30. Juni | Hl. Erentrudis von Salzburg

Erentrudis-Verdienstorden der Erzdiözese Salzburg

Sie wurde um 650 in Worms geboren und starb am 30. Juni 718 in Salzburg. Sie kam um 696 mit ihrem Onkel (oder Bruder), dem Heiligen Rupert von Salzburg, aus Worms nach Salzburg.

Michael Neureiter

Von Michael Neureiter

Erentrudis war die erste Äbtissin der Benediktinerinnenabtei Nonnberg, die zwischen 712 und 715 gegründet wurde und das älteste christliche Frauenkloster mit durchgehender Tradition ist. Sie wurde auch in der Zeit des Nationalsozialismus nicht aufgehoben.

Statue Stift Nonnberg

Statue Stift Nonnberg | Foto: © Karl Traintinger

Ihr Name wird auch Erintrudis, Erentrud, Ehrentrudis, Erentraud oder Ehrentraud geschrieben. Sie ist in der Krypta der Marienkirche (Stiftskirche Nonnberg) in Salzburg bestattet.

2024 feierte das Stift Nonnberg am 30. Juni ihren Gedenktag und erinnert an die Ernennung von Erentrudis zur Stadt- und Landesmutter durch Erzbischof Paris Lodron am 4. September 1624.

Erentrudis ist Patronin der Pfarrkirche Herrnau und der Kapelle auf der Erentrudisalm in Elsbethen, die zum Stift gehört. Sie wird meist mit dem Pastorale und der Äbtissinkrone dargestellt, oft auch mit der Stiftskirche. Zu den Insignien der Äbtissin von Nonnberg gehört auch das Faldistorium, der Nonnberger Faltstuhl aus dem 15. Jahrhundert.

Im Titelbild (© Michael Neureiter) der am 25. Juni erstmals an Franziska Neureiter, Gabi und Bernhard Treschnitzer sowie Rudolf Kraus überreichte neue Erentrudis-Verdienstorden der Erzdiözese Salzburg: Er wurde von Kanzlerin Elisabeth Kandler-Mayr entwickelt und von Josef Kral gestaltet: Der Orden hat die Grundform des Rupertuskreuzes und zeigt die Darstellung der Heiligen auf einem Konventsiegel von Nonnberg aus dem 13. Jahrhundert. Die Umschrift: „S. ERENTRUDIS MATER SALISBURGENSIS“

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