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Autorenübersicht

Liste von jenen Autoren, die mindestens einmal in der Dorfzeitung publiziert haben.

Autorenübersicht

Annelore Achatz, Bio, Lamprechtshausen Salzburg
Paul Arzt Bürmoos Salzburg
Karl Bauer Gleisdorf Steiermark
Wolfgang Bauer – Bürmoos Salzburg
Ana Bilandzija Salzburg
Annabell Brand Salzburg
Wolfgang Ecker Oberndorf
Michaela Essler Bürmoos Salzburg
Walter Hansy Gänserndorf Niederösterreich
Tomas Friedmann
Alois Fuchs, Bio, Bürmoos Salzburg
Nina Groß Moosdorf Wien – Literaturhaus Salzburg
Hans-Peter Graß Friedensbüro Salzburg
Michaela Gründler – Salzburg
Ulrike Guggenberger Oberndorf Salzburg
Helmut Guggenberger Oberndorf Salzburg
Hilda Hammertinger Anthering Salzburg
Cordula Hofmann-Molis Kirchanschöring
Michael Honzak Honzi Seekirchen am Wallersee Salzburg
Karl Jocha Budapest
Helmut Junger Berlin
Daniel Krainer Bürmoos Salzburg
Ingrid Kreiter Südtirol Salzburg
Reinhard Lackinger Salvador Brasilien
Ludwig Laher St. Pantaleon Oberösterreich
Martina Lang Salzburg – Ulli Mairinger Bürmoos
Karl G. Mayr Taxham Salzburg
Andreas Maislinger Universität Innsbruck
Gerhard Michalek Nußdorf am Haunsberg Salzburg
Astrid Müller, Bio, Salzburg
Bernhard Müller Lamprechtshausen Salzburg
Walter Müller Salzburg
Peter Neumaier Koppl Salzburg
Elisabeth Pichler Hallwang Salzburg
Robert Pienz Schauspielhaus Salzburg
Chris Ploier Thalgau Salzburg
Christiane Pott-Schlager Lamprechtshausen Salzburg
Andrea Nührig-Reiser Salzburg 
Astrid Rössler – Salzburg
Rebecca Schönleitner
Christina Schatzl-Gruber Salzburg
Alois Schöpf Lans Tirol
Christina Schröder Südwind Wien
Maria Schweiger Salzburg
Walter Schweinöster Lofer Salzburg
Christine Schweinöster Lofer Salzburg
Thomas Selinger Big T. Bürmoos Salzburg
Manfred Siebinger, Bio, Salzburg
Gerlinde Starck – Laufen Obb.
Michael Steinberger Nußdorf
Siegfried Steinkogler – Oberndorf Salzburg
Matthias Traintinger – Graz Steiermark
Karl Traintinger – Lamprechtshausen Salzburg
Stephan Traintinger Wien 
Gidon Wagner München
Kurt Winkler Bürmoos Salzburg
Monika Wolfgruber Berndorf Salzburg
Irina Zelewitz Salzburg


