dorfzeitung _quer
Literatur im Caef Mozart

Unter dem Motto: “Der alte Sünder kennt sich aus …” präsentierte am 26. April der bekannte Salzburger Volksschauspieler Werner Friedl Texte und Lieder von Erich Meder. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Sigrid Gerlach am Akkordeon.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Claudia Karner hatte die gut besuchte Veranstaltung im Rahmen der Reihe “Literatur im Cáfe Mozart” organisiert. Friedl sang Wienerlieder und las aus einen jüngst erschienen Buch über Erich Meder. Die Musik stammte zumeist von Hans Lang.

Einige der bekannteren Lieder waren: “Bitt sie Herr Friseur”, “Hallo Dienstmann”, “Den Wurschtl kann keiner daschlagn”, “So ein Regenwurm hats gut”, “Bei Hrdlitschka ist Hausmusik”, …


 

Am 20. April 2012 gastierte der Münchner “Bänkelsänger” wie er sich selber nennt, im ausverkauften Salzburger Cafe Mozart und las aus seinen Büchern kurze Ausschnitte über sein bewegtes und nicht immer ganz einfaches Leben.  “Wir reisen ihm schon seit über 30 Jahren nach”, erzählte ein befreundeter Besucher.

Mit “Wenn der Sommer nicht mehr weit ist”, gesungen ohne irgendeine Begleitung,  verabschiedete sich der sympathisches Ausnahmekünstler vom begeisterten Salzburger Publikum. Nach einigen Gedichten aus seinem aktuellen Projekt:  “Wecker liest Rilke” gab es noch ausreichen Zeit für Autogramme.

Claudia Karner war es wieder einmal gelungen, einen interessanten und sehr schönen Abend in der Reihe: Literatur im Cafe Mozart zu organisieren.  (Karl Traintinger, Fotos + Text)

Konstantin Wecker in der Dorfzeitung>


 

Am Donnerstag in der letzten Septemberwoche waren Peter Ahorner und “Die Strottern” auf Einladung von Claudia Karner in der Reihe “Literatur im Cafe Mozart” Gast im Salzburger Traditionskaffeehaus in der  Getreidegasse. 

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Peter Ahorner, erstmals in Salzburg, las aus einem seiner Bücher und schrieb auch die Liedtexte der  Strottern. Die Strottern spielten moderne Wiener Lieder auf die ihnen eigene Weise, ab und zu mit sehr schrägen Tönen, dann auch wieder extrem jazzig. Das Publikum war begeistert, es gab immer wieder Zwischenapplaus sowohl bei der Musik, als auch bei den brillant vorgetragenen Texten.  Die Veranstaltung hätte sich einige Zuhörer mehr verdient!


Peter Pikl

 

Am 20. Februar wäre Heinz Erhardt 100 Jahre alt geworden. Als Hommage an den Urgroßvater der deutschen Comedy las der Salzburger Schauspieler Peter Pikl in der Reihe „Literatur im Café Mozart“ unter dem Titel „Was bin ich für ein Schelm!“ ein Gedicht und noch’n Gedicht und noch’n Gedicht. Und das zahlreich erschienene Publikum war begeistert.

Erhardt war ein Großmeister der unverwechselbaren Wortspiele, der unschuldig-hintersinnigen Kalauer und der pointierten Vierzeilers. Auch die heutige Riege der Comedians schneidet sich noch gerne eine Scheibe von ihm ab. So sind Otto Waalkes und Willi Astor bekennende Erhardt-Fans.

Peter Pikl, langjähriger Schauspieler und Sänger am Salzburger Landestheater, ist Intendant der Komödienspiele Porcia und Obmann des „Diabelli-Sommers“ in Mattsee. Zur Zeit steht er in Wien in dem Musical „Guys and Dolls“ auf der Bühne der Volksoper und kam extra für den Erhardt-Abend nach Salzburg.


Das Mozart Rodel Projekt

Wie aus Schloß Hellbrunn verlautet, geht der Mönchsbergaufzugspoker in die nächste Runde. Nachdem noch immer nicht klar ist, welche Variante gebaut werden soll, ist jetzt eine neue Möglichkeit der Gestaltung aufgetaucht.

Viele Salzburger glauben ja nicht, daß das Panorama vom Lift aus schöner sein soll, als von oben. Noch dazu, da von oben die Aussichtszeit nicht beschränkt (man kann ja nicht von betriebsbedingten Aufzugs-Zwangspausen ausgehen) ist.

