Abfahrtssperren – A10 Tauernautobahn

Stau auf der Autobahn

Stau auf der Autobahn | Foto: © 2025 Karl Traintinger

Der Salzburger Verkehr bleibt ein Sorgenkind der Bevölkerung. Seit Ferienbeginn gelten wieder Abfahrtssperren entlang der Tauernautobahn, diesmal auch unter der Woche. Weil sich die Sperren für den Transitverkehr als Flickwerk erweisen, greift man nun zum großen Hammer: Das Sperren der Abfahrten für alle.

So Wochenkommentar

Von ist Manuel Prodinger

Die Abfahrtsperren für den Transitverkehr zwischen Hallein und Werfen verfolgen die Einheimischen schon seit der großen Tunnelbaustelle in den Jahren 2023 bis 2025. Weil diese Sperren allzu oft nicht beachten wurden, kam es immer wieder zu Staus, auch auf den Landstraßen. Geändert wurde an dem Konzept in den vergangenen Jahren beinahe nichts.

Verkehrsminister Peter Hanke von der SPÖ prahlte vergangenes Jahr noch mit einem neuen Transit-Management System für eine automatische Temporegelung. Von dessen Erfolg hört man heute aber nur noch wenig. Dafür setzt die ASFINAG nun zwei Drohnen ein, um den ja schwierig zu überprüfenden Verkehr im Blick zu behalten.

Der eigentliche Super-GAU ist aber ein neues Pilotprojekt. Von August bis September sollen an den verkehrsreichsten Wochenenden zwischen Golling und Werfen einzelne Auf- und Abfahrtfahrten der A10 für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Also für einen Einheimischen aus Golling, der nach St. Johann fährt heißt es ausweichen: Auf die Bundesstraße über den Pass Lueg, der übrigens gerade saniert wird.

Eine Entschädigung für die bereits bezahlte Vignette über diesen Zeitraum gibt es nicht, auch ein gratis Öffi-Ticket für diese Zeit kommt dem Verkehrsreferenten Salzburgs nicht mal in den Sinn.

Eine spürbare Entlastung des Verkehrs ist also nicht in Sicht. Vielleicht wären Abfahrtskontrollen an allen Abfahrten der A10 und digitale Markierungen der Sperren auf Navis und Google Maps eine bessere Option.

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