Liliane Skalecki/ Biggi Rist: Ausgerottet

Autor: Liliane Skalecki/ Biggi Rist
Titel: Ausgerottet – Umweltkrimi
ISBN: 978-3-8392-2052-8
Erstausgabe: 2017
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH

Klappentext:

Artgeschützt. Im Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau findet die Deutsch-Thailänderin Malie Abendroth ein exotisches Tier. Spontan entschließt sie sich, das Pangolin mitzunehmen und herauszufinden, wie es nach Deutschland gelangt ist. Kurz darauf wird die Leiche eines chinesischen Arztes gefunden, bei dem Malie in Behandlung war und ein Unbekannter versucht in ihre Villa einzubrechen.

Bei ihren Nachforschungen lernt sie die Tierschützerin Lioba Hanfstängl kennen, die schon länger zwei Männer verdächtigt, in den illegalen Tierhandel verstrickt zu sein. Die beiden ungleichen Frauen tun sich zusammen und ermitteln gemeinsam. Auf einem Foto, das ein Freund von Malie in Vietnam gemacht hat, entdecken sie einen Mann, der Malie sehr nahe steht. Mehr und mehr verdichten sich die Hinweise, dass dieser vom Aussterben bedrohte Tiere von Vietnam nach Europa schmuggelt. Ein lebensgefährliches Spiel beginnt……

Rezension von Rebecca Schönleitner

Ein Umweltkrimi, der sehr nachdenklich macht. Die Gier nach Geld lässt skrupellose Menschen über Leichen gehen und erbarmungslos vom Aussterben bedrohte und international geschützte Tiere zu – im Grunde genommen sinnloser- Medizin verarbeiten. Ein Geflecht aus Egoismus, Härte und gewissenloser Grausamkeit zieht sich durch diesen Krimi. Wie weit gehen Menschen um ihren Luxus finanzieren zu können?

Zum Glück gibt es ja auch die Personen, die sich mit vollem Einsatz für hilflose Wesen stark machen. Malie und Lioba lernen sich in dem Buch kennen und trotz großer Unterschiede erkennen sie sehr schnell, dass sie in einem Boot sitzen und für die gleiche Sache kämpfen: Tierschutz ist ihre Passion. Sie sind fanatisch in ihrem Wunsch nach Gerechtigkeit und Schutz für Tiere, bisweilen hat man doch das Gefühl ihre Handlungen entbehren jeglicher vernünftiger Grundlage. Aber wer ist schon vernünftig, wenn es um eine gute Sache geht, die einem so am Herzen liegt, dass man dafür die persönlichen Bedürfnisse hinten anstellt?

Ein spannender, kurzweiliger Krimi, wir sind schon neugierig auf den nächsten Fall des brandneuen Ermittlerduos Malie und Lioba.




Peter Beck: Korrosion

Autor: Peter Beck
Titel: Korrosion – Thriller
ISBN: 978-3-7408-0040-6
Erstausgabe: 2017
Verlag: Emons Verlag GmbH

Klappentext:
Tote Kunden sind schlecht fürs Geschäft. Eine vereinsamte alte Frau wird an Weihnachten erschlagen. Sie hinterlässt nicht nur ein Millionenerbe, sondern auch eine bittere Anklage: Eines ihrer Kinder soll für den Tod ihres Mannes verantwortlich sein. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef ihrer Bank, reist um die halbe Welt, um die drei Nachkommen aufzustöbern – und gerät in ein verstörendes Geflecht aus Missbrauch, Ausbeutung und Rache.

Rezension von Rebecca Schönleitner
Tom Winter, Privatermittler einer renommierten Bank, soll den Verbleib einer alten treuen Kundin, die zum vereinbarten Termin nicht erschienen ist, herausfinden. Was er findet ist die Leiche der Dame, offensichtlich in einem Ritualmord erschlagen und erstochen. Die letzte Bestimmung der Toten ist die Findung des Mörders ihres vor Jahrzehnten verbrutzelten Ehemanns.
Winter, eigentlich im Krankenstand nach einem Lawinenunfall, reist um die halbe Welt und beißt sich in dem Fall fest.

Lügen, Intrigen, Machenschaften, Missbrauch, Drogen und Rache – was hat mit alldem der sudanesische Flüchtling Tijo Obado, dessen menschenunwürdigen Fluchtweg wir als Zwischenhandlung immer mitverfolgen dürfen, zu tun?

