Menschen

Claudia Braunstein:
„Des mach ma ned“

Behinderung und unerfreuliche Erlebnisse im Traditionswirtshaus. Behinderung kann sehr vielseitig sein. In unserem Bewusstsein sind vor allem nach außen sichtbare Einschränkungen verankert. Als klassischer Behinderter gilt ein Rollstuhlfahrer. Für diese Menschen wird nun Land auf, Land ab vollkommen berechtigt Barrierefreiheit hergestellt.


Sonja Schiff: Vom Umgang mit Älteren durch die ÖBB. Ein Erfahrungsbericht.

Zu Beginn eine Klarstellung: Ich fahre viel und gerne mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Einerseits aus ökologischen Gründen, andererseits aber auch, weil man aus meiner Sicht mit dem Zug viel entspannter sein Ziel erreicht als mit dem Auto. Aber heute war selbst ich angefressen auf die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Und wie!!



Reinhard Lackinger: Die vielen Masken des Teufels

Der mir bekannte Rabbiner Uri Fromm schrieb unlängst im facebook, er wolle einige Volumen der Bibel nach Salvador bringen. In meinem Kommentar äußerte ich den Wunsch nach einem Neuen Testament. Uri ignorierte meinen Scherz, sagte aber, er verfüge nur über die Genesis. Als getaufter Katholik, der seit vielen Jahren nur noch Totenmessen beiwohnt, dachte ich daraufhin über die Heilige Schrift nach.


Wolfgang Ecker:
Ich hasse Amerika.

War die Tasche gelb? Ja, kann sein. so ein vergilbtes Gelb dürfte es gewesen sein. Nicht leuchtend, nein, vergilbt. Und dünn war die Tasche. Dünn, weil sie leer war. Eine leere Einkaufstasche. Eine dünne, leere, gelbe Einkaufstasche.



Wolfgang Ecker:
Diskretion Ehrensache!

Zimmerkellner und Tierpflegerin bekommen einander. Oder: Der Russe ist so. Der Regierungsrat auch. Und der Hoteldirektor erst recht. Natürlich säuft der russische Oligarch die Minibar leer. Natürlich wirft er die Gläser dann hinter sich. Natürlich hat er einen Koffer voll Geld. Natürlich ist es Schmiergeld. Eine Pistole hat er auch. Manchmal schießt er sogar damit.


Sonja Schiff:
Die Frage nach der Krise

“Und, hattest eine Krise?” Das war die mir am häufigsten gestellte Frage der letzten 3 Tage. Manchmal trug die FragenstellerIn dabei einen ängstlichen Gesichtsausdruck, der gleichzeitig fast um ein “Nein, keine Krise” flehte. Bei anderen war die Frage begleitet von einem spöttischen Gesichtsausdruck. Der 50-igste Geburtstag.


Das Theater, ein Hort der Erbauung und Belehrung.

Ein Zweipersonenstück, ein Maler, halb besessen von der Malerei, der sich seine Bilder mit jeweils einem viertel Liter Herzblut entreißt, und halb Bohemien, der dem Genuss nicht abgeneigt ist und auch nicht den Vorteilen des Geldes. Das Licht im Saal wird matter, der Maler setzt sich auf einen Stuhl am Rand der Bühne. Er raucht, er trinkt einen Whisky, dann geschieht erst einmal nichts.


Wolfgang Ecker:
Das Lachen der Wälder

In den Rocky Mountains, dort im „Middle of Nowhere“, wo man in der Bäckerei nicht nur Donuts kriegt, sondern auch Videocassetten und Motoröl und Zündkerzen, wo die Welt noch so ist wie sie vielleicht vor hundert Jahren auch bei uns in den Bergen war, da bedecken endlose Urwälder die Berge und Hügel.


Wie ich einmal bei den Salzburger Festspielen war

Es ist vielleicht so zehn Jahre aus, da hab ich eine Einladung zu den Salzburger Festspielen bekommen. Zwölftonmusik, bekannte Sachen und auch eine Welturaufführung. Und das alles mit mir in der ersten Reihe, in der Mitte. Ich hab’s nicht selber bezahlen müssen, weil es eine Einladung war, mit Hotel und allem Drum und Dran.



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