Frühlingsputz

Alle Jahre wieder ist im Frühling Großreinemachen angesagt. In vielen Gemeinden säubern dann Vereine die Straßenränder und öffentlichen Anlagen mit mehr oder weniger großer Beteiligung der Mitglieder. Es gibt aber  auch immer wieder Ecken, die offensichtlich nicht sauber zu kriegen sind.

Einer der Gründe: Leider gibt es zahllose Mitgeschöpfe auf unserer schönen Welt, die ihren Müll hemmungslos überall wegwerfen. Frustrierend ist dabei, dass viele dieser Menschen keinen Genierer dabei haben, wenn andere ihren Mist entsorgen dürfen. (kat)




Hin und wieder sollte man sich selbst erfinden

Aktuellen Medienberichten (ZIB 2 Di, 21.03.2017 22.00 Uhr) zufolge ist die Zeit von Baron Münchhausen und Schilda längst vorbei. Der Nachfolger: Unser Parlament.

Dieser Tage wird ein Gesetz zur Verhinderung unnötiger Gesetze (Deregulierungsgrundsätzegesetz) beschlossen. Eigentlich braucht man da nichts mehr hinzuzufügen. (kat)




Eurofighter Untersuchungsausschuss

Der österreichische Abfangjäger ist wieder einmal im Gespräch. Einerseits ist es mit seiner jederzeitigen Flugtauglichkeit so eine Sache, andererseits sind die dazu notwendigen Ersatzteile nicht gerade zum Schnäppchenpreis zu haben.

Das schlechte  Flugwetter tut das Seine dazu. Die undurchsichtigen, düsteren Wolken des Schweigens rund um seine Beschaffung und Finanzierung halten sich sehr hartnäckig über dem parlamentarischen Himmel. Ein U-Ausschuß soll Aufklarung bringen.

Es hat in dieser Causa Bundesflieger schon einmal einen parlamentarischen Unstersuchungsausschuss gegeben, gebracht hat er damals aber außer Kosten eher  gar nichts. Die zahlreichen geschwärzten Akten und das löcherige Gedächtnis der einvernommenen Zeugen (die sich dafür Zeit genommen haben) waren ein unüberbrückbares Hindernis. Ich kann mich noch gut an manch dämlich grinsendes Gesicht des einen oder anderen Beteiligten im Fernsehen erinnern.

Man darf gespannt sein, ob es diesmal besser wird. Für den U-Ausschuß spricht, dass die Grünen und Blauen über ihren Schatten springen und zusammenarbeiten. Wenn wieder nichts herauskommt, sollte man über die Sinnhaftigkeit dieser Ausschüsse in der gegebenen Form nachdenken!  (kat)

Dorfzeitung zum Eurofighter

23. 11. 2012 der Eurofighter im Tarnmodus
08. 03. 2011 Österreich überlegt die Abschaffung des Bundesheeres
23. 07. 2017 Karl Traintinger – Ein Minister möcht´ ich sein




Die Pleitefighter

Die rotweißroten Eurofighter. Gewollt hat sie niemand, gekauft wurden sie trotzdem. Typisch Österreich halt. Es wurde dann die billigere Light Version genommen, die, bei der kein Upgrade möglich ist. Ähnlich wie bei den Office Studentenversionen, da fehlt auch immer etwas.

Aber so eng darf man das nicht sehen. Es wurde ja auch über die Zivildiener abgestimmt und das Bundesheer trotzdem totgespart.  Aber jetzt ist alles besser, im Zeitalter der Registrierkassen können wir uns wieder ein Bundesheer leisten, mit Musikkapellen und so. Für die Bezahlung der teuren Eurofighterflugstunden reicht es dann aber doch nicht so ganz. Musik oder Flieger, das ist hier die Frage!