Der Autor schaffte es von der ersten Seite an mich zu fesseln. Immer wieder führt er mich in die Irre, zum Schluss löst sich der Fall absolut logisch – aber auch sehr überraschend auf.
Das Buch ist den „vielen namenlosen Flüchtlingen“ gewidmet und macht sehr nachdenklich. Es ist nicht nur ein Thriller, sondern auch eine Aufforderung an uns alle, verantwortungsvoll mit anderen Menschen umzugehen.

Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Tom Winter und kann dieses Buch jedem, der gerne niveauvolle Spannung liebt wärmstens empfehlen.




Claudia Rossbacher: Steirerpakt

Autor: Claudia Rossbacher
Titel: Steirerpakt – Kriminalroman
ISBN: 978-3-8392-2044-3
Erstausgabe: 2017
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH

Klappentext:
Mit Blut besiegelt. Ein skurriler Leichenfund lässt die LKA-Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann zur Eisenstraße aufbrechen. Vom historischen Einser-Sessellift, der seit fast 70 Jahren vom Präbichl auf den Polster schaukelt, wurde eine nackte Leiche geborgen.

Bald schon wird der tote Mann als Einheimischer identifiziert, der vor 15 Jahren nach Kanada auswanderte. Erst vor wenigen Tagen reiste der Arzt aus seiner Wahlheimat an, um dem Begräbnis seiner Mutter beizuwohnen. Sandra Mohr stößt auf so manche alte Wunde, die er dabei aufgerissen hat. Und auf weitere Leichen …

Rezension von Rebecca Schönleitner
Sandra Mohr besucht mit Chefinspektor Bergmann die Hochzeit ihres ehemaligen Lebensgefährten und wird von dort zu einem grausigen, nicht üblichen Leichenfund gerufen. Die nackte Leiche eines, nach Canada emigrierten Einheimischen, festgezurrt auf einem Sitz des Präbichler „Einser“ Sessellift, versetzt den kleinen Ort in Unruhe. Im Zuge der Ermittlungen müssen die beiden LKA Ermittler tief in die Vergangenheit des Opfers und des Ortes graben und finden dort wenig idyllische Tatsachen.

Ein Rossbacher Kriminalroman nach bewährter Manier. In dem wirklich spannenden Buch werden die Charaktere anschaulich, teilweise sehr amüsant beschrieben und es fällt extrem schwer das Buch wieder aus der Hand zu legen bevor der Mörder gefasst wird. Erstaunlich der Schluss, sehr empfehlenswert!




Oskar Feifar: Zwergenaufstand

Autor: Oskar Feifar

Titel: Zwergenaufstand – Ein Krimi aus der Provinz

ISBN: 978-3-8392-1669-9

Erstausgabe: 2015

248 S. / 12 x 20 cm / Paperback

Verlag: Gmeiner-Verlag-GmbH

Klappentext:

So ein Zirkus! 150 Jahre Tratschen. Das muss gefeiert werden! Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wie bestellt kommt ein Wanderzirkus in den Ort.

Alles scheint perfekt, bis ein Unwetter losbricht und alles gehörig durcheinanderwürfelt.

Ein toter Zirkusdirektor, dessen Leiche verschwindet, mehrere Kleinwüchsige, die behaupten den Mann ermordet zu haben, ein Gruppe verschwundener Kinder und ein entlaufener Löwe verlangen Bezirksinspektor Strobel einiges ab.

Rezension von Rebecca Schönleitner

Ein österreichischer Krimi vom Feinsten! Bezirksinspektor Strobel, der eigentliche Protagonist des Romans verkörpert den österreichischen Gendarmen wie man ihn sich vorstellt und vermutlich auch schon erlebt hat.

Skurril und witzig werden die Lachmuskeln strapaziert, trotzdem regt die Handlung zwischendurch sehr zum Nachdenken an. Wird der Blondschopf Peter, das liebenswerte Tschapperl, nach dem großen Unwetter gefunden? Bis zum Schluss ist es ein Bangen und Hoffen mit der Mutter. Wem gehören die Skelettteile die nach und nach auftauchen? Wer ist der Mörder des Zirkusdirektors? Die Auswahl ist groß.

Das Buch fesselt und es ist fast unmöglich es aus der Hand zu legen bevor alle Einzelheiten geklärt sind.




