Bernhard Müller: Denk ich an Heimat

21. Dezember 2010 | Von | Kategorie: FOTOMANIUM

Der Salzburger Fotograf Bernhard Müller hat für das Straßenbuch von APROPOS “Denk ich an Heimat” die Porträtfotos gemacht. Der Fotograf hat die abgebildeten Menschen gebeten, die Augen zu schließen und an ihre Heimat zu denken. Es ist eine Serie von hervorragenden Schwarzweißbildern entstanden, die durch ihre Sensibilität und Aufrichtigkeit berühren. Für einen kurzen Moment, einen verträumten Augenblick, sind die Wahlsalzburger irgendwo und man hat den Eindruck, sie sind genau dort sehr glücklich. Und genau das transportieren die Bilder, behutsam, aufrichtig, nichts anklagend. Beim Betrachten der Fotoarbeiten man hat das Gefühl, dass die Menschen gerne an die Heimat denken, sich aber in ihrer jetzigen Lebenssituation wohl fühlen, eine neue Heimat gefunden haben; denn nur mit diesem Bewusstsein, sind solche Fotos möglich.
(Karl Traintinger)

Bernhard Müller:
Geboren 1963 in Rosenheim/Oberbayern. Ausbildung zum Fotografen.
Seit 1989 freischaffender Photodesigner und Kunstphotograph, lebt und arbeitet in Salzburg.
Partner bei fokus visuelle kommunikation

Das Buch ist bei den Straßenverkäufern von APROPOS in Salzburg und im Buchhandel erhältlich.
Link zur Buchbesprechung in der Dorfzeitung >


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Ein Kommentar auf "Bernhard Müller: Denk ich an Heimat"

  1. h.rogra sagt:

    wundervolle arbeiten. die meisten der abgebildeten personen sind mir/ uns bekannt. deshalb.
    haben wir in diesem jahr das buch als weihnachtsgeschenk für. ausgesucht.
    meine/ unsere anerkennung an die menschen. die sich haben portraitieren lassen.
    an den fotografen. der mehr als einen job gemacht hat. weit mehr!
    professionell. sensibel. überzeugend.
    deshalb auch meine/ unsere reflektionen zur weihnacht 2010.
    so persönlich, wie die fotografien.
    so persönlich, wie das buch.

    Über uns und mich. Weihnacht 2010

    Nein, wir sind nicht reich. Wirklich nicht.
    Aber. Wir haben „unser täglich Brot“ und mehr. Auch Luxus.
    Und das ist. Ist viel.

    In einer Zeit, in der breiten Schichten der Bevölkerung die Verarmung droht.
    In einer Zeit, in der das europäische Sozialstaaten-Modell aufgegeben wird.
    Zugunsten Profit- und Machtgier.

    In einer Zeit, in der der Begriff Fremde(r) wieder zum allgemeinen Wortschatz gehört.
    In einer Zeit der Ausgrenzungen.

    Nein, wir sind nicht reich. Wirklich nicht.
    Wir sind unendlich reich!

    In uns. Miteinander.
    Bei guter Gesundheit. Geistig und körperlich.
    Bei Aufgaben, die uns fordern.
    Bei Erfahrungen. Guten und schlechten.
    Bei einem Leben in multi-kultureller Vielfalt, die Frau Merkel abgeschrieben hat.
    Und ein Herr Strache verteufelt. Hier. In Österreich. In Heimat. Die ist, wo wir leben. Heimat.
    Jetzt gerade. Hier in der Lombardei.

    Wir sind unendlich reich.
    Und doch. Haben Angst. Vor den Entwicklungen.
    Vor dem europäischen Ruck nach rechts.

    Wie sagte der altkatholische Priester in seiner Predigt zum 1. Advent in der Kapelle des Schlosses Mirabell: „Begreifen wir die Herausforderungen des Alltags als Modelle.
    Als Modelle für ein besseres Morgen.“
    Wir sind unendlich reich.
    Wir haben Heimat. Hier oder anderswo.

    Rochus Gratzfeld und Sonja Schiff

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