren. Ich weiß schon, mit Red Bull wird in Salzburg alles besser, schöner und was weiß ich noch alles. Die Fuschler Firma lässt auch viel Geld im Land liegen, heißt es, das ist ganz gewiss gut für die Wirtschaft. Die echten und die fast echten Wichtigen feiern im Hangar 7 die Erfolge, dabei sein ist ein gesellschaftliches Statussymbol für so manche, nicht nur aus Salzburg. Es könnte ja einmal etwas abfallen, ein kleiner Posten oder so. Oder man findet sich in Zeitungen mit Promis am Bild wieder, so irgendwie wie, da gehör´ ich schon auch ein bisschen dazu. Die Bullen steigen auch groß in die Medienbranche ein, das Red Bulletin, genial gemacht, ist ein kleines Beispiel dafür. Das Fernsehen folgt demnächst, hört man. Die Bullen sind am Weg zur Omnipräsenz im Land und überall.

Irgendwie ist der Bullenvormarsch schön langsam beängstigend. Immer öfter langsam hat man das Gefühl, dass mit Geld schon sehr vieles wahrscheinlich nicht nur in Salzburg machbar ist. Ein Schelm, wer schlecht darüber denkt. Wer war in Amerika der letzte frei gewählte Präsident?

In Lamprechtshausen ist vor einigen Tagen auf einem Schlachthof ein Stier (Bulle) ausgebrochen und er war fast nicht mehr zu erwischen. Ich habe ihm die neu gewonnene Freiheit vergönnt, war mir aber schon über die Gefährlichkeit der Situation im Klaren. Er wurde letztendlich dann doch geschlachtet und es ist keinem Menschen etwas passiert…

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