Hermann Hermeter: Eine eiskalte Nacht am Berg

Am Rossfeld bei Berchtesgaden liegt die höchstgelegene Panoramastraße Deutschlands. Sie führt die Besucher unmittelbar in die einmalige, hochalpine Bergwelt des Berchtesgadener Landes.

Von Karl Traintinger

Von der Panoramastraße aus sieht man den Hohen Göll, den Kehlstein, das Tennen- und Dachsteingebirge, den Untersberg und hat einen wunderschönen Blick in das Berchtesgadener sowie Salzburger Land.

Hermann Hermeter ist es in seinen Bildern gelungen, den grandiosen Nachthimmel über dem Rossfeld einzufangen. Die imposanten Bergmassive beeindrucken durch ihre Brillinanz vor den dahinziehendne Wolken. Das Spielen mit Schärfe und Unschärfe verleiht den Arbeiten ihren ganz besonderen Reiz.

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Der Gollinger Wasserfall

Nach einer kurzen Wanderung in den Gollinger Ortsteil Torren („torren“ romanisch: tosender Wildbach) erreicht man schnell die Wasserfall-Arena und kann den über den Felsen herabstürzenden Wildbach  beobachten.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Es ist nur das rauschende Wasser zu hören, alle anderen Geräusche sind wie weggefiltert. Die Luft ist feucht und schwer. Die ganze Umgebung ist so nass, wie man es von Wiesen kennt, auf denen der morgendliche Tau liegt. Tiefe Atemzüge lassen mich die Natur spüren. Nach kurzer Zeit breitet sich innere Stille aus. Ein paar Minuten nur und schon ist die Hektik des Tages vergessen. Loslassen und im Rauschen des tosenden Baches verschwinden. So schön kann Meditation im Tennengau sein. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man keinen Stress hat; nur vielleicht etwas mehr zu tun, mehr aber schon nicht.

Fotos: KTraintinger, Dorfbild




Karl Traintinger: Métro Paris

Die Pariser Métro hat ein ganz eigenes Flair, die Verbindungen sind sehr gut, wenn auch für den Neuling etwas gewöhnungsbedürftig. Schier endlos lange Gänge und sehr viele Treppen verlangen vom Métrobenutzer eine gute Kondition. Hin und wieder findet man Rolltreppen und Aufzüge, es sind aber so wenige, dass es Mitmenschen mit Beeiträchigungen der Mobilität sicher schwer haben, die U-Bahn umfassend zu nutzen.

Die Métro Paris ist das U-Bahn-System der französischen Hauptstadt Paris. Sie ist nach London(1863), Budapest(1896) und Glasgow(1896) die viertälteste U-Bahn Europas. Die erste Metrolinie wurde am 19. Juli 1900 anlässlich der Weltausstellung eröffnet. Das Pariser U-Bahn-Netz ist mit 219,9 km Gesamtlänge und 303 Stationen eines der größten der Welt. Charakteristisch sind die hohe Netzdichte innerhalb der Stadt und die geringen Abstände zwischen den einzelnen Stationen – im Schnitt rund 500 Meter. Durchschnittlich benutzen etwa 4,2 Millionen Menschen pro Tag die Pariser Métro; so waren es im Jahr 2014 insgesamt 1,526 Milliarden Fahrgäste. Damit zählt die Pariser Métro zu den am meisten genutzten U-Bahnen weltweit. Auf die Métro entfallen etwa 36 % des gesamten Verkehrsaufkommens im ÖPNV in der Hauptstadtregion Île-de-France, welches sich auf etwa 4,3 Milliarden Fahrgäste pro Jahr (11,8 Millionen pro Tag) beläuft. Die Station Châtelet – Les Halles, an der sich fünf Métrolinien und drei RER-Linien treffen, ist der größte U-Bahnhof weltweit. Die Métro bedient auch den Gare du Nord, welcher der weltweit am meisten frequentierte Bahnhof außerhalb Japans ist. (Wikipedia)




Karl Traintinger: Göming 2016

Die Gemeinde Göming im nördlichen Flachgau ist knappe 9 km² groß und hat etwa 800 Einwohner. Es ist ein Dorf ohne wirklichen Ortskern am Stadtrand von Oberndorf.