Der giftgrüne Pilz möchte einen Untersuchungsausschuss, der den Fliegerkauf neuerlich untersuchen soll, womöglich könnte man sie ja als „Muster ohne Wert“ zurückschicken, zum Probieren wäre das schon. Vielleicht könnten einige Vermittler von damals gröbere Summen zur Diskussionserleichterung zurückspenden, die Hoffnung auf Gerechtigkeit stirbt zuletzt. Na ja, und Wahlen kommen auch daher. Wie heißt es doch so schön: „Ein Bißchen was geht immer, oder?“ (kat)

 




Weidmannsheil, irgendwie?

Da sind sich auf der Schmitten bei Zell am See doch glatt zwei höchstprominente Jäger in die Haare gekommen. Kaum zu glauben, dass so etwas unter den bewaffneten Spaziergängern tatsächlich möglich sein soll.

Der eine, seines Zeichens Landesjägermeister in Salzburg behauptet, dass der andere in seinem Revier einen Hirsch geschossen und damit gewildert hätte. Der andere versichert, er hätte das Tier in seinem eigenen Revier, etwa 50 m daneben erlegt, es hätte sich aber verwundet zum Nachbarn geschleppt. (ORF Salzburg)

Naja, wenn es um den Verdacht der Wilderei geht, da wird es bei den Jägern gefährlich, Trophäen oder gar das Wildbret spielen dabei plötzlich eine eher eine untergeordnete Rolle. Interessant ist eigentlich nur, dass der Tierschutz in diesem Konflickt gar keine Rolle spielen dürfte. Mit einem perfekten Blattschuss hatte das Erlegen dieses Hirschen wohl gar nichts zu tun. Ich habe immer geglaubt, ein angeschossenes Tier würde gesucht werden, das hätte etwas mit Jägerehre zu tun, oder so. (kat)




Wenn die Wogen der Stadtpolitik zum Land swapen

Normalerweise funktioniert es in der Politik ganz gut: Wenn ein Gottoberster untragbar wird, verschwindet er still und mehr oder weniger leise auf einem Versorgungsposten und man läßt das Kraut des Vergessens darüber wachsen.

Ab und zu passiert es dann, dass die Ratten das sinkende Schiff zwar rechtzeitig verlassen, sich aber nicht weit genug aus dem Gefahrenbereich der Katzen entfernt haben.

Vor vielen Jahren, vor gar nicht all zu langer Zeit, hat die Stadt Salzburg höchst schwierige Swap-Deals abgeschlossen und als die negativen Gewinne dann immer desaströsere Ausßmaße annahmen, schnell an das Land weitergegeben, irgendwie. Unter parteipolitischen Freunden geht das. Und dann kommt Jahre später die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft aus Wien daher und hinterfragt das Ganze. Akribisch genau, still und leise. Vergessen ist, dass die kleineren und größeren Kommunen damals abgehalten wurden, ihr Geld möglichst gewinnbringend anzulegen und das ist in der Regel mit Risiko verbunden. Solange es gut läuft, sonnen sich alle  im Erfolg, wenn es schief läuft, braucht man einen Sündenbock.

Plötzllich sieht die Katze ihre Chance auf fette Beute. Man darf gespannt sein, wen sie fressen wird. Eine oder einen für alle? Auf der Anklageschrift stehen 7, zum Teil sehr prominente Namen. Ob die 7 mit dem gleichnamigen Märchen zu tun haben, wird sich zeigen. Was alles rechtens war oder auch nicht werden die Gerichte zu klären haben.  Das Spiel hat begonnen. (kat)




Die Unschuldsvermutung

Cartoon by Honzi

Es gibt keine Schuldigen, solamnge nicht das Gegenteil bewiesen wurde. Und alle Politiker sind sowieso unschuldig. Wer das nicht glaubt, wird abgehört bis er es glaubt. Der Salzburger Finanzskandal ist ohnedies Schnee von gestern.

