Nun ist es endgültig vorbei …

Heute war der letzte Tag. Badeschluß war schon am 30. Novenber 2016 gewesen und am heutigen Tag konnte man auf einem „alles muß raus“ Flohmarkt ein letztes Souvenir erwerben. Ich nutzte die Gelegenheit, um zum allerletzten Mal im Hallenbad meiner Jugend vorbeizuschauen.

Von Karl Traintinger

Es sind schöne Erinnerungen, die da beim Fotografieren im leeren Hallenbad durch den Kopf plätschern. In meiner Mittelschulzeit 1967 – 1975 war es fast ein Fixpunkt, mit unserem Turmprofessor Georg Aschauer im Winter einmal wöchentlich ins Hallenbad zu gehen. Freischwimmer, Fahrtenschwimmer und Allroundschwimmer sind die noch immer gültigen Beweise dafür. Die Köpfler vom 3 m Brett waren lange Zeit eine Herausforderung. Es war auch für das Ego extrem wichtig, eine Länge zu durchtauchen.  Die Gummiringe von der tierffvsten Stelle zu holen, konnte auch nicht jeder.

Rechts, gleich neben dem Eingang gab es einen Jausenstand mit den vorzüglichen Salzstangerln mit Schinken, Essiggurkerl, einem Ei und etwas Mayonaise. Es gab nicht Besseres als diesen kleinen Snack nach dem Baden und vor den Nachmittagsunterricht.

Das Hallenbad wurde 1956 errichtet und vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Körner eröffnet. Der Architekt war Josef Havranek, die künstlerische Ausgestaltung übernahmen nach einem Wettbewerb Toni Schneider-Manzell und Josef und Rosita Magnus. In den 60 Jahren des Bestehens wurde das Paracelsus Hallenbad von über 11 Millionen Gästen besucht.  (Weitere Info>)

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Das Dorf freut sich mit den jungen Eltern

Manche Bräuche sind nicht wirklich alt aber doch wunderschön. Kurz vor Weihnachten sah ich bei einer Fahrt durch Holzhausen ein sehr speziell geschmücktes Haus. Freunde und Verwandte des jungen Massingerbauern Peter hatten zur Geburt seines Sohnes Jakob am 20. 12. 2016 das Bauernhaus geschmückt und dem jungen Burschen einen Sandhaufen zum Spielen geschenkt. Die Tafeln blieben stehen, bis die Mutter, die Scharinger Eva, mit ihrem neugeborenem Sohn vom Krankenhaus nach Hause kam. Die Bewohner des virtuellen Dorfes gratulieren ganz herzlich und wünschen alles Gute! (kat)

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Im Zeichen des Sterns

Das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zeigt in beeindruckender Weise die 160-jährige Geschichte des Automobils. Es waren die Herren Benz, Daimler und Maybach, die die bis heute andauernde Erfolgsgeschichte einläuteten.

Von Karl Traintinger

Wir zeigen in unserer Bildreportage Highlights aus der Ausstellung quer durch die Jahrzehnte. Die Einsatzgebiete der Motoren waren und sind vielseitig, der Bogen spannt sich vom Automotor bis hin zum Flugzeugmotor. In den Zwischenstöcken sieht man auf großen Schwarzweißbildern Blitzlichter aus der jeweiligen Zeitepoche. Der Museumsbau kann mit seinem modernen, futuristischen Design überzeugen. Insgesamt kommt man auch als nicht wirklicher Autofreak aus dem Staunen nicht heraus!  Bei einem Besuch un Stuttgart sollte auf alle Fälle Zeit für einen Museumsbesuch bei Merzedes eingeplant werden.

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Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt in der Baden-Würtenbergischen Hauptstadt ist einer der größten und ältesten Märkte Deutschlands und wird 1692 erstmals urkundlich erwähnt.

Von Karl Traintinger

Die Budenstadt erstreckt sich vom Neuen Schloss und Königsbau über den Karls- und Schillerplatz mit dem Alten Schloss und der Stiftskirche bis zum Marktplatz. Bemerkenswert sind die kunstvollen Dackdekorationen der einzelen Verkaufsstände, die auf nur wenig Schnee in Stuttgart schließen lassen.