Die Landschaft ist von einer sehr intensiven landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen geprägt, die meisten Betriebe haben sich auf die Milchwirtschaft spezialisiert, einige wenige betreiben Rinder- und Schweinemast. Seit einigen Jahren gibt auch einen eierproduzierender Betrieb. Handwerksbetriebe gibt es eher sehr wenige.




Rochus Gratzfeld: Bratislava

Hier damals. Als ich.
War meine Reiseroute.
Frankfurt (Flug)…Budapest…
Budapest (Zug)…Prag…
Prag (Flug)…Frankfurt.
Einmal monatlich.
In Bratislava übernachtete ich in einem Hotelschiff.
Fast direkt unter der Brücke, die in der Altstadt das historisch jüdische Viertel zerschneidet.
Eine große Wunde.
Bis heute.
Plattenbausiedlungen und moderne Hochhäuser kreisen um Barock.
Burg thront.
Spannung.
Der Fluss. Donau.
Mein Hotelschiff von damals auch heute noch.
Karpaten und tiefe Ebene.
Viel Jungvolk. Schön.

Spannungsstadt

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Rochus Gratzfeld: Von Disteln und Gräsern

Ich lebe viele Monate des Jahres in einem westungarischen Dorf. Sarród. Mein Haus befindet sich wenige hundert Meter Luftlinie entfernt von der Grenze des Nationalparks Neusiedler See. Hier gelten strenge Gesetze betreffend die gesamte Natur.

rochus-4Von Rochus Gratzfeld (Fotos + Text)

Und das ist gut so. Denn sonst gäbe es nicht dies schier unendlich scheinende Vielfalt und Schönheit an Disteln und Gräsern. Disteln. Unkraut. Weg damit. Hier nicht! Sie dürfen leben und die Augen derjenigen Menschen erfreuen, die sich den Blick für das scheinbar Unscheinbare, Überflüssige, Verzichtbare nicht haben nehmen lassen. Für das, welches sich unseren Normen entzieht. So auch die Gräser. Weit ab von Monsanto-Vorstellungen. Von Agrarökonomie. Phantastisch archaisch. Stark. Biegsam, jedoch nicht beugsam. Unzählige Insekten, Vögel finden hier Schutz. Möge dies alles weit über mein eigenes Leben hinaus so. Genauso erhalten bleiben.

In einer kleinen Ausstellung, die am vergangenen Freitag im Kulturhaus von Sarród eröffnet wurde, darf ich meine Eindrücke von hiesigen Disteln und Gräsern bis zu 17. Juli präsentieren. Unspektakulär, leise. Im Ohr nur die Klänge mongolischer Musik, die die Vernissage begleitete.




Harald Eckschlager: Lost Places

„Mit der Einführung der digitalen Fotografie wurde mein Interesse an diesem schönen Hobby wieder geweckt. 2005 habe ich begonnen, mich intensiv mit künstlerischer Fotografie zu beschäftigen, woraus sich sehr schnell eine starke Leidenschaft entwickelt hat.”

Serie Lost Places. „Immer schon haben mich von den Menschen verlassene Orte fasziniert. Ob es sich um verfallende Hotels, verlassene Fabriken oder nicht mehr benutzte Krankenhäuser handelt, solche Orte gibt es häufig. Sie sind dem Verfall preisgegeben, verwüstet und zum Teil von der Natur zurückerobert. Jeder von diesen Plätzen erzählt seine eigene Geschichte. Der Fantasie des Fotografen sind keine Grenzen gesetzt, er kann diese Orte auf seine Art und Weise interpretieren.“ Harald Eckschlager

Die Serie „Lost Places“ gliedert sin in drei Motivgruppen, eine alte Gerberei, ein verfallendes Hotel und ein verlassenes Krankenhaus. Man hat den Eindruck, die Menschen haben die Räume ganz einfach verlassen und alles stehen und liegen gelassen wie es war. Die Fotoarbeiten sind in den Farben reduziert und in Garfik und Struktur hervorghehoben. Es entstehen so Bilder im fast unwirklichen Raum und doch zum Greifen nahe.  KTraintinger

