Der Bürmooser Skulpturenpark

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Der Skulpturenpark wurde 2003 anlässlich des 40. Bestandsjahres vom Miele-Werk Bürmoos in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Hauptschule Bürmoos gestaltet. Die Edelstahlplastiken entstanden unter der Anleitung von Prof. Karl-Heinz Schönswetter.

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Kunstschaffende waren: Robert Bichler, Margit Gell, Claudia Maierhofer, Daniela Oberrainer, Maria Perschl, Leonhard Prommegger, Helmut Stegbuchner.

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Die Skulpturen sind ein Ausdruck der Verbundenheit unserer WerkerInnen mit Werkstoff und Arbeitsplatz. (Miele)

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Der Bürmooser Skulpturenpark ist in der Zwischenzeit einem Parkplatz gewichen. Der Platz mitten im Dorf ist offensichtlich zu wertvoll, um ihn auf Dauer der Kunst zu widmen. Ob die Skulpturen eine neue Heimat gefunden haben, ist mir nicht bekannt, meint ein Bürmooser Spaziergänger.

Dorfzeitung:
Der Bürmooser Dorfbrunnen des Zoltan Pap >
Dieser Brunnen stand einmal vor dem Gemeindeamt und wird zur Zeit irgendwo (?) sicher verwahrt. Er gehört auf jeden Fall zur Bürmooser Kunstsammlung.




Die neue „Moorbahn“ von Bürmoos nach Roding

Zug in Roding 2015

Vor einigen Tagen wurde die „Moorbahn“, das neue Anschlussstück der Salzburger Lokalbahnen in das angrenzende Innviertel feierlich eröffnet. Leider war die Dorfzeitung nicht eingeladen, so können wir nicht über die Eröffnungsfeier ansich berichten, Bilder von der Bahn in der bilderbuchartigen Landschaft des nördlichen Flachgaues möchten wir unseren Lesern dennoch nicht vorenthalten.

Vom Spaziergänger.

Eingesetzt werden ältere ÖBB Eisenbahngarnituren, es sollte für den Anfang einmal reichen, hört man aus gewöhnlich gut informierten Kreisen. Angeschlossen an das Eisenbahnnetzt ist vorerst  Roding bei St. Georgen, geplant ist eine zudem Weiterführung bis nach Moosach, St. Pantaleon und letztendlich bis hinaus zum Höllerer See, der so touristisch besser erschlossen werden würde.

Für den Pendlerverkehr in die Großräume sollen noch einige Eisenbahngarnituren angeschafft werden, falls es erforderlich wird. Erfreulich, dem Spaziergänger wurde von kompetenter Stelle mitgeteilt, dass die Finanzierung der Moorbahn gesichert ist, in der heutigen Zeit ist das ja fast schon eine Ausnahme. Ermöglicht wurde dies durch großzügige Zuwendungen von privater Hand.

Weitere Infos zum salzburger Eisenbahnnetz:
Die „Gelbe Elektrische“ feiert Geburtstag! >




Eine Hauptstadt für den Salzburger Flachgau!

Der Flachgau hat etwas über 1000 Quadratkilometer Fläche und knapp 150000 Einwohner. Und keine eigene Hauptstadt. Und das soll sich hoffentlich bald ändern, heißt es aus politisch gut informierten Kreisen. Es müssen Denkmäler geschaffen werden, meinen andere Personen des öffentlichen Lebens.

spazier_kopfVom Spaziergänger

Die nächste Frage ist dann: „Wo soll sie hinkommen, die neue Bezirkshauptstadt?“  Im Flachgau gibt es 37 Gemeinden, darunter drei Städte und sechs Marktgemeinden und so wie immer, ist alles möglich.

Fakt ist, die aktuelle Lösung: der Verwaltungssitz des Bezirks befindet sich in der Landeshauptstadt Salzburg, die selbst dem Bezirk nicht angehört, ist eigentlich untragbar. Die Wertschöpfung muss zukünftig im Flachgau bleiben, heißt es von den Entscheidungsträgern.

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Cartoon by seli

Es gibt viele Denkansätze für die Auswahl, drei interessante Kandidaten möchten wir hier in alphabetischer Reihenfolge vorstellen.