Man kann von hochwertigem Kunsthandwerk (z. B. Südtiroler Schnitzereien), über Küchengeräte bis hin zu buntem Edelkitsch aus Plastik fast alles erwerben. Selbstverständlich gibt es auch zahlreiche Stände mit den unterschiedlichsten Versorgungs – Spezialitäten (zwischen Bratwürsten, Fischburgern und Glühwein findet man fast alles), damit niemand verhungern oder verdursten muss! 🙂

Ein buntes Konzertprogramm sowie zahlreiche Attraktionen (Riesenrad, Modelleisenbahn, …) für Kinder runden das Angebot für die jährlich mehr als 3,5 Millionen Besucher ab.

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Ein Haus voller Schweinereien

Das Stuttgarter Schweinemuseum ist eines der schrägsten und kuriosesten  Museen, die ich kenne. Es ist im alten Verwaltungsgebäude des ehemaligen Schlachthofs untergebracht. Die von Erika Wilhelmer zusammengetragene Sammlung zeigt auf über 1000 Quadratmetern weit mehr als 50000 Exponate zum Thema Schwein.

Von Karl Traintinger

Kunst, Kitsch und Kram trifft es wohl am genauesten, wenn man die im Schweinemuseum ausgestellten Objekte einer künstlerischen Stilrichtung oder Epoche zuordnen möchte. Es ist zwischen Plüschferkeln, Sparschweinen und einem Schweineskelett alles zu finden, was irgendwie mit „Schweinereien“ im weitesten Sinn des Wortes zu tun hat.

Das Restaurant im Erdgeschoß bietet eine gutbürgerliche Küche, der zum Kaffee gereichte Zwetschkenkuchen, von einem Kärntner Kellner empfohlen, schmeckte vorzüglich. Die Deckenbemalung mit geflügelten Schweinen passt zum Gesamtbild. Der Besuch hat Spaß gemacht. (Weitere Infos: Schweinemuseum >)

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„zyklusALU“ von Jan Oechler in der ArtPort Galerie

Der im bayrischen Laufen wohnhafte Künstler und Fotograf präsentiert in der ArtPort Galerie am Salzburger Flughafen eine Ausstellung mit Fotografien aus 3 Zyklen: „mastersART, 3raumDimensionen und alu-alu“.

KT_012_DZVon Karl Traintinger

Die ausgestellten Werke sind eine Symbiose von Fotografien, deren künstlerische Aufarbeitung und Präsentation. Ein immer wiederkehrender Fixpunkt ist in unterschiedlicher Form das silber schimmernde Aluminium. Zumeist findet man aus dem großen Ganzen herausgelöste Strukturen im Spiel von Licht und Schatten, präsentiert in Farbe oder schwarzweiß. Die unterschiedlichen auf Alu oder  Plexiglas aufgebrachten Drucke verleihen den Arbeiten eine besondere und ungewohnte Plastizität.

Jan Oechler zeigt Fotografien, die man nicht im Vorbeigehen schnell einmal anschauen kann. Es sind Bilder, auf die man sich bewußt einlassen sollte. Mir haben sie ausgesprochen gut gefallen.

 

paradise bird aus dem Zyklus "alu-alu" 80 x 60 cm

paradise bird aus dem Zyklus „alu-alu“ 80 x 60 cm

„meine bilder spiegeln meine liebe zum detail und mein permanentes streben nach perfektion.

meine arbeit zeichnet sich aus durch akribische präzision im umgang mit licht, gepaart mit ungewöhnlichen aspekten und ansichten von motiven des täglichen lebens.

perspektiven werden verschoben, phantastische, oft unbeachtete strukturen werden sichtbar“. 

jan oechler

ngg_shortcode_5_placeholderDie Ausstellung in der AirPort Galerie am Salzburger Flughafen ist noch bis zum 12. Dezember 2016 von 7-22 Uhr zu sehen. Homepage von Jan Oechler>




„winterfest 16“ – ab 30. November 2016 im Volksgarten

Bereits zum 16. Mal findet in der Vorweihnachtszeit das von Georg Daxner gegründete „Festival für zeitgenössische Circuskunst“ in Salzburg statt und lockt Liebhaber des Cirque Nouveau in die festlich illuminierte Zeltstadt im Volksgarten. Bis 8. Jänner 2017 sorgen internationale Compagnien und der österreichische Zirkusnachwuchs für Zirkusgenuss auf höchstem Niveau.