Wo kämen wir da hin, wenn es plötzlich um Verantwortlichkeiten ginge. Wegen der 4,8 Millionen so ein Theater, das ist doch lächerlich. Es hat doch eh jeder Pensionist 100 € mehr bekommen, einmalig. Was will das Wahlvolk noch? (kat)




Eine heikle Person

Es schaut aus, als ob der neue amerikanische Präsident alle seine Wahldrohungen auch wirklich in die Tat umsetzen möchte. Und all sei bisheriges Tun ist ausschließlich auf Gewinnmaximierung und Macht ausgerichtet. Rücksichtslos. Anders ist es nicht zu verstehen, warum er Muslimen aus Ländern, mit denen er Geschäfte macht, einreisen läßt und solche aus anderen Ländern nicht.

Man darf gespannt sein, wie lange das gut geht. Der Slogan: „Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ hat einen unangenehmen Beigeschmack bekommen. (kat)




Donald Trump, das Maß der Dinge

Er ist der mächtigste Mann der Welt. Sein einziges Ziel, noch mehr Reichtum für Reichen und alle anderen sollen schauen, wo sie bleiben. Das ist die Freiheit und Größe, die Trump offensichtlich meint.

Das Gesundheitssystem, kurz Obamacare (Protection and Affordable Care Act- PPACA) genannt, das seit 2010 den Zugang zur Krankenversicherung für den Großteil der Bevölkerung regelt und damit einen wesentlichen Aspekt des US-Gesundheitssystems darstellt, soll wieder abgeschafft werden. Die ersten Schritte dafür wurden bereits eingeleitet.

Außenpolitisch hat er es bereits geschafft, dass Mexikos Präsident Peña Nieto seinen Antrittsbesuch kurzfristig abgesagt hat. Wozu Amerikas Blondlocke noch fähig ist, wird die Zukunft zeigen. Ob sich die Welt darauf freuen soll, ist mehr als fragwürdig.

Und das Traurige daran ist, dass er nach dem amerikanischen Wahlrecht rechtsgültig gewählt wurde. Dieses Wahlsystem hat sich schon in der Geschichte nicht bewährt, aber die Amis glauben noch immer, es wäre das Beste. Nichtwählen und jetzt über das Ergebis weinen ist auch nicht sauber und wird nicht helfen. Ein Tipp, das nächste Mal wählen gehen! (kat)




Die Sache mit den Mieten

Es gibt wenige finanztechnische Konstanten im Leben. Gewinnbringende Zinsen gibt es nicht mehr, Aktienkurse flattern von hinnen nach dannen und sind eher eine Spielwiese für Spezialisten. Gold glänzt wie schon immer.

Und die Mietpreise steigen Jahr für Jahr, in guten Lagen schon unanständig schnell. Der Markt ist das Maß der Dinge. Es scheint, als ob die einzig sichere Anlage von Geld im Kauf von Immobilien besteht. Es sind halt nur wenige, die so nebenbei schnell einmal ein Mietshaus kaufen können. (kat)




Kopftücher polarisieren

Es ist schon bemerkenswert, wie das Tragen von unterschiedlichen Kopfbedeckungen die Menschen immer noch auseinander dividiert. Eigentlich war es ein Fortschritt, als die Macht von Religion und Staat getrennt wurden und genau so sollte man es auch sehen. Diverse Verkleidungen sind zu unterbinden, wenn es wichtig ist, die Identität eindeutig zu erkennen. (kat)




Seilbahnstützen als Kunstwerke

Vor einigen Jahren hat ein chinesischer Investor im moderne Kunst am Land Salzburg investiert und sich an der Erhaltung der Liftstützen und Seibahnen im Skigebiet Gaissau – Hintersee beteiligt. Alte Industriedenkmäler in landschaftlich schöner Umgebung war wahrschenlich der Tenor der Verkaufsgespräche, Kunst am Land – LandArt – das medienwirksame Schlagwort.

Dann kommt der Jänner 2017 und plötzlich schneit es und jedermann/ frau möchte in der Gaissau schifahren. Nur der tausende Kilometer entfernt wohnenede und die Bergbahnen finanzierende Chinese weiß es noch nicht, dass auch Schifahren eine mögliche Nutzungsvariante eines Schiliftes sein kann!