Am 16. Jänner 2026 wurde im Rockhouse Salzburg der Heimo Erbse Preis 2026 verliehen. Der mit 3.000 Euro dotierte Förderpreis ging in diesem Jahr an die Musikerin Anna Buchegger, die für ihr künstlerisches Profil und ihre konsequente musikalische Arbeit ausgezeichnet wurde.

Von Sandra Pichler
Der Heimo Erbse Preis wird an Musiker:innen aus dem Großraum Salzburg vergeben und unterstützt die Umsetzung künstlerischer Projekte, etwa in den Bereichen Produktion, Aufnahme oder Promotion. Über die Vergabe entscheidet eine Fachjury aus der regionalen Musik- und Kulturszene. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Pressegesprächs statt und bot Einblicke in die Juryentscheidung sowie in das aktuelle Schaffen der Preisträgerin.
Anna Buchegger, geboren 1999 in Abtenau im Tennengau, zählt zu den auffälligen Stimmen der österreichischen Gegenwartsmusik. Musikalisch bewegt sie sich zwischen Dialekt, alpinen Klangtraditionen sowie Elementen aus Pop und Jazz. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 2021 durch ihren Sieg bei der ORF-Castingshow Starmania bekannt.
Mit ihrem Debütalbum Windschatten (2024) und dem 2025 erschienenen Album Soiz setzt sich Buchegger inhaltlich mit Themen wie Heimat, Identität und kultureller Verortung auseinander. Dialekt dient ihr dabei als zentrales Ausdrucksmittel. Die Jury hob insbesondere ihre Fähigkeit hervor, traditionelle Elemente in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen, ohne diese zu romantisieren.
Die Preisverleihung im Rockhouse betonte den Stellenwert des Preises für eigenständige Positionen der regionalen Musikszene.
Die Verleihung des Heimo-Erbse-Förderpreises fand zeitgleich mit der Präsentation des Samplers „Xtra Ordinary Vol. 29“ im Rockhouse Salzburg statt.

Mit „Xtra Ordinary Vol. 29 – Hit macht fit“ veröffentlicht das Rockhouse Salzburg die neueste Ausgabe seines traditionsreichen Samplers und rückt erneut die Vielfalt der lokalen Musikszene ins Rampenlicht. Die Compilation vereint Pop, Indie, Rock, Blues sowie Hard-&-Heavy-Positionen und setzt bewusst auf stilistische Breite.
Zu hören sind etablierte Szenegrößen ebenso wie neue Projekte: Bon Jour stehen für eingängige Pop- und Indie-Sounds, während Flirtmachine mit rohen, unkonventionellen Rockmotiven Akzente setzen. Newcomer wie Echo Blossom und Tija treffen auf bekannte Namen wie Blood & Champagne und die Glue Crew. Brother Buffalo liefern Bluesrock, Michael Schmuck (Dos & Dust) orientiert sich an klassischen Liedermachertraditionen, What Lies Beyond vertreten die härtere Gangart. Produziert wurde der Sampler von Rockhouse-Geschäftsführer Wolfgang Descho, das Mastering übernahm Wolfgang Schramml.

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