Autorenübersicht

Annelore Achatz Lamprechtshausen Salzburg –  Ana Bilandzija Salzburg – Annabell Brand Salzburg – Michaela ong>Essler Bürmoos Salzburg – Walter Hansy Gänserndorf Niederösterreich – Tomas FriedmannAlois Fuchs Bürmoos Salzburg – Nina Groß Moosdorf Wien – Literaturhaus Salzburg – Hans-Peter Graß Friedensbüro Salzburg – Ulrike Guggenberger Oberndorf Salzburg – Helmut Guggenberger Oberndorf Salzburg – Hilda Hammertinger Anthering Salzburg – Cordula Hofmann-Molis Kirchanschöring – Michael Honzak Honzi Seekirchen am Wallersee Salzburg – Karl Jocha Budapest – Helmut Junger Berlin – Daniel Krainer Bürmoos Salzburg – Ingrid Kreiter Südtirol Salzburg – Reinhard Lackinger Salvador Brasilien – Ludwig Laher St. Pantaleon Oberösterreich – Martina Lang Salzburg – Ulli Mairinger Bürmoos – Karl G. Mayr Taxham Salzburg – Andreas Maislinger Universität Innsbruck – Gerhard Michalek Nußdorf am Haunsberg Salzburg – Astrid Müller Salzburg – Bernhard Müller Lamprechtshausen Salzburg – Walter Müller Salzburg – Peter Neumaier Koppl Salzburg – Elisabeth Pichler Hallwang Salzburg – Robert Pienz Schauspielhaus Salzburg – Chris Ploier Thalgau Salzburg – Christiane Pott-Schlager Lamprechtshausen Salzburg – Andrea Nührig-Reiser Salzburg – Thomas Selinger Big T. Bürmoos Salzburg – Christina Schatzl-Gruber Salzburg – Alois Schöpf Lans Tirol – Mag.a Christina Schröder Südwind Wien – Walter Schweinöster Lofer Salzburg – Christine Schweinöster Lofer Salzburg – Manfred Siebinger Salzburg – Ingrid Schultschik Bürmoos Salzburg – Andrea Sigl Lamprechtshausen Salzburg – Michael Steinberger Nußdorf – Karl Traintinger Lamprechtshausen Salzburg – Stephan Traintinger Wien – Gidon Wagner München – Kurt Winkler Bürmoos Salzburg – Monika Wolfgruber Berndorf Salzburg – Irina Zelewitz Salzburg


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Mohnsonne. Mehr als Kunst in der Kirche

Ostersonntag, 5 Uhr früh. Im fahlen Licht des erwachenden Tages nähern wir uns dem Südeingang Tittmonings. Vom Zentrum her ragt der Zwiebelturm des katholischen Gotteshauses der größeren Schwester jener kleinen evangelischen Kirchengemeinde, zu dessen Osterfest wir eingeladen sind.

Von Karl G. Mayr, kama

Eines fällt gleich auf, diese Kirche steht nicht wie hierzulande üblich im Ortszentrum, sondern bei den Leuten wo sie leben und arbeiten. Gott in nächster Nachbarschaft, also. Der Andachtsraum ist dunkel, die  Kerzen der versammelten Gläubigen schaffen eine ganz besondere Atmosphäre der feierlichen Erwartung.

links Peter Dreier, rechts Eberhard ZehEin besonderer Tag in mehrfacher Hinsicht. Jesus ist auferstanden und eine Pfarre hat sich ein ganz besonderes Symbol in ihre Kirche geholt. Nicht wie üblich das Bildnis des leidenden Gekreuzigten soll am Tag seiner Auferstehung über dem Altar enthüllt werden, sondern die kraftstrotzende Mohnsonne der Laufener Künstlerin Christine Smaczny. Ihr warmes, leuchtendes Rot strahlt das pralle Leben auf den Altar und Kirchengemeinde. Für alle und alles gleich stark.  So war dann auch die Begrüßung des Pfarrers Eberhard Zeh eine stimmige Ergänzung. Egal wer jetzt gekommen ist, Gläubige, Andersgläubige, Ungläubige, ihr alle seid willkommen.

Man glaubt es diesen Menschen. Ihr freundlicher Ernst und ihr spürbarer Zusammenhalt machten auch auf einen alten Heiden wie mich einen nachhaltigen Eindruck.  Seit den 1960er Jahren steht sie hier die Kirche der Evangelischen von Tittmoning. Und so erzählte mir der Vorsitzende des Kirchenvorstandes Peter Dreier, etwa 2000 Mitglieder, fühlen sich mit ihr verbunden. Den gekreuzigten Jesus haben man dieses Jahr nicht enthüllt. Schließlich sollte ja der Tag seiner Auferstehung ein Fest der Lebensfreude und der Hoffnung sein.

Christne smacznyAls dem Pfarrer Eberhard Zeh die Mohnsonne der Malerin Christine Smaczny begegnete wusste er, das wird es sein. Und siehe da, auch die Gemeinde fand Gefallen an dem Bild. Vielleicht ein Zeichen der intensiveren Hinwendung zu den Urbotschaften des Christentums ohne Pathos, Prunk und Schnörkeln? 

