Januar 2013

Honzis der Woche

Nach turbulenten Wochen kehrt nun in Salzburg finanzielle Ruhe ein. Monika R. wurde zu Monika Rathgeber und beteuert ihre Unschuld, sie habe nur im Rahmen ihres Auftrages agiert. Hofrat Paulus ist die ÖVP losgeworden, mitteleinvernehmlich. Und Astrid Rössler darf nach einem Gottesurteil, oder moderner ausgedrückt, nach einem Losentscheid gegen den Freiheitlichen Kontrahenten den Untersuchungsausschuss leiten. Unschuldig sind noch immer alle. Irgendwie. Ein bisschen.


Land Salzburg: Dachverband Salzburger Kulturstätten beharrt auf Einhaltung von Zusagen, fordert Reformen und Kulturgipfel

Die Turbulenzen rund um den Finanzskandal beim Land Salzburg beschäftigen seit Anfang Dezember 2012 Politiker, Journalisten und Betroffene. Nun wurde Mitte Jänner 2013 offiziell bekannt gegeben, das Land hätte bei Spekulationsgeschäften sogar einen Gewinn in Millionenhöhe eingefahren, dem widersprechen anderweitige Aussagen, die vor hohen Verlusten warnen.


„Wie kommt das Salz ins Meer“ – Es lebe der Schnellkochtopf

1977 landete Brigitte Schwaiger mit ihrem Erstlingswerk einen sensationellen Erfolg. Der stark autobiografisch geprägte Roman schildert die Monotonie einer „Nurhausfrau“ an der Seite ihres ungeliebten Mannes. Hildegard Starlinger hat den für die Bühne bearbeiteten Text als tragisch-komischen Monolog, mit Anna Morawetz in der Rolle der frustrierten Gattin, in der ARGEkultur in Szene gesetzt.


„Sale“ – eine neue Form der Kapitalanlage

Mit der Uraufführung einer bitterbösen Komödie des Dramatikers Georg Heinzen startete das Salzburger Landestheater am 25.1.2013 eine sozialkritische Themenwoche, die sich mit der Vermarktung des Menschen beschäftigt und der Frage nachgeht, ob Marktmechanismen mit der menschlichen Würde vereinbar sind.


3. Internationale Ballettgala zugunsten der Aidshilfe Salzburg

Den guten Kontakten von Ballettchef Peter Breuer zu den weltbesten Compagnien ist es zu verdanken, dass auch heuer wieder international bekannte, großartige Tänzerinnen und Tänzer in Salzburg zusammentrafen. Im ausverkauften Salzburger Landestheater begeisterten sie mit einer bunten Mischung aus klassischen und modernen Choreographien.


„Ein Sportstück“ – die Schattenseiten des Sports

Die Universität Mozarteum bringt als Abschlussproduktion der Abteilung Schauspiel und Regie in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Bühnengestaltung Elfriede Jelineks kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Sport auf die Bühne des Theaters im Kunstquartier. Nach der Premiere am 18.1.2013 war der Jubel groß, sowohl beim Publikum als auch bei den Akteuren auf der Bühne, die den schwierigen Text bravourös bewältigt hatten. Gratulation.


Così fan tutte
Die Schule der Liebenden

Den Zuhörer erwartet eine spannende Landestheater Produktion mit insgesamt soliden gesanglichen und sehr guten darstellerischen Darbietungen. Das Mozarteumorchester und sein Dirigent Leo Hussain bilden eine verlässliche Einheit, so als gehörten sie untrennbar zusammen. Das Produkt dieser so wohltuenden künstlerischen Zusammenarbeit bietet für das Sängerensemble einen Rahmen, in dem es sicher agieren kann.



Im Schriiiiiiiitt, marsch!
Ein Lied, zwo, drei!

Das Wahlvolk hat entschieden, es bleibt wie es immer war. Der gelernte Österreicher ist vorsichtig geworden, er traut den verantwortlichen Politikern offensichtlich nicht wirklich große, innovative, schneidige Veränderungen zu. Zu oft wurde er schon für dumm verkauft.


Festival „Menschen Markt“ vom 25. bis 30. Jänner 2013

Das Salzburger Landestheater veranstaltet heuer bereits zum dritten Mal eine sozialkritische Themenwoche. 2011 stand unter dem Titel „Fremde Heimat“ die Problematik von Flüchtlingen und Migranten im Mittelpunkt. 2012 wurde mit „Besetzt Salzburg! Licht und Schatten“ auf soziale Ungerechtigkeiten hingewiesen. Diesmal dreht sich alles um das liebe Geld und die „Phänomenologie der Spekulation“.


ZWISCHEN-ÜBER-FÄLLE IN ROT

„Ein Nacht-Traum-Theater mit Musik“ verspricht Regisseur Arturas Valudskis. Seine neueste Produktion ist eine Hommage an den russischen Poeten Daniil Charms (1905-1942) sowie an einen der bedeutendsten Liedermacher Russlands, Wladimir Wyssozki (1938-1980). Mit traumhaften Bildern begeisterte die surreale Performance bei der Premiere am 12. Jänner 2013 das Publikum.


„Weib, Weib, nur du allein“ – ein ganz spezieller Wiener-Lied-Abend

Seit 2010 begeistern die Schmähtandler, die Schauspielerin Elisabeth Nelhiebel und die Akkordeonistin Sigrid Gerlach-Waltenberger, mit ihren schwarzhumorigen Liedern das Publikum. Nach ihrem Erfolgsprogramm „Wien, Weib und Gesang“ laden die beiden erneut zu einem „schaurig-beschaulichen Abend zwischen Tod, Verwesung, Liebe und Sex“ und wünschen „Prost, Mahlzeit“.


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