Bürmoos
Die moderne Industriegemeinde hat eine kurze, überschaubare Geschichte, ist politisch eindeutig zuordenbar (14 SPÖ, 2 ÖVP, 3 FPÖ, 2 Grüne) und lebte schon immer von der Zuwanderung. Schon zu Ignaz Glasers Zeiten gab es Torfstecher aus Italien, die Glasbläser kamen aus der ganzen K&K Monarchie. Bürmoos besitzt ein Museum, in dem die Geschichte präsentiert wird und ein Lager für aktuell nicht ausgestellte Kulturgüter. (Bürmoos in der Dorfzeitung)

Mattsee
Die Fremdenverkehrsgemeinde ist eine der ältesten, beschriebenen Siedlungen in Salzburg, politisch etwas inhomogen (11 ÖVP, 3 SPÖ, 3 Grüne, 2 FPÖ[2]) und mit Anton Diabelli Heimat eines bedeutenden österreichischen Komponisten. Ein besonderer Trumpf im Rennen um die Bezirkshauptstadt ist die Tatsache, dass man von hier am schönsten die Windräder im angrenzenden Oberösterreich sehen kann.

Windräder konnten sich bis jetzt in Salzburg nicht durchsetzen, es gab nur einmal ein ehrgeiziges  Projekt in der Stadt Salzburg, das letztendlich dann aber doch kurz vor dem Bau verhindert wurde. (Mattsee in der Dorfzeitung)

Strobl
Die Fremdenverkehrsgemeinde liegt am Wolfgangsee, schon fast im Salzkammergut, ist politisch schwierig (11 ÖVP, 5 SPÖ, 2 FPÖ, 3 GRÜNE[2]) hat aber den großen Vorteil, dass es fast neben Bad Ischl liegt und somit einen direkten Bezug zum alten Kaiser, Gott hab´ ihn selig, hat.

Die Verbindung zum Kaiser ist deshalb interessant, weil in Salzburg 1994 mit der Bürgermeisterdirektwahl quasi die Dorfkaiser wieder installiert wurden. Demokratiepolitsch war das eine sehr schwierige Entscheidung, offensichtlich hat sich jemand dadurch einen machtpolitischen Vorteil erhofft. (Strobl in der Dorfzeitung)

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Der Termin für eine Abstimmung zu diesem Thema ist noch nicht fixiert, die Diskussion wird spätestens vor den nächsten Wahlen wieder beginnen. Die Flachgauer Politprominenz nimmt Wünsche und Anregungen zu diesem Thema sicherlich jetzt schon entgegen!




Eine Ortsumfahrung für Lamprechtshausen

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Vor einigen Tagen hat im Turnsaal der Volksschule in der Gemeinde von Lamprechtshausen eine sehr gut besuchte Podiumsdiskussion stattgefunden. Das Dorf im Norden des Salzburger Flachgaues bräuchte eine Umfahrung. Viele Besucher waren gekommen und alle wollten hören, wie es in dieser Sache nun tatsächlich ausschaut.  Wann endlich wird der LKW-Verkehr weniger? Gibt es eine berechtigte Hoffnung?

Der Spaziergänger berichtet.

Nach einigem politischen Hin und Her stellte der zuständige Landesrat Hans Mayr fest, dass in Salzburg in absehbarer Zeit kein Geld für die Realisierung einer Umfahrung zur Verfügung stehen wird. Die Kommentare der Fraktionsführer der örtlichen Parteien dazu waren inhaltlich bescheiden, was sollten sie auch sagen. Der gemeinsdame Tenor war: Zuerst einmal muss der tatsächliche Verkehr exakt erhoben werden, denn bis dato gibt es keine zuverlässigen aktuellen Zählungen. Wieviele LKW´s kommen von woher und fahren wohin, welcher Anteil an Verkehrsbewegungen ist hausgemacht, und so weiter und so fort.

Als erste kurzfristige Maßnahme muss der Transitverkehr der Mautflüchlinge gestoppt werden. Es gibt dazu mehrere Denkansätze, alle laufen letztendlich auf ein Madigmachen der Freude an der Durchfahrt durchs Dorf  (verschärfte Kontrolle der LKW´s, Slowdown-Maßnahmen, etc.) hinaus.  Das könnte vielleicht funktionieren, vom Wirkmechanismus hängt das aber eher nicht mit einer zukunftorientierten Verkehrsplaung, sondern vielmehr mit dem allbekannten Florianiprinzip zusammen.  Aber schauen wir, was kommt.