INFO: Der Malerin, Autorin und Musikerin Christine Smaczny > widmen wir ein Portrait in der Galerie >. Hier sind Werke der Künstlerin nicht nur zu sehen sondern auch zu hören. Eine spezielle Werkschau ist in Vorbereitung.


Nachtrag zu “Kohr for Kids”

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Eine Bühne, in der Mitte breitbeinig und bestens ausgeleuchtet das Paris-Lodron-Ensemble.  Ganz am Rand die vortragenden Kinder als Pausenfüller für das routinierte Ensemble das gekonnt, aber ein wenig zu glatt musikalische Klischees  zu den Lebensstationen Kohrs darbot. Gleich am Eingang erwartete die  BesucherInnen ein Karabiner Haken aus der Massenfertigung (nicht sehr Kohr mäßig) mit der angehängten Botschaft sich in die Veranstaltungsreihe “Salz-Art” einzuklinken.

Von Karl G. Mayr

Hoffentlich kommt es zu keinen Verletzungen bei Hobby-KletterInnen. Die eingravierte englische Aufschrift: “Not for climbing” ist nämlich nur mit der Lupe lesbar. Keinen Richter würde das bei einer Produkthaftungsklage   überzeugen.

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Bravo Kinder, bravo LehrerInnen, ihr habt eure Sache gut gemacht unter dem Firmament der herrlich bunten Quader die zusammen mit dem wunderschönen Riesenteppich an der Frontwand der Aula Fantasie und  Gemeinschaftssinn der Leopold-Kohr Hauptschule zum Ausdruck brachten. Lasst euch in Zukunft nicht mehr an den Rand drängen. Stellt euch in die Mitte wo ihr hingehört. LehrerInnen und junge Persönlichkeiten die gemeinsam voller Tatendrang an einer guten  Zukunft unserer Gesellschaft  arbeiten.

Übrigens, wie man deutlich hörte, haben die Kinder Kohrs Satz zu seinem bevorstehenden Ableben: “Wenn ich gestorben bin, geht in die Natur und feiert”, besser verstanden als zahlreiche Anwesende die ein wenig steif einer ein wenig steifen Veranstaltung beiwohnten. Nur sind sie dazu in leicht abgewandelter Form, in den Keller der Schule gelaufen. Aus ihm tönte der fröhliche Krawall von Kindern, die es genossen ihre Schule einmal anders zu erleben. Ihr Kid’s von der Leopold Kohr Hauptschule Oberndorf, wir zählen auf euch. Macht weiter so und überrascht uns bald wieder mit eurer Kreativität.

Ein Abend der gemischten Gefühle also aber mit der hoffnungsvollen Erkenntnis: “Wie gut dass es so passiert ist damit wir darüber reden und es beim nächsten Mal besser machen können”.

Das Buch der Pädagogen Martina Fischer und Franz Paul Enzinger, das noch dieses Jahr erscheinen wird, behalten wir im Auge und freuen uns schon auf seine Vorstellung in der Dorfzeitung. (kama)


Leben im Kohr

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2009 wäre der Oberndorfer Philosoph und Nationalökonom 100 Jahre alt geworden. Ein Datum dass in atemberaubender Übereinstimmung mit dem zeitlupenhaften Zusammenbruch globaler Finanzsysteme einhergeht. Eine Entwicklung die Leopold Kohr voraussah.  In seinen Werken entwickelte er die Antithese zu komplexen unbeherrschbaren Systemen:  Das Leben nach menschlichem Maß.  Wen wunderts dass  Kohrs Gedanken in Zeiten wie diesen besonderes Gehör finden. Der Salzburger Kohrkenner, Philosoph und Herausgeber bedeutender Kohrwerke, Dr. Günther Witzany und der Taxhamer Grafiker Karl Georg Mayr haben aus dem Werk Leopold Kohrs 10 Vorschläge für das angenehmere Leben destilliert und stellen Sie erstmals am Dorfplatz der Dorfzeitung vor. Angeschlagen wie einst das Manifest des Reformers Martin Luthers zu Witten. Diskutieren, erweitern und verbreiten wir sie …

10 Vorschläge um uns das Leben angenehmer zu gestalten
Inspiriert durch den Menschen und das Werk Leopold Kohr.

Verfasst von Dr. Günther Witzany und Karl Georg Mayr (kama).

