So stramm stehen die Beiden mit dem hl. Rupert bereits seit mehr als einem halben Jahrtausend – zuerst am Rupertusaltar im Mittelschiff des romanischen Doms, anschließend im Kreuzgang des Domklosters und nach dem Abbruch des mittelalterlichen Doms ab 1599 bis ins 20. Jahrhundert in der Filialkirche St. Leonhard in Mühlberg in Eugendorf.

Dann wurden sie im Stiftsmuseum Seekirchen präsentiert und befinden sich seit zwei Jahrzehnten als Leihgaben der Pfarrkirche Seekirchen im Dommuseum.
Die drei Statuen aus hartem Eichenholz (© Dommuseum) sind um 1440 entstanden. Bischof Rupert lässt sein charakteristisches Attribut, das Salzfass, noch vermissen, erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wird es Rupertdarstellungen beigegeben. Chuniald mit dem Buch und Gislar mit dem Pacifikale (eine Tafel zum Friedenskuss der Gläubigen) sind als Gefährten Ruperts überliefert, die ihm bei der Aufbauarbeit in Juvavum zur Seite standen. Es ist wohl landesweit die einzige Darstellung der Drei.
Bischof Virgil ließ 774 neben den Gebeinen Ruperts auch jene seiner Gefährten in den neu erbauten Dom überführen. Während die Reliquien Chunialds bereits 1315 vermisst wurden, befinden sich jene von Gislar heute noch im Kreuzaltar im nördlichen Seitenschiff des Salzburger Doms.

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