Kein Thema des Abends, obwohl strassenplanungstechnisch vielleicht durchaus interessant, war, dass in den letzten Jahren in Lamprechtshausen die Möglichkeiten für wahrscheinliche Umfahrungen durch diverse Gebäudeneubauten und Gewerbegebietserweiterungen nicht gerade größer geworden sind.  Außer natürlich, man arbeitet listigerweise auf eine der großen Lösungen hin: Untertunnelung von Holzleiten nach Schwerting, eine Brücke von Arnsdorf nach Furkern, die große Westvariante über Bürmoos und St. Georgen oder die kleine Ostvariante über Michaelbeuern und Nußdorf. Die Entscheidungen der Götter sin oft undurchschaubar.

Eine der wichtigsten Aussagen des Abends war, dass Lamprechtshausen erfreulicherweise über eine schöne freie Budgetspitze verfügt. Ein gutes Wirtschaften hat dies ermöglicht, wie Bürgermeister Griessner betonte. Jetzt darf man gespannt sein, wie sich das im kulturellen Leben im Dorf niederschlägt, freuen wir uns darauf. Normalerweise heißt es ja immer, leider hat die Gemeinde kein Geld …

 




Salzburger Erotikmuseum

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Ganz still und leise ist das Salzburger Barockmuseum, seit 1973 direkt im Südflügel der Orangerie gelegen, nach einem gemeinsamen Beschluss des Gemeinderates und der Landesregierung von 2011 aus dem Gedächtnis der Salzburger verschwunden, die Exponate wanderten in die Tiefen anderer Museen. Zurückgeblieben sind die leerstehenden Ausstellungsräume mit einem Zugang direkt vom weltberühmten Mirabellgarten aus.

Wahrgenommen vom Spaziergänger.

Das war die Situation, die eine findige, aus dem Innergebirg stammende Geschäftsfrau im abgelaufenen Jahr vorfand. Angesichts der Tatsache, das das Museum Erotica in Kopenhagen im Mai 2009 trotz steigender Besucherzahlen zusperrte, hatte sie die Idee, dass so ein Museum auch in Salzburg möglich sein müsste. 

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Nach ersten durchaus positiven Verhandlungen mit der Stadtprosektur in Schloss Hellbrunn stand dem Unternehmen nichts mehr im Weg.  Die zur Zeit im Land heftig diskutierte Finanzkrisensituation tat das ihre dazu, dass man sich vermutlich so schnell dazu entschloss, auf traditionell sichere Einnahmequellen zu bauen. Bevor im kommenden Jahr  die Außensanierung und Innenadaptierung beginnen wird, möchte man so wenig wie möglich Staub aufwirbeln, einzig an der Nordseite des Gebäudes findet man einen dezenten Hinweis auf die kommenden Nutzung.

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Zur Zeit wird der Fundus nach möglichen Exponaten durchforstet, über Ankäufe zum Thema wird intensiv nachgedacht. Eines der wichtigen Werke war vor mehreren Jahren in Salzburg schon zu sehen, damals war Agnes Husslein noch Chefin des Rupertinums (Siebingers Stadtnotizen: Der Streit um die Freiheit der Kunst in Salzburg zur Festspielzeit – Michaela Essler: Der triumphale Männerkörper). Über diverse Leihgaben aus einschlägigen Etablissements der Stadt Salzburg wird verhandelt.

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Speziell die Nachbarschaft zum Schloss Mirabell erscheint optimal für ein Salzburger Erotikmuseum, ließ es doch einst Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau für seine Geliebte Salome Alt errichten.

Ausstellungen zum Thema Erotik liegen aktuell im Trend, wie die gut besuchten Ausstellungen in Wien (Leopoldmuseum: nackte männer von 1800 bis heute. 19.10.2012 – 28.01.2013) und Linz (Kunstmuseum Lentos: DER NACKTE MANN 26. Oktober 2012 bis 17. Februar 2013) zeigen.

