Menschen

Sonja Schiff: Mama Sonja

Ich bin kinderlos. Lange Jahre hat mir das viel Schmerz bereitet. Doch irgendwann habe ich gelernt, ohne Kinder zu sein ist nicht nur ein Mangel, sondern auch die Chance auf andere Art und Weise im Leben zu wirken.


Eine Pflegemutter von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen erzählt

Manchmal wäre ich gerne ein Mäuschen, um die Gespräche am Stammtisch im Wirtshaus in unserer kleinen Ortschaft zu hören. Ende August 2015 haben wir 4 UmFs (Terminus Technikus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge) aufgenommen. Da wir bereits zuvor Krisenpflegeeltern waren, gab es ein abgekürztes Prozedere für die Aufnahme.


Europa braucht keine Handlanger, sondern Fachkräfte! Das sagen die Politiker.

Als Entwicklungshelfer (1969-1970) unter kaum alphabetisierten brasilianischen Hinterweltlern ohne Linz-Donawitz-Kapfenberg-Hintergrund durfte ich feststellen, wie talentiert und völlig furchtlos meine Lehrlinge an die Arbeit gingen und im Nu das Drehen, Schweissen, Schlossern und Schmieden erlernten. Ich denke, die heutigen Zuwanderer sind genauso talentiert und mutig.


W. Hohenwallner:
Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosikeit steigt, kein Wunder wir Kleinunternehmer können auf Grund der überhöhten Lohnnebenkosten keine Mitarbeiter mehr aufnehmen, bzw. müssen wir Personal kündigen und abbauen, obwohl wir dringend Mitarbeiter benötigen! Leider ist dies nicht finanzierbar. Pervers irgendwie!



Sonja Schiff: Du bist alt, wenn …

Gestern gab Konstantin Wecker im österreichischen Fernsehen ein großartiges Interview zum Thema Flüchtlinge, Asylwerber und die aktuelle Stimmung in Österreich und Deutschland, die hetzerische Stimmung in unseren Ländern und der visionslosen Politik.



R. Lackinger: „Coxinhas“

„Coxinhas“, auf deutsch „Hühnerschenkel“, nennen wir in Brasilien einen „Snack“, einen frittierten Jausenhappen aus „Mehlpapp“, gefüllt mit einigen wenigen und kleinwinzigen Stückchen Hühnerfleisch. Der brasilianische Ausdruck „Coxinhas“ bedeutet seit einiger Zeit aber auch konservative, an ihrem Status Quo festgekrallte Bürger.


Reinhard Lackinger. Noch ein Gedanke zum Thema Immigration.

Eines Tages – 2005 oder so – kam ein junger Mann in unsere Taverne hier in Salvador, Bahia, Brasilien. Er sagte, er sei Deutscher, sprach aber ein sehr rudimentäres Deutsch. Darauf erzählte er, sein Großvater sei in den 60er Jahren von der Türkei in die Budesrepublik migriert. Dieses Bild passte gut zu Tilo Sarrazins Buch, das ich vor einiger Zeit gelesen hatte.


Reinhard Lackinger:
Pfingstpamphlet

Wenn ich an Pfingsten denke, sehe ich die verängstigten und verschüchterten Apostel vor mir. Auch glaube ich, die Gegenwart des Heiligen Geistes zu spüren, der mitten im Raum auf die Jünger herniederschießt, die Burschen mit himmlischem Mut erfüllt. Meine kindlichen Vorstellungen zeigen mir den Wirbelsturm und jenes, in zwölf Flammenzungen geteilte Feuer. Bilder, die mir vom Kathechismusunterricht der Volksschule erhalten blieben sind.


Eine schnurrende Kuh im Kuh-Altersheim

Wie Millionen andere Menschen auch, bin ich Fleischesserin. Seit 50 Jahren. Selbstverständlich weiß ich, dass es eine industrielle Fleischproduktion gibt und auf unserem Erdball milliardenfach täglich Tierleid produziert wird. Ist mir alles bekannt. Wie uns allen.


Reinhard Lackinger: Wir und die Anderen

Wir alle waren „Charlie“ und werden wohl immer zu den Opfern himmelschreiender Ungerechtigkeiten stehen! Wie zum Beispiel nach jenem Gemetzel unlängst in Frankreich! Da waren wir alle bestürzt! Wir alle werden nach wie vor die Schwächeren in Schutz nehmen, sowie den Märtyrern gedenken! Egal wo, so lange die leidtragenden, betroffenen und brutalisierten Menschen den ersten Stock bewohnen.


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