Theater ecce – Programmvorschau

Foto: Andreas Hauch, Theater ECCE
Foto: Andreas Hauch, Theater ECCE

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Reinhold Tritscher, der Leiter des Theaters ecce, stellte am Feitag, dem 19.6.2009 das Programm für die kommende Theatersaison vor.

Ein absolutes Großprojekt wird am 10. September im Theater Odeion in Mayrwies Premiere feiern. Auf dem Programm steht Shakespeares „Der Sturm“, die Geschichte über einen Schiffbruch der Schönen und Reichen. Die Mächtigen fallen ins Wasser und die Macht formiert sich neu. Wenn eine bestehende Ordnung zerstört wird, so löst dies großes Chaos aus. Die Parallelen zur Gegenwart sind nicht zu übersehen. Deshalb hat sich Reinhold Tritscher die Frage gestellt: „Wie geht es den Menschen in der Phase der Unsicherheit, der Orientierungslosigkeit, wenn sich Weltbilder und Weltordnungen auflösen.“

Foto: Andreas Hauch, Theater ECCE

Foto: Andreas Hauch, Theater ECCE

Besonderer Wert wird auf die Verbindung von Schauspiel, Akrobatik und Musik gelegt. Ulf Kirschhofer, laut Tritscher „einer der wenigen wirklich ganz großen Künstler der Stadt“ hat die Choreografie übernommen und arbeitet als Akrobatiktrainer bereits jetzt intensiv mit einem großen Ensemble. Man will den Sturm als circensischen Theatertraum mit Mitteln des klassischen Sprechtheaters, des Nouveau Cirque, mit Breakdance-Elementen und natürlich mit Live-Musik umsetzten.

Nachdem im vergangenen Jahr das Märchen „Der nackte König“ von Jewgenij Schwarz bereits für ungetrübtes Theatervergnügen bei Jung und Alt gesorgt hat, bringt man heuer ein weiteres Stück dieses russischen Dichters zur Aufführung. Ab 27. November 2009 steht das Familien-Theaterstück für Kinder ab 6 Jahren „Die verzauberten Brüder“ im Oval im Europapark auf dem Programm. Schwarz hat in der Stalinzeit geheimnisvolle, fantastische Fabeln und kunstvolle Märchen geschrieben. „Die verzauberten Brüder“ aus dem Jahre 1953 ist eine seiner mutigsten und schönsten Geschichten über Kraft, Mut, Ausdauer, das Erwachsenwerden und über die Macht der Liebe.
Diese Produktion ist nicht nur im Oval zu bewundern, sondern auch im Emailwerk Seekirchen und im Kunsthaus nexus in Saalfelden.

Ein besonders interessantes Projekt ist die Aktion „Austritt statt Eintritt“. Damit will man vor allem neues Publikum verführen, völlig risikolos eine Vorstellung zu besuchen. Bei zwei Aufführungen des „Sturms“ dürfen die Besucher nach dem Motto „erst anschauen, dann zahlen“ ihre individuellen Eintrittspreise im Nachhinein festlegen.

Ein großes Anliegen ist Reinhold Trischer der Aufbau einer offenen Plattform zur Bündelung des in Salzburg vorhandenen künstlerischen Potentials. Es soll dies eine erste Anlauf-, Vermittlungs- und Planungsstelle für Workshops, Ausstellungen, Filmprojekte, Tanzprojekte, Theaterprojekte, Schreibwerkstätten etc. werden.

Tritscher wies auch auf die äußerst prekäre Situation des Theaters ecce hin und möchte deshalb einen „Freundeskreis“ aufbauen. Er betonte aber, dass dieser Verein nicht elitär sein solle, sondern offen für jedermann. Natürlich wolle man auch Personen ansprechen, die „Geld haben und bereit sind, es auszugeben“. Ein großes Dankeschön ging an die langjährigen Sponsoren, den Kulturfonds der ERSTE – Salzburger Sparkasse und die Privatbrauerei Josef Sigl, Obertrum.

Man kann dem Theater ecce unter der engagierten Leitung von Reinhold Tritscher und all seinen Künstlern nur viel Erfolg im neuen Theaterjahr und immer ausverkaufte Vorstellungen wünschen.

elipi03
Elisabeth Pichler
Dorfzeitung

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