Vita Harald Eckschlager
55 Jahre alt, wohnhaft seit 2002 in Gilgenberg am Weilhart, Beruf: Druckvorstufentechniker
Mitglied im Fotoclub Eggelsberg
Galerie auf 500px




Karl Traintinger: Berlin 2016

Berlin 2016 04

Ein Wochenende in Berlin. Samstag Nachmittag gegen 16 Uhr taucht die Boeing 737-700 im Landeanflug auf Berlin durch die Wolkendecke. Nach einigen Turbulenzen landen wir am Flughafen Tegel, das Wetter ist trocken, einige wenige Sonnenstrahlen lassen auf ein schönes Wochenende hoffen.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Ich bin zum ersten Mal in der deutschen Bundeshauptstadt und freue mich schon auf ein paar erholsame Tage. Mit dem Bus geht es zum Osloer Platz, anschließend mit der U-Bahn zum Rosenthaler Platz in Berlin Mitte zu unserem Hotel. Auffallend ist die große Anzahl an kleinen Lokalen und Geschäften mit zum Teil sehr langen Öffnungszeiten. Die in den Wirtshäusern angebotenen Gerichte sind genau so bunt wie die Menschen in der Stadt, man fühlt sich einfach rundum wohl.

Selbstverständlich darf beim ersten Besuch in dieser Stadt eine Rundfahrt im Doppeldeckerbus ebenso wenig fehlen wie eine Schiffsfahrt auf der Spree. Beeindruckend sind die monumentalen Glasbauten im Regierungsviertel, da hat man wirklich viel Geld in die Hand genommen. Der Besuch der Museumsinsel mit 5 großen Museen wird einen weiteren Berlinbesuch benötigen.

Essenstechnisch ist es eine Freude durch die Stassen der Innenstadt zu wandern, es reiht sich ein Lokal an das andere. Anhand der Online-Kaffeekarte ist es auch kein Problem, die zahlreichen kleineren Kaffeebars und Röstereien zu finden, deren Besuch sich allemal lohnt. Ein Tipp für Feischmecker ist auch die Bäckerei: „Zeit für Brot“, hier kann man den BäckerInnen bei der Arbeit zuschauen, alles wird handgemacht aus Zutaten in Bioqualität. Die lauwarmen Zimtschnecken schmecken sündhaft gut!

Die Tage in Berlin waren informativ und erholsam und haben die Lust auf weitere Besuche geweckt!

Kulinarische Adressen, die einen guten Eindruck bei uns Dörflern hinterlassen haben:
Lokal. Lindenstraße 160 – gehobene bodenständige Küche

Monsieur Vuong. Alte Schönhauser Straße 46 – Köstlichkeiten aus Indochina, vietnamesische Suppen, etc.
enoiteca IL CALICE. Walter-Benjamin-Platz 4 – ein sehr guter Italiener
ZEIT FÜR BROT. Bäckerei mit handgemachtem Brot und Kleingebäck. Den BäckerInnen kann man bei ihrer Arbeit zuschauen!
Röststätte Berlin. Ackerstraße 173 – Kaffeehaus mit Rösterei und mehr.
Kaschk. Linienstrasse 40 – Craftbeer, Shuffleboard & Coffee. Erfreulicherweise führen die auch Schönramer Bier!
Cafe Westberlin. Friedrichstrasse 215, unweit vom Checkpoint Charlie – coffeebar & mediashop

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Einige Berlin-Fotos zum Download: Dorfbild.com




Karl Traintinger: Menschen. Bilder. Zeitgenossen

Menschen.Bilder.Zeitgenossen

Menschen.Bilder.Zeitgenossen

Kann man die Seele eines Menschen fotografieren, muss man das können? Diese Frage stellt sich mir immer wieder, sie kommt und geht. Ich sitze gerne an belebten Plätzen und schaue den Menschen zu, hin und wieder mache ich ein Foto. Oft mehr für mich, gar nicht in der Absicht, es zu veröffentlichen. Wichtig ist dabei, den Augenblick festzuhalten, ungeschminkt, echt. Dazu braucht es auch keine bunten Farben.