Ines Eberl: Salzburger Totentanz

Autor: Ines Eberl
Titel: Salzburger Totentanz – Kriminalroman
ISBN:978-3-89705-796-8
Erstausgabe: 2011
Verlag: Hermann-Josef Emons Verlag

Klappentext:
Der Galerist Tobias Tappeiner treibt tot im Schlossteich von Hellbrunn, kurz darauf stirbt der Kunstprofessor Arnulf Salchenegger an einer Pilzvergiftung. Sein Assistent Hans Bosch glaubt nicht an einen Unfall.

Als er in der Villa eines reichen Kunstsammlers auf eine gefälschte gotische Madonna stößt, nimmt er deren Spur auf. Sie führt ihn in die Welt des Kunsthandels, der echten Künstler und der begabten Fälscher. Am Ende sieht Bosch sich zu einem drastischen Schritt gezwungen.

Rezension von Rebecca Schönleitner
Wer Salzburg liebt, sollte mit diesem Buch eine Freude haben. Ein packender Krimi, der einen an viele schönen Plätze in Salzburg führt. Eine Story mit psychologischem Hintergrund, leicht zu lesen und immer auf den Punkt gebracht.

Die Charaktere bringen einen zum Schmunzeln und Nachdenken. Während man beim Lesen versucht die Lösung zu finden, ist man am Ende doch überrascht über den tatsächlichen Ausgang. Als Urlaubslektüre sehr empfehlenswert.




Volker Klüpfel, Michael Kobr: Himmelhorn

kluftiTitel: „Himmelhorn“ Kluftingers neuer Fall
Autoren: Volker Klüpfel, Michael Kobr
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Droemer HC
ISBN-10: 3426199394
ISBN-13: 978-3426199398

Klappentext:
Der neunte Fall der Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr führt den Kult-Kommissar Kluftinger in die Allgäuer Alpen, genauer gesagt auf das Himmelhorn, einen der gefährlichsten Berge des Allgäus. Natürlich liebt Klufti die Berge – wenn sie kässpatzenförmig auf seinem Teller aufragen. Doch der neueste Streich von Gesundheitsfetischist Langhammer befördert den Kommissar samt E-Bike tief in die Allgäuer Alpen, wo die beiden prompt auf drei Leichen stoßen: ein bekannter Dokumentarfilmer und zwei einheimische Bergführer, die einen Film über die Erstbesteigung des Himmelhorns drehen wollten. Wie es scheint, waren sie dem als äußerst gefährlich geltenden Gipfel nicht gewachsen. Die Ermittlungen im Umfeld der Toten führen Klufti in sehr abgelegene Alpentäler und zu deren starrköpfigen Bewohnern, die noch wortkarger sind als er.

Rezension von Elisabeth Pichler

Vor zwei Jahren trieb sich Kommissar Kluftinger in „Grimmbart“ im gräflichen Umfeld eines alten Schlosses in Bad Grönbach herum, um einen Mord aufzuklären. In „Himmelhorn“ hingegen geht es hoch hinauf in die Allgäuer Alpen. Auf dem gefährlichen Himmelhorn verunglücken drei Bergsteiger. War es ein Unfall oder doch, wie Kommissar Kluftinger sofort vermutet, ein heimtückischer Mord mit Kollateralschaden? Dieser Kriminalfall hält jede Menge Überraschungen bereit, denn eigentlich ist jedem Mitglied der verfeindeten Familien ein Mord zuzutrauen.

Auch im Privatleben des kultigen Kommissars tut sich so einiges: Klufti wird zum Soap-Fan, soll die Ehe seines Busen-Feindes Langhammer kitten, beginnt an der Börse zu zocken und fiebert der Geburt seines ersten Enkelkindes entgegen. Im Kommissariat versucht die neue Chefin, Frau Birte Dombrowski, ihre trägen Mitarbeiter auf Vordermann zu bringen. Teambildende Unternehmungen sollen dabei helfen. Auch amouröse Schwingungen beleben das Betriebsklima.

Während Roland Hefele bei der umtriebigen Sekretärin Sandy leichtes Spiel zu haben scheint, dürfte sich der Streber Richie Maier bei der Chefin wohl die Zähne ausbeißen. Dabei bemüht er sich doch so, die geforderten gruppeninternen Fortbildungen durchzuziehen, und gibt ein Weißwurstfrühstück als „Fachseminar für Pathologie in der Ermittlungsarbeit“ aus. „Himmelhorn“ ist ein spannender, überaus witziger und sehr charmanter Krimi, der Lust auf eine Reise ins Allgäu macht.