Das Casting für die Mitarbeiter wird im kommenden Frühjahr stattfinden. Nähere Infos dazu werden noch rechtzeitig veröffentlicht, heißt es aus gewöhnlich gut informierten Kreisen aus dem Schloss Hellbrunn.




Weihnacht in Oberndorf/ Salzach

Leise trällern Weihnachtslieder aus den Lautsprechern im Obendorfer Stille Nacht Bezirk, die Buden am Weihnachtsmarkt eröffnen gerade, es ist früher Vormittag.  Eigentlich trübt nur der fehlende Schnee und die nicht klirrende Kälte die vorweihnachtliche Stimmung.

Gegen den 24. Dezember zu hat man dann schon Schwierigkeiten, als Individualreisender, zwischen den Autobusgruppen in die Kapelle zu gelangen; zu dicht drängen sich die interessierten Besucher. Will man einigermaßen Ruhe bei der Besichtigung haben, sind meist die späten Abendstunden besser, wenn die Bustouristen schon irgendwo gemütlich beim Abendessen sitzen, meint ein regelmäßig nach Oberndorf zurückkehrender Spaziergänger, der den Rummel zwar nicht mag, ihn aber doch in Kauf nimmt, und sei es nur, weil er auf ein adventliches Schnäpschen beim Bruckmoser aus Stockham/ Lamprechtshausen vorbei schaut, und oder beim Drechsler Peter Lustig aus Bürmoos, mit den besten handgemachten Kreiseln weit und breit.

Infos aus Oberndorf finden Sie HIER>
Stille Nacht Museum Arnsdorf >




Der Weihnachtsmann hat das Christkind abgelöst!

Der Weihnachtsmann hat heuer das Christkind abgelöst. Im Zeichen der Schuldenbremse kann man ein funkelndes und glitzerndes Christkind nicht brauchen, da hat schon ein einfach rot-weiß gekleideter Weihnachtsmann bessere Chancen, ernst genommen zu werden.  Und bitterer Ernst ist notwendig, wenn man sich das Unwort des Jahres,  „Schuldenbremse“, auf der Zunge zergehen lässt.

In Wirklichkeit ist der Eiertanz unserer Politiker nicht mehr auszuhalten, frustrierender Weise ist sogar die politische Farbe der Akteure nur Nebensache. Da haben die Parlamentarier vor nicht all zu langer Zeit, als sie um Wählerstimmen buhlten unser Geld mit beiden Händen beim Fenster hinaus geworfen und jetzt, auf  einmal, soll es in der Verfassung stehen, dass sie auf  Bürgers Kosten sparen müssen, weil es so nicht weiter gehen kann.  Offensichtlich sind sie sich noch immer nicht im Klaren darüber, dass es schön langsam eng wird, mit dem Geld. Noch können sie ja mit dem Finger auf Griechenland zeigen, die Damen und Herren,  aber schön langsam sollten kreative Vorschläge zur Budgetsanierung kommen, wenn es nicht auch bei uns in den Graben gehen soll.  Man darf gespannt sein, ob ihnen mehr als eine Steuererhöhung einfallt, oder nicht.  Mir schwant Grausliches.

Auch mit dem Euro ist es so eine Sache.  In Europa wird er schlecht geredet, die Amerikaner schauen skeptisch und besserwissend über den großen Teich zu uns herüber, obwohl sie ursächlich am Finanzproblem beteiligt waren und sind.  Vielleicht sollte unsere Regierung zur Aufrechterhaltung der Liquidität nach Amimethode auch den Schuldenrahmen erhöhen und Geld nachdrucken?

Wenn man genauer hinschaut, ist es beschämend, was uns unsere großen Vorbilder vorleben,
meint ein frustrierter weihnachtlicher Spaziergänger.




Nachruf auf einen entleuchteten Pinzgauer Christbaum

„Am Weihnachtsbaum, die Lichter brennen“, heißt in einem wunderschönen alten Weihnachtlied, das in vielen Häusern am Heiligen Abend von Familen gesungen wird; oft spielen Kinder dazu auf ihren Musikinstrumenten. Es ist heimelig, mit strahlenden Augen erwarten die Kinder ihre Geschenke.  Es durftet allerorts nach heißem Kinderpunsch und  Weihnachtsgebäck.

