Akte zwischen Figur und Farbe

Akte zwischen Figur und Farbe

In ihrer aktuellen Ausstellung zeigt Bianca Regl eindrucksvoll, wie sich Malerei zwischen Figuration und Abstraktion zu einer ganz eigenen Sprache verdichten kann. Ihre mit Öl auf Leinwand gemalten Werke entfalten eine stille, fast meditative Spannung.

Von Karl Traintinger

Schicht für Schicht tragen die fein aufgetragenen Ölfarben dazu bei, dass Transparenz, Bewegung und Tiefe miteinander in Dialog treten. Nichts wirkt festgelegt, alles scheint zu fließen, als folgten Farbe und Form einem inneren Rhythmus. Man spürt, dass Regl in ihrem eigenen Tempo arbeitet, im Einklang mit Pinsel, Fläche und Emotion.

Auffällig ist ihre unverwechselbare Farbpalette: Zarte Purpurtöne, sanfte Grauvariationen und leuchtende, beinahe weiße Akzente verbinden sich zu Kompositionen, die beinahe musikalisch anmuten. In ihren Frauenbildern, die sinnlich, kraftvoll und zugleich verletzlich sind, schwingt eine leise Erinnerung an klassische Akte mit. Doch Regls Frauen sind keine idealisierten Schönheiten. Sie strahlen Gegenwart, Lebensfreude und eine Natürlichkeit aus, die berührt. Es sind frische, unaufgeregte Gemälde, wie man sie selten zu sehen bekommt.

Ihre Malerei erzählt von Bewegung, Stimmung und dem freien Spiel der Formen. Es sind Bilder, die man nicht analysiert, sondern erlebt.

Bianca Regl, geboren 1980 in Linz, lebt und arbeitet zwischen Wien und Peking. Nach Studien in Linz, Wien, Helsinki und Salzburg entwickelte sie eine unverwechselbare Handschrift, die internationale Anerkennung fand. Seit 2010 leitet sie gemeinsam mit Anna Hofbauer den Projektraum BLACKBRIDGE OFF in Peking. Ihre Werke waren unter anderem im Museum Angerlehner, im Essl Museum und in der Galerie Giese & Schweiger zu sehen. Regl gilt als eine der interessantesten Positionen der zeitgenössischen österreichischen Malerei.

Dorfzeitung.com

Freunde helfen der Dorfzeitung

Freunde helfen der Dorfzeitung durch ein Abo (=Mitgliedschaft)! Wir sind sehr stolz auf die Community, die uns unterstützt! Auf diese Weise ist es uns möglich, unabhängig zu bleiben. Ihre laufende Unterstützung macht den Unterschied.

Es gibt zwei einfache Wege, zum Freund der Dorfzeitung zu werden.

Überweisung der Abogebühr (ohne Kreditkartenabo)
Sie werden für ein Jahr ein außerordentliches Vereinsmitglied (ohne Rechte und Pflichten) des Herausgebervereins (Kulturverein Dorfzeitung KULTUR online) zum Jahrespreis von 54 €. Es ist dazu ihre Post- und E-Mailadresse notwendig, damit wir die Rechnung für den Mitgliedsbeitrag schicken können. Nach Eingang der Zahlung bekommen Sie einen Steady-Gastzugang für 1 Jahr. Verlängerungen sind möglich. Kontaktformular >

Direktabo mit Kreditkartenzahlung
Ein weiterer Weg ist ein Direktabo via Steady, wie es im Folgenden beschrieben und angeboten wird.

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Views: 40

Kommentar hinterlassen zu "Akte zwischen Figur und Farbe"

Hinterlasse einen Kommentar