Andreas Eschbach: Teufelsgold

teufelsgold01Autor: Andreas Eschbach
Titel: Teufelsgold
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover) (9. September 2016)
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
ISBN-10: 378572568X
ISBN-13: 978-3785725689
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 14,6 x 4,5 x 22,1 cm

Klapptext:
Am Anfang steht die Gier nach Gold. Es folgt die Gier nach Unsterblichkeit, dann die Gier nach noch mehr.
Auf der Jagd nach dem Stein der Weisen – Wer sind die Alchemisten unserer heutigen Zeit?

Im Mittelalter, nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann – gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchemist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit.

Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel – ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte.Oder öffnet er die Pforten der Hölle?

Rezension von Karl Traintinger
Der Thriller führt den Leser aus der Welt der nach großen Gewinnen strebenden Finanzexperten und Broker zurück in das finstere Mittelalter, in eine Zeit als Gold das Maß allen Reichtums war. Geheimnisvolle  Alchemisten versuchten um jeden Preis, dieses Edelmetall herzustellen …

Der packend geschriebene Roman kann all jene LeserInnen begeistern, die Freude an mystischen und geheimnisvollen Geschichten rund um das Mittelalter haben. Gibt es in den alten, der Öffentlichkeit nicht zugängigen Schriften wirklich Geheimnisse, die die Welt von heute dramatisch verändern könnten oder ist das alles Humbug? War es einmal möglich, Gold herzustellen und um welchen Preis?
Letztendlich geht es um Werte und Wertigkeiten im Menschsein.




Die Geschichte von Philip Schnauze

philippschnauzeTitel: Die Geschichte von Philip Schnauze
Autor: Erwin Moser
Verlag: Nilpferd in Residenz
Erschienen: 2015
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
ISBN-10: 3701721483
ISBN-13: 978-3701721481
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 4 Jahren
Größe und/oder Gewicht: 16,7 x 1,2 x 24,6 cm

Klapptext:
Es ist tiefe Nacht, im Sumpf schläft alles. Nur einer ist putzmunter: Philip Schnauze! Der hat sich klammheimlich davongeschlichen. In Mutters Bottich, ausgerüstet mit Totenkopfflagge und Holzschwert, macht er sich auf den Weg zum großen, weiten Meer. Sein Plan: Seeräuber werden! Ein berühmter Piratenkapitän – wie Käpt’n Flint oder die Rote Ratte!

Dass Philip nicht allzu weit kommt, ist am Ende gar nicht schlimm. So kann er sich zu Mama und Papa ins warme Bett flüchten … Eine bezaubernde Nacht-und- Nebel-Geschichte, zum Vorlesen und Zusammenkuscheln. Erwin Moser entführt uns ins Traumreich der Abenteuer und nimmt uns mit auf große Fahrt.

Rezension von Karl Traintinger
Ein sehr schön gemachtes Buch, das Groß und Klein dazu einlädt, der Phantasie freien Lauf zu lassen. Es ist ein Buch, das sich ausgezeichnet als Basis für Geschichten eignet, die Eltern Kindern beim Einschlafen erzählen können.




Z´sammentragn und aufgschrie(b)n

Gemeinde-Anthering-Hrg+Z-sammtragn-und-aufgschrie-b-m-Wortschatz-der-Antheringer-MundartAutor/in: Gemeinde Anthering (Hrg.)/ Salzburger Bildungswerk
Titel: Z’sammtragn und aufgschrie(b)m. Wortschatz der Antheringer Mundart.
Gewicht: 100 g
Verlag: Gemeinde Anthering, Selbstverlag, 2005. 2. Aufl.
Sprache: Deutsch
Beschreibung: 61 S. Brosch.
Titelfoto: Ziehbrunnen in Schönberg
Zeichnungen: Friedrich Schwarz
Nur mehr mit Glück antiquarisch zu finden.

Anstelle eines Klapptextes:
Vorwort des Antheringer Bürgermeisters

Im Jahre 1996 wurde auf Initiative des Salzburger Bildungswerkes Anthering das Antheringer Mundartbuch „Z´sammentragn und aufgschrie(b)n“ herausgegeben. Nunmehr kommt es durch den ständigen Gebrauch der Mundart sowie den Umfang des herausgegebenen Buches zu einer ergänzenden zweiten Auflage.