1.Vorrat ist etwas für Angsthasen. Alles was davon zuviel ist,
fehlt irgendwem und mindert Dein Glück und das der Gemeinschaft.

2.Umgib Dich mit Sachen, die von Größe, Geschwindigkeit und Art
zu Dir passen und Dich und andere froh machen.

3. Die hilfreicheste Hand findest Du nicht vom Staat sondern
am Ende Deines Armes oder dem von guten Freunden.

4. Suche Dein Lebenszentrum dort wo alles per Internet, zu  Fuß
oder mit dem Rad erreichbar ist.

5. Folge nicht auf Dauer dem Tempo von Maschinen sondern suche
Deinen eigenen Rhythmus und den Deiner unmittelbaren Mitmenschen.

6. Energie ist etwas wunderbares und nicht etwas das man
für Unsinn verschwenden soll.

7. Lerne den Menschen zuhören. Dann erfährst Du mehr über Deine
Welt als von den Massenmedien.

8. Teile Dein persönliches Glück mit anderen. Nur dann hast
Du wirklich etwas davon.

9. Du bist von Deiner Geburt an eine außerordentlich wichtige Person.
Alleine durch Deine Existenz hast Du als Teil der menschlichen
Entwicklung die Vorraussetzungen für großartige Kunstwerke,
Erfindungen und Entdeckungen geschaffen. Alleine deshalb gebührt
Dir Respekt und Liebe aller Mitmenschen.

10. Wann immer Du am Abgrund stehst, vergiss nie, dass es dann nur eine richtige Entscheidung gibt: Einen Schritt zurücktreten.

Mehr zu Kohr in den Lebensräumen >

Zur Leopold Kohr Akademie >



Michaela Essler: Sie sind überall …

Traditionelles Wiener Vorstadtgasthaus

Traditionelles Wiener Vorstadtgasthaus (Fotos: KTraintinger, Dorfzeitung)

… oder “Gedanken zur traditionellen österreichischen Gasthauskultur”

Der Salzachhof in Oberndorf ist schon seit langer Zeit ein für seine gute Küche bekanntes  Chinarestaurant.

Der Salzachhof in Oberndorf ist schon seit langer Zeit ein für seine gute Küche bekanntes Chinarestaurant.

Sie sind überall. An allen Ecken sind sie zu finden. Und es werden immer mehr. Italiener, Chinesen, Griechen, Türken, Mexikaner, Inder und Japaner. Und wir gehen gerne hin, genießen, was sie uns zu bieten haben.

Von Michaela Essler

Wer ißt heute noch Leberknödelsuppe, Wiener Schnitzel oder Schweinsbraten? Nein. Pizza, Frutti die Mare, Frühlingsrolle, Peking-Ente, Kebab, Gyros, Chili oder Sushi ist nach unserem Geschmack. Wir sind weltoffen und international unterwegs – auf der Speisekarte.

Schweiger´s Gasthaus zur Plainbrücke am Stadtrand von Salzburg wird als sehr gute italienische Trattoria geführt.

Schweiger´s Gasthaus zur Plainbrücke am Stadtrand von Salzburg wird als sehr gute italienische Trattoria geführt.

Mit unseren Speiseplänen durchwandern wir die ganze Welt. Und verlieren dabei scheinbar unsere heimische Kost völlig aus den Augen, oder besser gesagt, aus dem Magen. Ich nehme mich da selbst nicht aus. Ich gehe auch gerne zum „Italiener“. Aber mancherorts wird es schon schwierig ein Wirtshaus oder ein Restaurant zu finden, in dem noch österreichische Küche angeboten wird.