Diesem friedvollen Weihnachtsglück innergebirg konnte sich auch die Verbund-Tochter APG nicht entziehen und enschloss sich kurzerhand, sich am vorweihnachtlichen Treiben zu beteiligen. Was lag näher, als einen Christbaum im öffentlichen Raum zu spenden. Gedacht, getan. Auf dem Grundstück des Maximarkts Bruck stand ein riesiger Strommast, der kurzerhand mit Lichterketten geschmückt wurde und um das dritte Advetwochenende jedermann und jederfrau erfreute.

Und dann kamen sie, die Schiachperchten und Tauerngeister, und schimpften und waren empört darüber, dass so etwas nicht geht. Wo kämen wir dahin, wenn plötzlich jeder seine Strommasten beleuchten dürfte, hieß es. Womöglich würde sogar jemand auf die Idee kommen und eine eigene 380-kV-Leitung  quer durch das Land bauen, um möglichst viele Leuchtchristbaummasten zu haben, das geht doch auf keine Kuhhaut, das kann doch nicht wahr sein!

Und so kam, was kommen musste, der schöne Christbaum wurde finster, entleuchtet, ganz einfach abgedreht. Brennende Kerzen waren sowieso nicht im Spiel. Umgeschnitten wurde er nicht, er wird wahrscheinlich auch nicht entsorgt werden.

Aber geleuchtet hat er schon schön, meint der Spaziergänger, der sich auch heuer wieder eine kleine Salzburger Fichte aufstellen wird.  Auf diesen heimatlichen Bäumen braucht man auch nicht so viel aufhängen, weil sie eher weniger Äster haben. So dicht wie die Nordmanntannen sind sie Gottseiddank nicht. So ist es halt.


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Vergessene Stolpersteine in Holzhausen?

Im Jahre 1997 wurden in Holzhausen in der Gemeinde St. Georgen bei Salzburg Stolpersteine für zwei ermordete Zeugen Jehovas verlegt. Heuer, im Jahre 2011 kam es zu einer umfangreichen Straßen- und Gehsteigerneuerung, die ihresgleichen in einem Dorf sucht. Man könnte von einer gelungenen Investition in die Verkehrssicherheit sprechen, die sich die Flachgauer Gemeinde auch etwas kosten ließ. Im Zug dieser Bauarbeiten hätten sich auch die Stolpersteine optimal einbauen lassen, könnte man meinen.

An einer Hofeinfahrt zum Schmiedbauer im Bereich des Gehsteiges an der Holzhausener Straße waren die 2 Stolpersteine 1997 verlegt worden, die zur Zeit nicht mehr da sind. Ich frage mich, was ist da los? Ich denke einmal positiv, wahrscheinlich werden sie demnächst im Zuge einer groß angelegten Gedenkveranstaltung neu verlegt werden,

meint ein die Stolpersteine vermissender Spaziergänger.

Info:
Stolpersteine in der Dorfzeitung >


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Erwin Wurm gewinnt AVA Preis

Beim diesjährigen Zuchtwettbewerb für überproportionale Gemüsesorten der AVA (Agrarverein Austria) geht der Preis für an Erwin Wurm, der es verstanden hat, bis zu 2,5 m große Gurken zu produzieren. Die Salzburg Groundation ehrt den Gewinner mit einer Ausstellung im Festspielbezirk, zwar nach den diesjährigen Festspielen, aber doch am besten Standort der Mozartstadt. Die Gurke (Cucumis sativus) gehört zur Gattung der Gurken aus der Familie der Kürbisgewächse.  Sie zählt zu den wichtigen Gemüsesorten, über eine wirtschaftliche Verwendung der Riesengurken wird nachgedacht, die Wissenschaft ist dabei, die Gene, die für das enorme Wachstum verantwortlich sind, zu bestimmen. Gelingt dies, könnten Feldversuche gestartet werden,  heißt es aus gewöhnlich gut informierten Kreisen aus der Schlossverwaltung.

Es ist dies äußerst interessant, meint ein vorbeikommenden Spaziergänger, der irrtümlich geglaubt hat, bei den Gurkerln könnte es sich um ein neues Kunstwerk der Salzburg Foundation handeln.