In mühevoller Kleinarbeit wurden gebräuchliche Wörter und Ausdrücke gesammelt und unter Mithilfe von Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Anthering textlich erfasst. Besonderer Dank gilt der Bildungswerkleiterin Frieda Aigner – sie ist die Ideengeberin und Initiatorin des Projektes.

Ein Höhepunkt der zweiten Auflage ist sicherlich die Veröffentlichung der „Antheringer Dorflitanei“. Diese beschreibt in lustiger Weise das Antheringer Dorfleben in all seinen nachbarschaftlichen Begebenheiten. Herzlich gedankt sei der Familie Hauser, welche die handschriftlich verfasste „Dorflitanei“ der Gemeinde Anthering zur Verfügung gestellt hat.

Mit dem Erwerb dieser zweiten Auflage haben Sie einen Beitrag zur Erhaltung eines wertvollen Kulturgutes unserer Heimat geleistet. Herzlichen Dank dafür. Mit freundlichen Grüßen Ing. Johann Mühlbacher, Bürgermeister von Anthering

Buchrezension von Karl Traintinger
Nach längerem Suchen habe ich dieser Tage das Büchlein in einem Berliner Antiquariat gefunden und sofort gekauft. Es ist ein Kleinod aus meiner Heimatgemeinde, wahrscheinlich sind viele Dialektausdrücke daraus im ganzen Flachgau bekannt, einige wenige werden auch dorfspezifisch sein. Bei uns zuhause war dieser Dialekt die Umgangssprache, nach der „Schreibe“ haben nur ganz wenige im Dorf gesprochen.Viele Wörter und Redewendungen geraten so nach und nach in Vergessenheit.

Beim Lesen wird aber fast alles wieder geläufig: blengöza – blinseln, boaßln – hageln, derrösch – schwerhörig, fuxn – jemand ärgern, sich ärgern, gwigötzn – quitschen in hohen Tönen, Imp – Bienen, kentln – zündeln, Zä(n) – Ochenziemer.

Viele dieser Ausdrücke kann man erst dann richtig aussprechen, wenn man in der Übersetzung gelesen hat, was gemeint ist. Die fehlende Lautsprache, es sind nur ganz wenige Zeichen angeführt, macht es oft schwierig, alles richtig auszusprechen. Die Bezeichnungen für die unterschiedlichen landwirtschaftlichen Geräte, Fahrzeugteile und auch Arbeiten sind ein Kapitel für sich.

Jeder Liebhaber von Mundart wird seine helle Freude mit dem Buch „Z´sammentragn und aufgschrie(b)n“ haben!

 




Philipp Starzinger: Bayern Sammelsurium

Bayern_SammelsuriumAutor, Illustrator: Philipp Starzinger
Titel: Bayern Sammelsurium: Geheimnisse, Kuriositäten und Wissenswertes über Bayern (Sammelsurien)
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten, 12,3 x 1,7 x 19,5 cm
Verlag: Bart-Verlag (1. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3000456325
ISBN-13: 978-3000456329

Klapptext:
Was steht denn da drin? Oiß (Also alles!). Beim Bayern Sammelsurium handelt es sich um ein überaus kurzweiliges, reich illustriertes Handbuch über Bayern. Wer es besitzt, ist nie um eine Anekdote verlegen!

Rezension von Karl Traintinger
Das Buch ist quasi eine Pflichtlektüre für alle Nichtbayern, sollten sie jemals den Freistaat besuchen. Es ist ein Buch, das man durchblättert, dann da und dort eine Geschichte genauer liest und immer wieder dabei schmunzelt. Die Präsentation wichtiger Persönlichkeiten ist ebenso ein Thema wie die Vorstellung des legendären Wolpertingers.

Das Bayern Sammelsurium ist in Hochdeutsch geschrieben, bayerische Ausdrücke werden allgemein verständlich erklärt. Es ist ein Buch zum Nachschauen, Blättern, Schmöckern, man findet jedes Mal, wenn man es in die Hand nimmt, etwas Neues. Nach der Lektüre des Buches hat der Nichtbayer vielleicht eine Idee davon, wie die Uhren in Bayern vielleicht ticken könnten.




Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen

Kurz bevor ich nach Ungarn fuhr, in mein Sommerdomizil, schenkte mir mein afghanischer Sohn Mohammed ein Buch, welches er am Flohmarkt erstanden hat. Er weiss, ich liebe Flohmärkte und Bücher. Und es ist ihm ein Bedürfnis mir sein Land näher zu bringen, sein Leben vor der Zeit in Österreich und unserer Begegnung.

sonjaschiffVon Sonja Schiff

Drei Wochen bin ich jetzt um dieses Buch gekreist, habe überlegt ob ich es lesen will. Schon der Titel des Buches verheisst Schwere und es ist doch Sommer! Meine „heilige“ Zeit der Entspannung und Leichtigkeit. Vor ein paar Tagen habe ich es dann zur Hand genommen. Ich will Mohammed einfach verstehen können, möchte wissen wie er großgezogen wurde, was man in seinen Kopf geplanzt hat, wie er denkt und fühlt. Was ihn quält.

Seit drei Tagen kann ich nicht mehr schlafen. Was ich hier lese liegt mir schwer im Herzen. Nicht dass da Neues stehen würde, alles schon gehört im Fernsehen, alles schon gelesen in Zeitungen, alles schon erfahren. Und doch…..

buch-afghanistanAutor: Siba Shakib
Titel: Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen
Taschenbuch: 318 Seiten, 12,5 x 2,5 x 18,3 cm
Verlag: Goldmann (2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442455154
ISBN-13: 978-3442455157

Klappentext
Als die Dokumentarfilmerin Siba Shakib in einem afghanischen Flüchtlingslager Shirin-Gol zum ersten Mal begegnete, sah sie zunächst nur den blauen Ganzkörperschleier, hinter dem alle Frauen Afghanistans ihren Körper verbergen müssen. Aber als sie die weiche Stimme Shirin-Gols zum ersten Mal hörte, spürte sie eine Kraft, die sie seither nie mehr losgelassen hat: Sie erfuhr die Geschichte dieser Frau, die gleichzeitig die Geschichte Tausender afghanischer Frauen ist. Die Geschichte einer Welt unter den Bergen des Hindukusch, deren Elend für uns, die wir in Sicherheit und Wohlstand leben, unvorstellbar ist…

Handlung, Rezension
Als Shirin-Gol in einem abgelegenen Bergdorf Afghanistans geboren wird, ist die Welt in Afghanistan noch im Lot. Das Leben ist geprägt von jahrhundertealter islamisch geprägter Tradition. Shirin-Gol wächst auf in armen Verhältnissen, in Korangläubigkeit und in der Enge und Beschränkung eines islamischen Frauenbildes. Als die Russen in Afghanistan einmarschieren ziehen sich ihr Vater und ihre Brüder in die Berge zurück, um als Mudschaheddin Widerstand zu leisten. Die älteren Schwestern legen den Schleier ab, schminken sich die Lippen rot und verführen russische Soldaten, mit dem Ziel diese zu ermorden. Bald kommt der erste Bruder als Märtyrer nach Hause und wird begraben. Als die Flugzeuge mit den Bomben kommen, flieht der übrig gebliebene Teil der Familie nach Kabul. Hier kann Shirin-Gol plötzlich Kind sein, darf in die Schule gehen und entdeckt eine Freiheit aus der sie innere Stärke für das kommende Leben bezieht – für die Verheiratung mit einem Mann, dem sie als Ausgleich für Spielschulden zur Frau gegeben wird, für lebenslange Verfolgung, für Vergewaltigung, für Armut und Elend und für die Flucht vor dem Taliban-Regime.

Das Buch „Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum weinen“ erschüttert in Mark und Bein, es nennt den Krieg beim Namen, es beschreibt dicht und bildgewaltig Kriegsgräuel, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Armut und Frauenverachtung als Normalität eines afghanischen Frauenlebens. Gleichzeitig ist die Sprache der Autorin immer wieder orientalisch blumig, vor allem wenn sie Shirin-Gols Gefühle, wie Hoffnung oder Mutterliebe, und Shirin-Gols Stärke und Würde beschrieben wird. Am Ende des Buches ist fernes Leid, welche täglich häppchenweise und wohlportioniert für die europäische Seele übers Fernsehen oder Internet serviert wird, unfassbar nah. Das Elend am Ende der Welt hat die Seele der LeserIn erreicht.

