Ehrenring der Universität für Brita Steinwendtner

Die Universität Salzburg würdigt die außerordentlichen Verdienste der österreichischen Schriftstellerin Dr. Brita Steinwendtner mit der Verleihung des Ehrenringes in Gold. Als Leiterin der Rauriser Literaturtage verschaffte sie diesem Literaturfestival internationale Anerkennung. Im Rahmen der Festveranstaltung hielt Steinwendtner den Vortrag „Ein Plädoyer für die Literatur oder die Silhouetten blauentfernter Engel“. Das war der Auftakt ihrer Vorlesung „Innenleben freisetzen“. Gegenwartsliteratur: Menschen – Bücher – Filme, die sie im aktuellen Wintersemester an der Universität Salzburg hält.

„Steinwendtner hat die literaturwissenschaftliche Forschung der Universität Salzburg in die Rauriser Literaturtage einbezogen und dadurch die Präsenz und das Ansehen der Universität im zeitgenössischen literarischen Leben gefördert“, lautet die Begründung der Universität für die Auszeichnung. Seit 1990 leitet sie dieses renommierte Literaturfestival und ist sowohl für das Programm und die thematischen Schwerpunkte als auch für die internationale Zusammenstellung der Jurys für den Rauriser Literaturpreis verantwortlich. Schon 2006 wurde Steinwendtner für ihre Tätigkeit mit dem Preis des Kulturfonds der Stadt Salzburg und 2007 mit dem Buchpreis der Salzburger Wirtschaft ausgezeichnet.

Foto: v.l.n.r.: Laudator Universitätsprofessor Michael Fischer, Rektor Heinrich Schmidinger, Dr. Brita Steinwendtner, Laudator Universitätsprofessor Karl Müller. Fotonachweis: Scheinast.

Brita Steinwendtner wurde 1942 in Wels geboren und lebt als Autorin, Regisseurin und Feuilletonistin in Salzburg. Steinwendtner promovierte an der Universität Wien bei dem Historiker Friedrich Engel-Janosi über ein geschichtsphilosophisches Thema der europäischen Aufklärungsbewegung. An der Universität Salzburg begegnete sie Universitätsprofessor Walter Weiss, der einen Paradigmenwechsel in der germanistischen Literaturwissenschaft einleitete, welcher sie nachhaltig prägte. Mit dem an den Universitäten Wien, Paris und Salzburg erworbenen Wissen war sie fast 30 Jahre lang (1972-2000) für den ORF und europäische Sender, für das Radio und Fernsehen tätig. Sie arbeitete auch bei zahlreichen Literatur-Hörfeatures und TV-Portraits und publizierte rund 20 essayistische Arbeiten als Buch oder Aufsatz. Darüber hinaus schrieb sie wissenschaftliche Prosa, Gedichte, Erzählungen und Romane („Hiobs Klage heute“ 1990, „Rote Lack’n“ 1999, „Im Bernstein“ 2005, „Jeder Ort hat seinen Traum. Dichterlandschaften“ 2007. Ihr letztes Buch beschäftigt sich mit der bedrängenden Beziehung zwischen Alfred Kubin und Emmy Haesele: „Du Engel Du Teufel“. Emmy Haesele und Alfred Kubin – eine Liebesgeschichte 2009). Lehrtätigkeiten an der Universität Salzburg, Vilnius und eine Gastprofessur an der Washington University in St. Louis/Missouri runden ihre umfassende Tätigkeit ab.

Vorlesung

„Innenleben freisetzen“. Gegenwartsliteratur: Menschen – Bücher – Filme.

Erster Vortrag: „Ein Plädoyer für die Literatur oder die Silhouetten blauentfernter Engel“ im Anschluss an die Verleihung des Ehrenringes am 21. 10., 18.30 Uhr, Bibliotheksaula, Hofstallgasse 2-4. Alle weiteren Vorlesungen: jeweils Do: 4.11.; 11.11.; 25.11.; 2.12.; 13.1. jeweils von 16.00-19.30 Uhr im HS 311, Akademiestraße 20.

Mag. Gabriele Pfeifer

Leitung Public Relations  und Kommunikation
Universität Salzburg

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