elipi_aVon Elisabeth Pichler

Mit kraftvoller Akrobatik und „Holzfällercharme“ startet das Festival am 30. November 2016 im Theaterzelt. Fünf Akrobaten und drei Musiker der kanadischen Compagnie „Cirque Alfonse“ präsentieren mit „Timber!“ („Baum fällt!“) ein einzigartiges Stück, das vor 10 Jahren zum 60. Geburtstag von Alain, dem ältesten Mitglied der Truppe, in der familieneignen Scheune in der tiefsten Provinz Québecs entstanden ist. Seitdem touren die Frankokanadier mit fliegenden Sägen und Äxten äußerst erfolgreich rund um den Globus. Das spektakuläre Familienprojekt vereint Akrobatik, Live-Musik, Theater und Tanz, wobei jeder Einzelne seine ganz speziellen Fähigkeiten einbringt.

Aus Australien kommt die preisgekrönte Truppe „Gravity & Other Myths“.  Ihre Performance „A Simple Space“, die am 7. Dezember 2016 im Circuszelt Premiere feiert, wurde 2014 beim Adelaide Fringe Festival mit dem Preis „Best Circus“ ausgezeichnet. Die acht jungen Artisten verblüffen mit enormer Sprungkraft und bieten pures, fesselndes, authentisches  und witziges Körpertheater, von dem eine überaus positive Energie ausgeht.

Gravity & Other Myths – A Simple Space

Gravity & Other Myths – A Simple Space

 

Ein skurril-charmantes Zirkusvergnügen bereitet „Cie Sacékripa“ dem Winterfestpublikum Das sonderbare Duo aus Frankreich  tritt ab 16. Dezember 2016 im Petit Chapiteau, einem kleinen Zelt mit nur 70 Sitzplätzen, auf. Zwischen Benjamin De Matteïs und Michaël Le Guen  herrscht in „Marée Basse“ zwar ein rauer Ton, doch unterhalten die beiden Künstler, die ihre besten Jahre bereits hinter sich gelassen haben, mit einem „Miniaturcircustheater“  à la Buster Keaton. Die Zubereitung eines Glühweines wird dabei zum kunstvollen Ritual.

Cie Sacékripa – Marée Basse

Cie Sacékripa – Marée Basse

Am 3. und 4. Dezember steht die österreichische Zirkusszene im Mittelpunkt des Winterfests. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, eine der vielen Veranstaltungen,  die an diesen zwei Tagen geboten werden, zu besuchen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen oder einen der Workshops zu besuchen. Anmeldungen ab 1. November unter info@circusschule.at

Obwohl das Spiegelzelt heuer nicht zur Verfügung steht, da dringende Reparaturen anstehen, brauchen die Winterfestbesucher auf Livemusik nicht zu verzichten. Im neuen „Circusfoyer“ besteht unter der rotblauen Zeltkuppel die Möglichkeit, bei freiem Eintritt nach der Vorstellung den Abend bei Jazz, Funk und Soul ausklingen zu lassen und die unvergleichliche Zirkusatmosphäre bei einem Drink  noch etwas länger zu genießen.

Programmdetails und alle Infos zu den Ticketpreisen gibt es unter www.winterfest.at
Alles Fotos: Winterfest

 




„BLUFF“ – alles nur eine Illusion?

Am Montag, dem 17. Oktober 2016, wurde in der ARGEkultur das biennal stattfindende tanz_house festival, das heuer unter dem Motto „under the skin“ steht, eröffnet. Mit einer intelligenten, witzigen Performance, die voller Überraschungen steckt, gehen cieLaroque/helene weinzierl der Frage nach, ob unsere Welt nicht nur ein „gigantisches Theaterspiel, eine aufwendige Inszenierung“ ist. Das geht wirklich „unter die Haut“.

elipi_aVon Elisabeth Pichler

Wer sich nicht die Zeit genommen hat, das Programmheft zu studieren, wird auf einer Videowand mit der Vorgeschichte vertraut gemacht:

„Außerirdische, androgyne Wesen vom nicht mehr existierenden Planeten Janus flüchteten zur Erde, nachdem sie ihren Planeten in die Luft gesprengt hatten. Sie hatten große Wassermengen in den Planetenkern gepumpt, warum auch immer. Die verschiedensten Rassen kamen, siedelten sich an und gingen wieder.“

Nun beginnen die drei völlig normal wirkenden Aliens, die gute alte Erde zu erkunden, sich anzupassen und Verhaltensmuster zu übernehmen. Hilfreich sind dabei die seitlich der Bühne angebrachten Fotowände, die sich verschiedenen Themenbereichen widmen, wie z.B. Erotik, Evolution, Religion und Politik. Ein Foto von Leonardo DiCaprio und Kate Winslet aus dem Film „Titanic“ beflügelt die Phantasie der drei. Und so fliegen sie zum passenden Song dank Videoeinspielung statt übers Meer über malerische Wiesen und Wälder. Manipulation und Täuschung sind dabei keine Grenzen gesetzt. Als weniger entspannend erweist sich eine rasante, ständig wechselnde Video-Bilderflut, die Auge und Hirn leicht überfordert. Faszinierend die tänzerische Umsetzung einer Entkleidungsszene. Die Tänzer helfen sich gegenseitig beim Ablegen ihrer Kleidung und stehen schließlich Artisten gleich in Glitzertrikots auf der Bühne, bis sie sich wieder anzukleiden beginnen. Bei dem bunten Durcheinander muss man den Tänzern recht geben, die ständig behaupten: „There is no system.“ Gegen Ende der Performance wird das Publikum selbst zum Akteur und zur Frage genötigt: „Wozu sitzen wir eigentlich hier, wenn nichts geschieht.“

Helene Weinzierl hat cieLaroque 1995 gegründet und mit ihren spartenübergreifenden Stücken, die stets Tanz und Schauspiel mit dem Einsatz von Videos verbinden, zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen gewonnen. In „BLUFF“ widmet sie sich dem Thema Manipulation und Täuschung – ein Spiel mit der Illusion, auf das sich das tanz_house-Publikum nur allzu gerne einließ.

„BLUFF“ – cieLaroque/helene weinzierl – Uraufführung – Eine Koproduktion von cieLaroque/helene weinzierl und ARGEkultur Salzburg. Künstlerische Leitung, Choreografie: Helene Weinzierl. In Kooperation mit: Manuela Calleja, Luan de Lima, Hugo Le Brigand. Lichtdesign: Peter Thalhamer. Musik Komposition, Arrangement: Oliver Stolz. Video: Oliver Stotz, Petra Hinterberger, Markus Huber. Grafik: ARGEkultur Bernhard Müller

 

 




Eggelsberg OÖ: FOTO – LANDESMEISTERSCHAFT 2016

Die FOTO – LANDESMEISTERSCHAFT 2016 für künstlerische Fotografie des VÖAV Salzburg gastiert heuer in Eggelsberg, Ausrichter ist der Fotoklub Eggelsberg. Es wurden die besten Bilder in den Kategorien „Mensch“, „Natur“ und „Allgemein“ durch eine fachkundige Jury ermittelt.

Zusätzlich wurde auch ein Sonderthema: „Altes Metall-Blech-Schrott“ ausgeschrieben. Die Siegerehrung und digitale Präsentation der besten Bilder findet am Samstag, 5. November 2016 um 10 Uhr Pfarrsaal Eggelsberg statt.

Die Fotoausstellung mit einer Auswahl der besten Bilder im Haus Rauhberg (5142 Eggelsberg, Gundertshausen 14) kann am Samstag, dem 5.11. von 11.00 – 18.00 Uhr und Sonntag, dem 6.11. von 10.00 – 18.00 Uhr besucht werden.