Ich jedenfalls habe geweint, fühlte tiefe Traurigkeit, Wut, Ohnmacht und Hilflosigkeit. Bis jetzt dachte ich in diesem Leben wäre ein Frauenleben nichts wert, aber nun musste ich erkennen, in diesem Land ist KEIN Leben etwas wert, kein Frauenleben, kein Kinderleben und auch kein Männerleben.

Durch das Buch wurde mir schlagartig klar, dass die Lebenssituation von Mohammeds Familie katastrophal ist und ihn die Armut seiner Familie quält. Für mich ein Anlass jetzt aktiv zu werden, Ich werde versuchen Mohammeds Familie zu unterstützen. Wer sich daran beteiligen möchte ist herzlich eingeladen.

Prädikat unvergesslich, prägend und sehr empfehlenswert.

Erstmals publiziert von Sonja Schiff auf VielFalten.com




Patricia Thurner: Die Magie des Augenblicks – Salzkammergut

Bildband_Cover_dzTitel: Die Magie des Augenblicks – Salzkammergut
Autorin: Patricia Thurner
Verlag: 192 Seiten, 104 Farbabbildungen, Hardcover
EUR 25,-
ISBN: 978-3-200-04614-6

Buchrezension von Elisabeth Pichler
Patricia Thurner hat ihre ganz spezielle Beziehung zum Salzkammergut und seinen zauberhaften, malerischen Seen in einem außergewöhnlichen Bildband festgehalten. Die vielbeschäftigte Herausgeberin des Salzburger Wochenspiegels hat über einen Zeitraum von sechs Monaten einzigartige Stimmungen, die eine magische Anziehungskraft ausüben, in perfekten Fotos festgehalten. Auch die inspirierenden Texte stammen aus der Feder der Autorin und werden ergänzt von Zitaten und Weisheiten von Seneca bis Laotse.

Die stimmungsvollen Bilder, aufgenommen bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, verleiten zum Träumen und sind in unserer schnelllebigen Zeit eine echte Wohltat. Patricia Thurner hat sich trotz oder gerade wegen ihres stressigen Berufes die Zeit genommen, diesen grandiosen Bildband zu gestalten, um zu Ruhe und Reflexion zu verführen.

„In vielen alltäglichen Momenten haben wir das Gefühl, keine Zeit zu haben, unsere Tage sind von morgens bis abends ausgefüllt mit Dingen, die getan werden müssen. Alles soll sofort erledigt werden und jede freie Minute wird verplant. Denn je rastloser die Zeiten, je schneller die digitale Kommunikation und je größer der Druck, allzeit erreichbar zu sein, umso bedeutsamer wird der Wunsch, das alles einmal hinter sich zu lassen und einfach nur abzuschalten. Zeit zum Denken und Reflektieren, Ruhe, um neue Ideen und Perspektiven entwickeln zu können, statt ständig den Erwartungen und Anforderungen des Alltagslebens ausgeliefert zu sein.“ (Patricia Thurner)

Beim Betrachten der traumhaft schönen Fotografien möchte man am liebsten sofort ins Salzkammergut aufbrechen, um an einem der sechs Seen (Fuschlsee, Mondsee, Attersee, Wolfgangsee, Traunsee, Hallstätter See) die Seele baumeln zu lassen.

patriciath350Patricia Thurner
Jahrgang 1964, aufgewachsen in Bad Hofgastein, Besuch des Musischen Gymnasiums im Heimatort. Mit 22 Jahren machte sie sich als Werbetexterin in Salzburg selbstständig, fünf Jahre später erwarb sie von Werner König den Festungsverlag, wo sie als Geschäftsführerin und Herausgeberin des Salzburger Wochenspiegels bis Anfang 1998 tätig war. Danach erfolgte ein längerer Frankreichaufenthalt. Seit 2001 arbeitet Patricia Thurner wieder im Team des Salzburger Wochenspiegels als freie Redakteurin, 2014 übernahm sie die Chefredaktion und Medienleitung dieses Kulturmagazins. In ihrer Freizeit hält sie sich besonders gerne im Salzkammergut auf. Mit dem Bildband “Die Magie des Augenblicks” wurden von ihr einzigartige Stimmungen dieser Gegend in Momentaufnahmen festgehalten und diese mit einfühlsamen Texten und eigenen Erzählungen verknüpft. Sie lebt und arbeitet in Salzburg.

www.patriciathurner.at