Kurz und bündig

Cartoon by Honzi

Der 24-jährige Sebastian Kurz ist der neue ÖVP Integrationsstaatssekretär. Er hat es sich verdient, wirklich. Einen Namen hat er sich im letzten Wienwahlkampf gemacht, als er im dicken SUV, dem „Geil-o-Mobil“, durch die Bundeshauptstadt flanierte und glaubte, wichtig zu sein. Seine einzige Leistung war es, sich halb rechts zu positionieren. Da hat er vermutlich auch seine Integrationserfahrungen gemacht. Wahlergebnismäßig war die Stimmenschlacht in Wien für die ÖVP eher nicht berauschend.

Aber er hat es geschafft und Wien hinter sich gelassen. Er darf in Zukunft Österreich repräsentieren und für das Land arbeiten. Die ÖVP ist mit seiner Nominierung wieder ein Stückchen unwählbarer geworden, damit können die Schwarzen offensichtlich gut umgehen. In vielen Berufen ist man mit diesem Alter noch lange nicht mit der Ausbildung fertig, es ist auch Erfahrung gefragt; in der Spitzenpolitik ist das offensichtlich anders. Da kann immer jeder alles. Tragisch ist nur, dass die finalen Versorgungsposten immer früher bezogen werden. Ich möchte schon lange einmal einen Blinddarm beim Menschen operieren, vermutlich kann ich das, denn während meines Studiums, ich bin Chinesiologe, habe ich einmal einen Sommer lang in einer Würstchenbude gejobbt und da kamen öfter Ärzte vom nahe gelegen Spital vorbei und einer hat einmal von Blinddarm erzählt.

Ich bin auch für Jugend an die Macht, meint kopfschüttelnd der Spaziergänger, aber ich möchte auch sichergehen, dass bei einer OP der Blinddarm auch als solcher erkannt und fachmännisch entfernt wird. Und das kann ich mir beim Herrn Kurz nicht vorstellen.




Die Lachmöwe, ein neuer Speisevogel im Flachgau

Nach längerer Zeit ist im nördlichen Flachgau die Population der Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus, Syn. Larus ridibundus) groß genug geworden, sodass die Vögel bejagd werden können. (Siehe auch Schonzeitentabelle in den Verordnungen zum Jagdgesetz) Erste Schießversuche gab es bereits im letzten Frühling (ORF-Bericht), es wurden über 300 Tiere erlegt. Von Seiten der Jägerschaft wird noch überlegt, was die offizielle Jagdtrophäe bei den Möwen werden soll, andiskutiert wurden Federn.

Einen wesentlichen Beitrag zur Populationsvermehrung leistete das Vogelparadies Weidmoos, ein von den Anrainergemeinden, dem Land und der EU getragenes Vogelschutzprojekt. Kannte man in früheren Jahren die Möven nur im Winter aus der Stadt Salzburg, so findet man sie heute in riesigen weißen Scharen das ganze Jahr über auf den Feldern im nördlichen Flachgau. Mittlerweile gibt es mehr als 700 Brutpaare, hört man von Kennern des Weidmooses (Info: Lachmöwen – Fluch oder Segen)). Auch zahlreiche sehr seltene Vogelarten sollen sich nach der Meinung von Fachleuten in großen Möwenkolonien wohl fühlen.

Kulinarisch ist die Möwe irgendwo zwischen Stubenkücken, Wachtel und Taube (Chefkochsuche) einzuordnen. Bei den örtlichen Wirten wird die Möwe höchstwahrscheinlich ab kommenden Herbst auf der Speisekarte zu finden sein, zur Zeit läuft die Verkostung von verschiedenen Rezepten, berichten gewöhnlich gut informierte Quellen in Touristikkreisen.

Neben der Fleischnutzung der Vögel denken manche Experten auch an die zukünftige Guanoproduktion für Biobetriebe. Fressen die Möwen ausschließlich Biogetreide, dürfte es mit dem biologischen Dünger auch kein Problem geben. Einziges Problem könnte der durch Fressverluste etwas höhere Saatgutbedarf sein,
meint ein grinsender Spaziergänger.