Reinhardt Sampl. Malen im Lungau

Malkurs bei Prof. Reinhardt Sampl
am 9./10. Oktober 2010

Beim Andlwirt in St. Andrä im Lungau trifft man sich mit viel Vorfreude auf den Kurs mit Reinhardt Sampl. Bis alle eingetroffen sind, bleibt noch ein wenig Zeit für ein zweites Frühstück. Übrigens hat der Andlwirt eine ausgezeichnete Küche, was man am Abend bei einem gemeinsamen „Schofaufbrateln“ testen wird.

Aber spätestens um 10 Uhr erscheint dann auch der „Reinhardt“. Wohin es geht soll, ist schnell besprochen. Man diskutiert noch ein wenig über den störenden Hochnebel – der wird sich schon verziehen meinen die Optimisten, die dann auch Recht behalten sollen.

Jetzt aber ab ins Gebirge. Vor St. Margarethen geht’s Richtung Thomathal. Wo auch schon die erste günstige Stelle erreicht ist. Nach einer kleinen Einschulung wird die Ausrüstung ausgepackt und mit eifrigen Pinselstrichen wird versucht den schönen Lungau auf Papier festzuhalten – mit unterschiedlichen Ergebnissen. Kleine Tipps des Meisters helfen dann manchmal das Bild noch etwas aufzubessern. Oder man startet einen neuen Versuch.

Nachdem sich alle ausgetobt haben geht’s weiter nach Schönfeld, wo atemberaubende Zirbenwälder die Moor-Landschaft zieren. Mir viel roten Farbtönen versucht man den Augenblick festzuhalten. Vor lauter Schönheit übersieht man wie die Zeit vergeht. Nur das ansteigende Hungergefühl erinnert immer mehr, dass man sich auf den Andlwirt freuen kann..

So ist man sich dann auch schnell einig, es für heute sein zu lassen und sich den wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden – dem „Schofaufbrateln“. Einige, die dem „Braten“ nicht ganz trauten und sich ein „Sicherheitsessen“ bestellt haben, meinten dann doch zögerlich, etwas versäumt zu haben. Kein Wunder angesichts des im Reindl dahinbruzelnden „Schofs“ umrankt von goldgelben knusprigen Eachtlingen.
Der Abend war noch lang – die Nacht aber trotzdem lang genug um pünktlich um 10 Uhr auf die Ankunft des großen Meister zu warten.

Wieder war es schnell entschieden und man fuhr bei Mariapfarr in die Berge, bangend ob sich der Nebel heute auch verziehen würde. Es dauerte nicht lange und schon konnte man im strahlenden Sonnenschein seine Verbesserungsvorsätze vom Vortag umsetzen, allerdings um festzustellen, dass eine Nacht (und keine Schofaufbrateln) keine Künstler hervorbringt…

Trotzdem war die Freude ungebremst. Und jeder der Teilnehmer blickt stolz auf die bunten Blätter die meist am Boden zum Bestaunen herumlagen. Und man war sich sicher, dass man schon sehr gut war, und dass man wieder einen Kurs beim alten Meister im schönen Laungau absolvieren wird.

Hermann Mayer, Malkursteilnehmer


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