Neu ist, daß der Mönchsbergaufzug als Rodelbahn mit Start und Ziel am heutigen Rotkreuzparkplatz diskutiert wird. Durch die gondelartigen Schlitten, die jeweils 11 Personen Platz bieten, ist eine Nutzung auch bei Schlechtwetter oder im Winter möglich.

Die Trassenführung ist vom Rotkreuzparkplatz ausgehend, über das Klausentor quer bergauf Richtung Neutor, oben entlang des Bergrückens Richtung ehemaliges Cafe Winkler und dann steil hinab wieder über das Klausentor zur Salzach. Nach einer elektromagnetisch vorbereiteten Bremsung kommt der Spezialschlitten in einer Wasserfontäne auf der Salzach zum Stillstand.

Vom Flußbett geht´s abschließend zum angrenzenden Parkplatz hinauf. Ein Schweizer Unternehmen, das sich auf den Bau von Bergbahnen und Hochschaubahnen spezialisiert hat, zeigt bereits Interesse an der Planung.

Der Altstadtgestaltungsbeirat und die Tourismusspezialisten sind sich über die Gestaltung der Rodelkabinen noch nicht einig. Möchte der Gestaltungsbeirat eher die Form von Fiakern, so hätten die Touristiker lieber fahrende Morzartkugeln. Auch der Name Mozart-Rodelbahn gefällt noch nicht allen. Die statistischen Untersuchungen und Probebohrungen haben schon begonnen.

Ein Projekt, das zur Stadt Salzburg paßt,
meint ein denkmalgeschützter Spaziergänger.


“Literatur im Cafe Mozart” bot  vor ein paar Tagen einen kurzweiligen Abend, Werner Schneyder las aus seinem Buch: Die Socken des Kritikers.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Literatur im Cafe Mozart

Der Kritiker hat immer recht.  Fällt einmal die Kritik nicht wirklich gut aus und er läßt kein gutes Haar an einer Darbietung, so können sich seine Aussagen vielleicht relativieren, wenn man ihn persönlich etwas genauer unter die Lupe nimmt und dabei bemerkt, er ist auch nur ein Mensch, der alles andere als perfekt ist; und diese Socken …

Werner Schneyders Kurzgeschichten erzählen unter anderem aus der Welt des Theaters, der Tanzlehrer und der besten Zauberer und zeigen dabei die kleinen menschlichen Unebenheiten, die aber das Leben ausmachen; es “menschelt an allen Ecken und Enden, auch beim Theater.

Werner Schneyder
Werner Schneyder

Der Abend war höchstvergnüglich und amüsant, das zahlreich anwesende Publikum glaubte die Geschichten und bedankte sich mit euphorischem Beifall! 


Die Auseinandersetzung mit Fotografie begann für mich eines Tages beim Eingang (Aufgang) ins Cafe Mozart in Salzburg.

Plakate zu Ausstellungen mit gestochenen Schwarz-Weiß-Fotos von österr. Musikern, Schauspielern, Schriftstellern, vom Fotografen und Musiker Sepp Dreissinger, erweckten mein Interesse an der Fotografie.

Der Grundstein meiner Arbeiten kommt sowohl aus der Dunkelkammer als auch aus Freude am experimentieren und dem Auge zur Natur. Das Herz wirkt mit, was das Auge sieht.

PARAPHRASE kommt eigentlich im musikalischem Bereich vor und heißt Ausschmückung oder Hinzufügung. FOTO-PARAPHRASE – intuitiv zeigen mir Fotografien vielfältige Strukturen,die
durch Hinzufügung verschiedener Materialien aus der Natur und Umwelt eine Collage entstehen lassen. Eine Fotografie ist eine sichtbar begrenzte Abbildung, ein Detail, eine Konfrontation sowie ein Befund einer vorgegebenen Wahrheit. Es ist das Produkt und die Festhaltung von Augenerlebnissen. Materialien hinzufügen ist die Neugestaltung – FOTO-PARAPHRASE (Maria Angela Schlichtner)