Alles zu fett, zu cholesterinhaltig, zu ungesund – könnte da einer argumentieren. Wir legen eben Wert auf gesunde Ernährung. Möglich, daß es damit zu tun hat. Wäre da nicht der überaus beliebte amerikanische „Kulinarik“-Import: auch bekannt als McDonalds. Und ob Hamburger wirklich so viel gesünder sind als Wiener Schnitzel sei einmal dahin gestellt. Die gesunde Ernährung kann es also nicht sein, die uns wegtreibt von den österreichischen Spezialitäten.

Der Salzachhof in Oberndorf ist schon seit langer Zeit ein für seine gute Küche bekanntes  Chinarestaurant.

Der Salzachhof in Oberndorf ist schon seit langer Zeit ein für seine gute Küche bekanntes Chinarestaurant.

Und wenn wir schon international unterwegs sind: wo sind bitte schön die Franzosen, Spanier, Portugiesen, Polen, Ungarn, Schweden, Holländer oder Russen? In diesen Ländern gibt es doch sicher auch Speisen, die uns munden.

Einzig und allein bei den Mehlspeisen bleiben wir in heimischen Gefilden. Palatschinken, Marillenknödel, Krapfen, Wuchteln sind nach wie vor auf unserer Hit-Liste. Und ganz offensichtlich sind Apfelstrudel, Sachertorte, Topfengollatschen oder Zwetschkenfleck durch nichts zu übertreffen.

Und damit verbunden natürlich unsere Kaffee-Kultur: Verlängerter, großer Brauner, Mokka, Melange sind ungeschlagen.

Salzechner´s Gasthaus in Oberndorf Ziegelhaiden heißt heute Indian Palace und wirbt mit indischen Spezialitäten.

Salzechner´s Gasthaus in Oberndorf Ziegelhaiden heißt heute Indian Palace und wirbt mit indischen Spezialitäten.

Einzig der Cappuccino macht da ein wenig Konkurrenz. So sind unsere Cafehäuser die letzte unangefochtene Bastion österreichischer Köstlichkeiten.

Wir wollen hoffen, daß unsere Eßgewohnheiten die österreichische Küche nicht gänzlich in die Bedeutungslosigkeit schicken. Und wir auch in Zukunft noch Lokale finden, in denen sie angeboten wird.

Taxhams Antwort auf das Wirtesterben …

Der Taxburger

Der Taxburger

Als Hansi noch Bosna machte. 
Ein Beitrag von Karl G. Mayr (kama)


Elfriede Österle

Elfriede Österle: Leben heisst Bewegung

In der Fotografie erstarrt ein bewegliches Motiv in dem Augenblick, wo es der Datenträger aufgenommen hat. Auch in der darstellenden Kunst sind Beispiele rar, an denen Belebtes nicht “einfriert”, sondern durch eine konsequente Reduktion der “Hüllen” zu neuer Lebendigkeit erwacht.

Von Karl G. Mayr (kama) Salzburg

“Elfriede Österles Zeichnungen gehören zu diesen Beispielen der äußerst seltenen Art. Es scheint, als habe sie in manchen ihrer Pferdebilder einen Grad der Abstraktion erreicht, die nur mehr die Darstellung reine Bewegungsenergie zulässt. Wie eine Aura umgibt die vergehende Körperlichkeit ein Zentrum aus pulsierender Energie, das sich im zügigen Galopp und unbeeindruckt von der physischen Realität aus dem Bild hinaus bewegt.

Elfriede Österle  - Pferde

Homepage von Elfriede Österle >

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Hannes Feldkircher - Das andere Salzburg

Hannes Feldkircher: Mit dem LKW durch´s andere Salzburg

Alltags- und Industrieräume werden meist ästhetisierend dargestellt. Reizvolle Architektur, spannende Licht- und Schattenspiele überlagern die Trostlosigkeit. Darunter menschlicher Alltag zwischen Beton und Lieblosigkeit.