Fotos im Slider von: Ernest Stierschneider, Georg Haaser, Harlad Eckschlager, Robert Schatteiner, Andreas Schachl




Graz Marathon 2016

Am 9. Oktober 2016 fand der traditionelle Graz Marathon statt. Es waren über 9000 Läufer und deutlich mehr als 40000 Besucher gekommen. Der Graz Marathon ist ein Klassiker, den seit 1993 die Kleine Zeitung veranstaltet.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Neben der klassischen Strecke über 42,195 km gab es zahlreiche weitere Bewerbe, wie Halbmarathon, Viertelmarathon (vormals CityRun), Staffelmarathon, City Run 2.0, Junior Marathon, Kids Sprint und Bambini Sprint, die der Laufveranstaltung Volksfestcharakter gaben. Es hatte den Anschein, als ob fast ganz Graz auf den Beinen gewesen wäre.

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Neben den grandiosen sportlichen Leistungen bei den LäufernInnen gibt es aber noch viele Menschen, ohne die so ein sportliches Großereignis gar nicht möglich wäre. Das fängt beim Organisationsteam an, geht über die Rettungsdienste bis hin zu den Fotografen, die für die Medien und auch Teilnehmer alles bildlich dokumentieren. Manch Läufer braucht ja vielleicht ein Beweisfoto, dass er/sie wirklich dabei war.

Die Ergebnisse >




Alter Pfarrhof im Stille Nacht Bezirk

Oberndorf.  Am 25. September 2016, dem Tag des Denkmals,  öffnete das neue Stille Nacht Museum erstmals seine Pforten für Besucher. Die Architekten Heide Mühlfellner und Kaspar Müller erklärten dem interessierten Publikum die Baumaßnahmen für die Renovierung des Gebäudes.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Die Herausforderung für den 2,6 Millionen Umbau war der Spagat zwischen dem Denkmalschutz und der Adaptierung eines alten Gebäudes an die Erfordernisse eines neuen Museums mit Barrierefreiheit, Brandschutz, Hochwasserschutz und Auflagen des Arbeitsinspektorats. Das neue Stille-Nacht-Museum wird noch heuer zur Adventszeit eröffnet.




Der Antheringer Dorfkirtag

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Jeden 2. Sonntag im August ist in Anthering Kirtag. Die Antheringer Pfarrkirche ist der Mutter Gottes geweiht, das Patrozinium wird am 15. August gefeiert. Der heutige Bau der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist spätgotisch und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Vor einigen Jahren wurde die Kirche renoviert.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Der Kirtag hatte abgesehen vom kirchlichen Hintergrund auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Er bot neben buntem Jahrmarkttreiben mit vielen Verkaufsständen der Bevölkerung auch die Möglichkeit, sich mit Kleidung und notwendigem Hausrat einzudecken. In den größeren Gemeinden fanden oft gleichzeitig ein Viehmärkte statt. Ich erinnere mich an die Viehmärkte in Anthering, Oberndorf, Maria Plain und Straßwalchen, übrig geblieben ist im Flachgau, so glaube ich wenigsten, nur der in Straßwalchen.

Für uns Kinder waren vor allem die Spielzeugstände magnetische Anziehungspunkte. Uns Buben wurde an den Standeln die einmalige Möglichkeit geboten, das Spielzeugwaffenarsenal aufzubessern. Besonders interessant waren die kleinen schwarzen Trommelrevolver mit den roten Griffen und 8-fach Platzpatronenringen. Ich kann mich an keinen meiner Freunde erinnern, der so einen kleinen Revolver nicht hatte, war er doch ein wichtiger Teil jeder vernünftigen Cowboyausrüstung.

Übrig geblieben ist vom einstigen Kirtagsflair wenig. Die Anzahl der Standler ist drastisch gesunken, der Bedarf an fast allen feilgebotene Waren ist verloren gegangen. Man bekommt der Großteil davon günstiger im Diskontladen oder bestellt sowieso alles online. Spielzeugwaffen für Kinder sind schon seit langer Zeit verpönt, ob die sie ablösenden Computerspiele wirklich harmloser sind, wage ich aber zu bezweifeln. Ob die Entwicklung weg vom Kaufmann hin zum Internethandelt wirklich so gut ist, wird die Zukunft zeigen. Fakt ist, dass die Art Kirtag, wie ich sie aus meiner Jugend kenne, so nicht mehr gebraucht wird; das heißt aber auch, ein Stück Dorfleben verschwindet schön langsam.