Ausstellungen(Auswahl) :
Galerie Landart, Eggelsberg ; Herzogsburg Braunau ; Kulturszene Obertrum ; Landesmusikschule Mattighofen ; Schifferkirche, Obernberg ; Art-Dimension, Altheim ; Cafè Galerie Wolf, Oberndorf ; Galeriecafe Shakespeare, Salzburg ; Ausstellung der Preisträger “Ein Land zeigt seine Gesichter”, Linz ; 2. Internationales Symposium, PIAMET, Boromo,
Burkina Faso, Afrika ; 1. Internationales Symposium, Chatelus le Marcheix, Frankreich ; Ochzethaus, Altheim ; 3. Internationales Symposium PIAMET, Boromo, Burkina Faso ; Journèes internationales de Tailleurs dÌmages et des Crèateurs, Viols le Fort, Frankreich

September – Ausstellung in der “sKys” Galerie Lamprechtshausen. Vernissage: 21. September 2000 Uhr.


Wolfgang Stanicek

Erich MederAutor: Wolfgang Stanicek
Titel: Erich Meder – Ein Schlagertexter als Chronist der Wiener Seele
ISBN: 978-3-99024-705-1
Herausgeber: Wolfgang Bacher
Verlag: Kral Verlag

Klappentext
Sie stehen im Schatten der Stars von Radio, Film und Bühne: die Textdichter der Schlager und Wienerlieder, die als Evergreens für Jahrzehnte in den Köpfen und Herzen des Publikums verankert sind. Erich Meder, ein „echter Wiener“ aus Brünn, ist einer von ihnen.

Er hat in mehr als drei Jahrzehnten weit über tausend Liedtexte verfasst und steht damit in einer Reihe mit den anderen Großen seiner Zunft. Der Variantenreichtum seiner Werke ist frappierend und die Treffgenauigkeit der Texte bringen Humor, Ironie und vor allem das „Wienerische“ auf den Punkt.

Privat zurückgezogen erzielt er mit seinen Schlager- und Wienerlied-Texten enormen Erfolg und eine fulminante Langzeitwirkung, insbesondere durch Liedtexte für Filme mit Hans Moser und Paul Hörbiger.

Mit der Figur des „Wurschtls“ hat Erich Meder ein Denkmal gesetzt, sodass man ihn mit Fug und Recht als Chronisten der Wiener Seele bezeichnen kann. Das Buch will Erich Meders literarischen Beitrag als Spiegel der österreichischen und Wiener Lebensart und Identität aufzeigen.

Claudia KarnerRezension von Claudia Karner
Erich Meder (1897 – 1966) erlebte ein typisches Textdichter-Schicksal: Sein Name ist in Vergessenheit geraten, wenn auch viele seiner Liedtexte heute noch im Gedächtnis der „Generation 50 plus“ verankert sind. Spätestens, wenn man Titel wie „Der alter Sünder“, „Hallo Dienstmann“ oder „Die Rose vom Wörtersee“ nennt, fällt der Groschen. 1300 Lieder sind Meder im Laufe von dreißig Jahren eingefallen. Viele davon sind zu Klassikern geworden, die sich durch umwerfende Komik, geistreiche Reime und köstliche Wortschöpfungen auszeichnen. So stammt auch der „Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän“ von ihm.

Das Wienerlied und der Schlager, besonders der Filmschlager, waren die Genres, in denen Erich Meder zu Hause war. Er arbeitete mit bekannten Komponisten Peter Igelhoff, Heinz Sandauer, Peter Kreuder und Nico Dostal zusammen.

Sein Lieblingskomponist, mit dem er die meisten Lieder schuf, war Hans Lang. „Er wurschtelt sich durch und er wurschtelt sich raus. Er kann wie der Wiener a Menge vertrag’n. Nur eins kann man net – den Wurschtl derschlag’n!“ Dieser Satz aus dem Lied „Der Wurschtl“ bringt nicht nur den Charakter des Kasperls, sondern auch des typischen Wieners auf den Punkt.

Und deshalb meint der Musikwissenschaftler Wolfgang Stanicek: „Man kann Erich Meder mit Fug und Recht als Chronisten der Wiener Seele bezeichnen. Sein literarischer Beitrag zur Unterhaltungskultur kann als Spiegel der spezifischen Wiener Lebensart und Identität begriffen werden.“ So ist es nur naheliegend, dass seine sorgfältig recherchierte Biografie den Titel „Erich Meder – ein Schlagertexter als Chronist der Wiener Seele“ trägt. Stanicek förderte unbekannte Details aus Meders Leben und unveröffentlichte Fotos und Dokumente zu Tage. Zahlreiche, den Zeitgeist reflektierende Cover von Notenblättern ergänzen den Text. Besondere Perlen sind die Erinnerungen von Otto Schenk, der als Bub mit seinem Vater öfters bei Erich Meder zu Besuch war.

