Uschi und ihre Freundinnen
Das Fest der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen, Märtyrinnen in Köln, wird in der katholischen Kirche am 21. Oktober gefeiert. Sie war eine Frau, die – möglicherweise in der Verfolgung des römischen Kaisers Diokletian um 304 – in Köln zusammen mit Gefährtinnen ermordet wurde. Eine andere Legende spricht vom Jahr 451.

Nach dieser Legende war Ursula die durch ihre Schönheit weithin berühmte Tochter des christlichen Königs Maurus. Schon in jungen Jahren habe sie sich ewiger Jungfräulichkeit verschrieben, ihr Vater aber verlobte sie mit dem englischen Fürstensohn Aetherius, dem der Kaiser für erwiesene Treue ein Stück Land – die heutige Bretagne in Frankreich – schenkte. Hier wollte er sich nach seiner Eheschließung niederlassen.
Ursula, lateinisch „die kleine Bärin“, erbat drei Jahre Frist – in dieser Zeit sollte Aetherius im christlichen Glauben unterrichtet und getauft werden. Sie selbst wollte sich mit zehn erlesenen Jungfrauen vorbereiten: Sie alle sollten getauft, aber auch in ritterlichen Spielen ausgebildet werden und einen Schwur auf neue Ritterschaft leisten. Schiffe sollten gebaut werden, weltliche und geistliche Beschützer, darunter die Bischöfe Pantalus und Maurisius von Sizilien, sollten die Jungfrauen auf einer Fahrt nach Rom begleiten.
Nach der Fahrt durch die Nordsee und den Rhein aufwärts gab es nach dieser Legende einen Zwischenhalt in Köln, dann ging es weiter bis Basel und dann zu Fuß über die Alpen nach Rom. Ursula wurde vom Papst Siricius empfangen, dieser schloss sich mit vielen Bischöfen der Rückreise nach Köln an. Christenfeindliche römische Herren, die die Jungfrauen vergeblich für sich hatten gewinnen wollen, bewegten hinterrücks die Hunnen, Ursula und ihre Gesellschaft in Köln zu überfallen und zu töten. Das Blutbad wurde bei der Ankunft der Schiffe um das Jahr 451 aufs Grausamste verwirklicht. Zuletzt blieb Ursula alleine übrig. Der Hunnenfürst begehrte sie für sich und erschoss die sich standhaft Verweigernde mit seinem Pfeil.

Nach einer Inschrift baute ein Kölner Bürger eine zerstörte Kapelle über den Gräbern der Märtyrinnen wieder auf. Ruhm und Reliquien verbreiteten sich nachweislich vom 10. Jahrhundert an. Eine im 11. Jahrhundert geschriebene Legende – durch Gräberfunde untermauert – wurde zu einer Dichtung mit märchenhaften Zügen erweitert. Einen Höhepunkt erlebte der Ursula-Kult im 15. Jahrhundert, gefördert besonders durch die Zisterzienser.
Der 1535 in Brescia gegründete Ursulinenorden hat sie zum Namenspatron. Mit Ursula verehrt werden ihre Gefährtinnen Brisca, Cäcilia, Eugenia, Grata, Kordula, Odilia und Verena, die das gleiche Schicksal erlitten.
Die heilige Ursula, abgekürzt auch „Uschi“, wird mit den Attributen Pfeil und Schiff, mit dem Licht der klugen Jungfrauen u.a. dargestellt. Das Bild aus dem Tennengau zeigt sie im Mittelschrein des linken Seitenaltars der Pfarrkirche Puch (aus 1712) zwischen der heiligen Katharina und der heiligen Barbara. Die spätgotische Figur aus der Zeit um 1500 trägt hier die Palme und den Kelch als Attribute.

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