Von Karl G. Mayr (kama)

Vielleicht gelingt es den Städteplanern irgendwann, die zwar pulsierenden und vitalen, aber zum Erbarmen hässlichen Areale wirtschaftlicher Nutzung zu verstecken. Noch aber liegt dieser Lebensraum vieler Menschen offen einsehbar für uns und alle Gäste des musealen Salzburgs.

Aber so lange besteht auch die Chance für Architekten, Politiker und Sozialplaner, Lebens-, Arbeits- und Freizeitraum näher zusammen zu bringen, die Wege zu verkürzen, die Umwelt der Menschen schöner und lebenswerter zu gestalten. Denn Fortschritt darf im Zeitalter der Ingenieure nicht nur aus immer schnelleren Rechnern und bequemeren Waschmaschinen bestehen. Fortschritt ist auch, wenn sich die Menschen in einer Stadt, in einem Land immer wohler fühlen. Eigentlich die einzige Aufgabe der Politik.

Hannes Feldkircher lebt mit seiner Frau Sonja und zwei reizenden kleinen Töchtern in Taxham. Täglich steigt er in den LKW und absolviert seine Route zu Salzburger Lagerhäusern und Firmen. Diesmal hat er seine Olympus C-820 mitgenommen. Was er fotografierte, ist für ihn gewohnter Alltag. Für uns Betrachter aber eine Dokumentation über den enormen Schönheitsbedarf unserer städtischen Randgebiete und Arbeitsplätze. 

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N.I.L.F.I.S.K. Musik der beinahe physischen Art

 

Massiver Angriff gegen Huck´nbleiber

Was passiert, wenn ein paar Freunde auf seltsam ekstatische Art gemeinsam Musik machen, kann man kurz und einfach mit sieben Buchstaben beschreiben: N.I.L.F.I.S.C. Aber damit hat sich’s schon mit der Einfachheit.
Szene-Beobachter wie der bekannte Musikjournalist des Online-Magazins “Bloom”, Dominik Engel, betreiben N.I.L.F.I.S.C.- Forschung abends unter der Bettdecke, um die Familie zu schonen. Vor allem aber um endlich dahinter zu kommen, ob es sich bei dieser Musik um “noch Geräusche” oder “schon Musik” handelt. Ist das geklärt, gilt es nur noch herauszufinden, wie ernst es die Jungs eigentlich meinen. Oder ist man ihnen etwa auf den Leim gegangen?

Was die Fachwelt quält, ist für die N.I.L.F.I.S.C.’s kein Thema. “Unsere Sessions sind eine gute Methode um herauszufinden, wie weit man durch Musik die Grenze zwischen den Individuen aufheben kann”, meint Günther Witzany. “Dass es bei diesem Prozess auch etwas zu hören gibt, ist ein eher flüchtiger Nebeneffekt”, setzt er schelmisch dazu.

geh220x220Daran mag es wohl liegen, dass sich manche “Außenzuhörer” in der Regel schwer tun, das Gehörte richtig zu genießen. Schließlich müssten sie da ja mitswingen, sich mit den Instrumenten umkreisen und verweben, die wilde Lust, die wilde Wut und die ganze Zärtlichkeit zum Leben im Augenblick des Spielens erleben.

Nur ein relativ kleiner Kreis von N.I.L.F.I.S.C.-Enthusiasten ist in der Lage, in diese Musik zum Zeitpunkt ihres Entstehens hinein zu schlüpfen und das ganze Erlebnis der Musiker mitzuspüren. Dazu reicht diesen Puristen auch eine CD mit sehr unterschiedlicher Tonqualität.
Weil das so ist, erscheinen Alben dieser Gruppe nur in kleinsten Auflagen von 50 bis 100 Stück. Allerdings werden diese von manchen Fans schon als Kultobjekte gesammelt. “Geh!” wurde speziell für die Gastwirte im Flachgau hergestellt, die ihre späten Gäste zur Sperrstund` los werden möchten.
Eine radikale Methode. Denn entweder geht der Gast rechzeitig oder er behält einen bleibenden Schaden… 😉

Karl G. Mayr (kama) Salzburg bei Taxham 27.2.2003

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