Herausgeber des Buches ist der Salzburger Zahnarzt Wolfgang Bacher, der vor vier Jahren auf verschlungenen Wegen den Nachlass von Erich Meder erbte und seitdem sehr bemüht ist, das Werk und den Namen des vergessenen Wiener Originals erneut ins Rampenlicht zu rücken. Es lohnt sich durchaus, Erich Meder, den bekannten Unbekannten, wieder zu entdecken. Das vorliegende Buch trägt wesentlich dazu bei.

Literatur im Cafe Mozart
Werner Friedl und Sigrid Gerlach im Cafe Mozart >


wecker_konstantin

… Du einem Zwanzigjährigen begeistert von Konstantin Wecker erzählst und der Dich fragt: „Wer soll das sein?“

sonjaschiff

Von Sonja Schiff

Gestern gab Konstantin Wecker im österreichischen Fernsehen ein großartiges Interview zum Thema Flüchtlinge, Asylwerber und die aktuelle Stimmung in Österreich und Deutschland, die hetzerische Stimmung in unseren Ländern und der visionslosen Politik.

Ich war von dem Interview total begeistert. Konstantin Wecker begleitet mich als Musiker schon mein halbes Leben und ich mag es, dass er immer wieder ein Mahner ist, dass er nicht aufhört den Finger in die Wunden der Gesellschaft zu legen. .

Also musste ich heute bei einem intergenerationellen Frühstück mit einem Freund und dessen jugendliche Kinder von Wecker uns seinem tollen Interview erzählen. Und dann die Antwort: „Wer soll das sein…?“

Was habe ich mich in diesem Moment alt gefühlt! Wieder wurde mir bewusst, dass die Zeit vergeht, die nachfolgenden Generationen vorrücken, mit ihren Idolen, ihren Begleiterinnen durchs Leben……und alles Alte irgendwann vergessen sein wird…….

Hier nun für alle, die Konstantin Wecker auch kennen und mögen, das Interview und ein wenig Musik. Viel Freude damit!

Konstantin Wecker in der Dofzeitung

Konstantin Wecker bei den Salzachfestspielen 2015 in Laufen
Konstantin Wecker im Cafe Mozart in Salzburg
Konstantin Wecker in Laufen in Obb. 2008

<br>


Konstantin Wecker | Foto: Karl Traintinger

Fulminant und leise zugleich, die Seele herausfordern und streichelnd, den Mut zu einem SICH SELBST bekennend und fordernd – und dies in virtuoser Musikalität und ausdrucksstarker Sprache, die seines gleichen sucht, so erlebt die vollbesetzte Salzachhalle das dreistündige Konzert des Musikers, Liedermachers, Komponisten, Schauspielers und Philosophen Konstantin Alexander Wecker (* 1. Juni 1947 in München).
Fotos + Text: Rosi Fürmann

Infos:
Karl Traintinger Konstantin Wecker in Laufen in Obb. 2008
Karl Traintinger: Konstantin Wecker im Cafe Mozart in Salzburg


sommerszene 2018

Intendantin Angela Glechner präsentierte am 25. April 2018 in einem Pressegespräch das „extrem dichte und intensive Programm“ des heurigen International Performing Arts Festival, das Choreographen, Performern und Theatermachern eine Bühne für grenzüberschreitende Produktionen bietet.

Elisabeth PichlerVon Elisabeth Pichler

14 Performances aus sieben Ländern, davon vier Uraufführungen und sieben Österreich-Premieren, laden das Publikum zum gesellschaftspolitischen Diskurs ein. Auch mit der aktuelle Debatte zum Thema Sexualität, Gender und Identity befassen sich einige Veranstaltungen.

Die dänische Choreographin Mette Ingvartsen untersucht in „to come (extended)“ das Verhältnis von Sexualität, Macht und Körperpolitik und das unfreiwillige Ineinandergreifen von Öffentlichkeit und Privatheit. Für diese lustvolle Choreographie gibt es ebenso wie für ihr radikales, verstörendes Solo „21 pornographies“ verständlicherweise eine Altersempfehlung ab 18 Jahren.

