… und die Zeche zahlt der kleine Mann

DZ_Logo_129Die Bankenkrise aus Amerika erschüttert Europa, mitgefangen, mitgehangen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten führt uns vor, was Sache ist: Profitgier als alleiniges Wirtschaftsziel, hohe Dividenden um jeden Preis, koste es, was es wolle. Die anonyme Masse der Aktionäre will abkassieren und nur das zählt. Es muß unter anderem ja auch der Präsidentenwahlkampf finanziert werden.

Und wenn die Wirtschaft dann am Boden liegt hat man Gründe genug, um aktuelle und neue Kriege gegen den Terrorismus zu führen. Es kommt wieder Arbeit ins Land, die Wirtschaft beginnt wieder zu wachsen, und so weiter und so fort und der Kreis schließt sich wieder. Einige wenige Finanzhaie haben dabei viel Geld verdient und finanzieren den neuen Aufschwung, alles Eitel und Wonne.

Europa ist anders. Als Häuslbauer ist es oft schwierig, einen Kredit zu erhalten, verpfänden muß man alles bis zum Unterhemd dafür. Und weil das für die Bank noch immer ein minimales Restrisiko sein könnte, sichert sie sich mit einem hohen Kreditzinssatz ab, vorsichtshalber. Es muß für den Häuslbauer gerade noch gehen. Dafür gibt es für Sparer mit hohen Einlagen 5% und mehr Sparzinsen bei täglich verfügbarem Kapital; irgendwer muß ja das Sahnehäubchen bekommen.

Wenn es dann enger wird, finanziell gesehen, ein bißchen amerikanisches Lotteriespiel muß man ja eingehen, ich erinnere nur an die BAWAG, ist das auch kein großes Problem, der Vater Staat garantiert ja sowieso für die Einlagen in jeder Höhe. Das heißt dann, der Steuerzahler darf die Schulden der Bank bezahlen. Und die fehlgeleiteten Bankmanager werden bei vollem Gehalt pensioniert, bedauernswerterweise, hört man. Das Leben ist schön, wenn man reich ist,

meint ein Spaziergänger, der froh ist, wenn er so la la über die finanziellen Runden kommt.

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