Zuhause, vor dem Bildschirm, wird dann sortiert, zugeordnet, katalogisiert. Auf diese Weise entstehen Fotoserien, die irgendwann einmal publiziert werden, oder auch nicht. Das Veröffentlichen hat nicht mehr die oberste Priorität. Alles hat seine Zeit und ab und zu wird es dann auch wichtig, diese Bilder zu zeigen. Die vorliegenden Arbeiten entstammen der Serie Menschen.Bilder | Zeitgenossen, an der ich schon seit vielen Jahren arbeite.  (Karl Traintinger)




Rochus Gratzfeld: DORFistÜBERALL

DORFistÜBERALL

Richtig. Aber hier bei uns. Da ist noch wirklich Dorf.
Ich meine. Im besten Sinn.
Hier bei uns. In Sarród. Ungarn. Westungarn. Am Neusiedler See.
Ließe sich brutal touristisch vermarkten.
Aber die Menschen scheißen drauf.
Anders als in ÖsterreichDorf.
Wo jeder Furz kommerzialisiert wird.
Nein. Wir bleiben unter uns.
Hoffentlich noch lange.
Gerade wurde das Fest der Ernte gefeiert. ARATÁS.
Erinnerungen an.
Schweißtreibende.
Aber Lachen. Und Palinka.
Und Gemeinschaft.
Ich sage Gemeinschaft und meine Gemeinschaft.
Ich meine nicht touristisches Theater.
Ich sage und meine Gemeinschaft.
ARATÁS.
Darauf einen Palinka.




In der Wiener U3 vom Westbahnhof zum Handelskai. Fotografische Reisenotizen

Eine U-bahnfahrt vom Westbahnhof zum Handelskai

Unsere Bundeshauptstadt Wien ist die Stadt der Musik und Lebensfreude, kann man in den Reiseführern lesen. Trotzdem, als Salzburger fährt man nach Wien hinunter. 

kt_portraitVon Karl Traintinger

Als Bahnreisender aus dem Westen kommt man am Westbahnhof an, die knapp zweieinhalb Stunden von Salzburg nach Wien sind schnell vergangen. Der Bahnhof ist riesig, mit zahlreichen Rolltreppen und schier nicht enden wollenden Gängen zu den Untergrund- und Straßenbahnen.

Ich nehme die U3 zum Handelskai und lasse die Stadt mit ihren Bauwerken, Bewohnern und Besuchern an mir vorbeiziehen. Die Großstadt in ihrer Buntheit und Vielfalt kann mich immer wieder begeistern.

Karl Traintinger in der Dorfzeitung
Ein trüber Novembertag in Wien
Allerheiligen
Fotografische Erinnerungsstücke
Brot und Wein
Warum ich immer wieder nach Salzburg komme
iPhonographie
Irgendwann lohnt es sich nicht mehr
Welthundeausstellung 2012 in Salzburg
Der Himmel über dem Schönramer Filz
White Noise 2011 in Salzburg
2010. Ein Sommer in Salzburg
Die Firmenbosse
Dänische Strukturen

Viele Fotos von Karl Traintinger finden sich auch bei Dorfbild.com




Rochus Gratzfeld: Bäume

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„Bäume faszinieren mich. Sie ruhen in sich in ihrer scheinbaren Immobilität. Sind aber dennoch wandelbare Gestalten in Zeiträumen, die sich unserer Erlebnisfähigkeit zumeist entziehen. Sind verschwiegene Zeugen von Zeit und Ereignissen. Werden geliebt und missbraucht. Ich möchte sie niemals missen.“  

Rochus Gratzfeld, Künstler und Autor. Lebt in Sarród und Salzburg.

Rochus Gratzfeld in der Dorfzeitung
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