Der indonesische Star-Choreograph Eko Supriyanto hat schon mit Popstar Madonna und Regisseur Peter Brooks zusammengearbeitet, ist jedoch in Österreich noch eine weitgehend unbekannte Größe. In „Balabala“ lässt er fünf junge indonesische Tänzerinnen mit typisch männlichen Kriegstanzbewegungen von den Veränderungsprozessen in ihrer noch stark von traditionellen Geschlechterrollen geprägten Heimat erzählen.

In „Magnificat“ sagen 23 polnische Frauen dem traditionellen Frauenbild in ihrer Heimat den Kampf an. Die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Marta Górnicka dirigiert diesen Chor, in dem Texte von Elfriede Jelinek, Adam Mickiewicz und Euripides mit voller Wucht auf Kochrezepte und Zitate aus Zeitungen prallen.

Neben diesen Produktionen im republic bietet die Sommerszene auch heuer wieder die Möglichkeit zu ungewöhnlichen Perspektiven und neuen Standpunkten. In der Kollegienkirche erwartet die Besucher mit „Of All The People In All The World“ eine performative Installation aus fünf Tonnen Reis. Die gefeierte Produktion der britischen Theatergruppe Stan’s Cafe hat bereits in mehr als 60 Städten für Aufsehen gesorgt und ist von 8. bis 16. Juni bei freiem Eintritt zu besichtigen.

In „Lookout“ führen auf der Festung Hohensalzburg Volksschulkinder mit einem Festivalbesucher ein Gespräch über ihren gemeinsamen Lebensraum, ihre Wünsche und Sehnsüchte, während sie über die Stadt blicken. Der britische Künstler, Autor und Kurator Andy Field gastiert mit diesem interaktiven Projekt zum ersten Mal in Österreich.

Das Salzburger Performancekollektiv gold extra überprüft mit „Stranger Home“ bei einer „Busfahrt ohne Aussicht“ die Ortskenntnisse von Salzburgern, führt sie zu unbekannten Winkeln und Ecken der Mozartstadt und bietet ihnen ungewöhnliche Einblicke in Subkulturen. Klingt spannend! Weitere Veranstaltungen finden in der ARGEkultur, im SEAD und in der Galerie FÜNFZIGZWANZIG statt.

Sämtliche Programmpunkte abzuarbeiten, hat sich der Plakatkünstler, Performer, Filmer und Autor Julius Deutschbauer aus Wien vorgenommen. Er wird über jede Veranstaltung eine Kritik bzw. eine detektivische Reisebeschreibung erstellen und sie bis spätestens 11 Uhr am darauffolgenden Tag auf dem von der Sommerszene eingerichteten Blog veröffentlichen. Eine erste Kostprobe hat er zur Präsentations-Pressekonferenz vom 25. April verfasst – zu finden unter szene-salzburg.net/news.

Am 8. Mai stellt Festivalleiterin Angela Glechner in den Kavernen 1595 das Programm der diesjährigen Sommerszene öffentlich vor und gibt Einblicke in die Arbeitsprozesse der Künstler. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter info@szene-salzburg.net wird gebeten.


The Jazzcake in Salzburg. Foto: KTraintinger

Am 22. Juli 2017 fand in Salzburg das diesjährige Fest zur Festpieleröffnung statt. Das umfassende Programm und das herrliche Sommerwetter brachte tausende Besucher in die Mozartstadt.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Abseits vom Festpieltrubel und dem dazugehörigen Fest und doch mittendrinn, gab es einige hervorragende Straßenmusikanten, die ihr Schärflein zur Musikvielfalt in der Stadt beitrugen. Vor dem Juridicum in der Churfürststraße 1, visavis dem traditionsreichen Café Tomaselli, spielte die Formation “The Jazzcake” aus der Tschechischen Republik.

Die 5 Musikstudenten (Melsá Radek – voc, Drnek Vojtěch – accordion, Jan Lacina – guit, Luan Gonsalves – double bass, Jan Andrýsek – drums) präsentierten bekannte Jazzstandards wie beispielsweise Bill Withers – Ain’t No Sunshine,  Mack the Knife, das auch schon Louis Armstrong gesungen hat oder Bei Mir Bistu Shein, das durch die Andrew Sisters berühmt wurde. Der Groove der Musiker war so ansteckend, dass fast alle Zuhörer zum Mitswingen veranlasst wurden. Es war ein sensationeller Gig von The Jazzcake in der Festspielstadt, der leider  nur etwa eine halbe Stunde dauerte!