Kein Tropfen auf dem heißen Stein

Korail Slum Dhaka. © Chris Kurt Weisz

Korail Slum Dhaka. © Chris Kurt Weisz

TV-Premiere der Dokumentation
am 17. Februar 2011 auf ServusTV

In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka leben 3,5 Millionen Menschen in Slums. Ebenso wie die Bewohner aus entlegenen Dörfern sind sie aus dem Gesundheitssystem ausgeschlossen. Filmregisseur und Produzent Chris Kurt Weisz begleitete die beiden Salzburger Ärzte Werner Waldmann und Christian Gruber dieses Jahr bei einem Hilfseinsatz, bei dem sie bedürftigen Menschen direkt, unbürokratisch und mit einfachen Mitteln medizinische Unterstützung und eine Perspektive für ihre Zukunft gaben – vor allem den Kindern. Die daraus entstandene 50-minütige Dokumentation “Kein Tropfen auf dem heißen Stein” hat am 17. Februar 2011 um 22.45 Uhr auf ServusTV ihre Premiere.

Am Weg nach Jamalpur © Chris Kurt Weisz

Der ehemalige Kinderarzt Dr. Werner Waldmann ist Obmann der Organisation “Österreichische Ärzte für die dritte Welt”. Seit über 20 Jahren hilft er den Kranken in Bangladesch und Indien. Aus der einst als Akuthilfe für Kranke entwickelten Initiative wurde nachhaltige Entwicklungshilfe. In Zusammenarbeit mit einheimischen Mitarbeitern wird nunmehr kontinuierlich medizinische Hilfe geleistet, die Versorgung mit sauberen Trinkwasser und Nahrung verbessert. Begleitend entstanden Slumschulen, um den Kreislauf von Unwissen und Armut zu unterbrechen. Als Waldmann selbst erkrankt von einem Einsatz zurückkehrte, wurde er vom Internisten Dr. Christian Gruber behandelt. Eine Freundschaft entstand, und daraus auch die Zusammenarbeit für die dritte Welt.

Dr. Werner Waldmann im Gandaria Slum Dhaka. © Chris Kurt Weisz

Die Handkamera von Henning Brümmer folgt den Menschen durch die engen Gassen der Slums in die kargen Hütten und zu ihrem ganz persönlichen Schicksal. Er ist sehr nah dran, wenn die Ärzte mit den Patienten in der Behandlung sind. Das Filmteam ist nicht alleiniger Beobachter des Geschehens. In dem Dorf Jamalpur – 250 km nördlich von Dhaka – versammeln sich einige hundert Patienten, um von den Ärzten behandelt zu werden. Langfristig soll hier ein neues Projekt der Organisation entstehen, bei dem Gesundheitserziehung und Gesundheitsberatung eine wesentliche Rolle spielen.

Ohne dem dauerhaften Einsatz von engagierten Leuten vor Ort wäre die Initiative der “Ärzte für die dritte Welt” nicht machbar. Der Zuseher trifft auf Babul Aminul Hoque, einen ehemaligen Koch. Er ist seit 1989 Projektleiter in Dhaka und kümmert sich um medizinische und hygienische Maßnahmen in den Slums. Er war es auch, der in Werner Waldmann die Neugierde für diese Arbeit geweckt hatte. Oder Bruder Ephrim Tirkey, ein ehemaliger Franziskaner, heute im Prado Orden. Er lebt mit den Armen und unterrichtet in Howra, Kolkatta (Indien), Slumkinder. Heute steht eine große Schule an der Stelle, an der er vor vielen Jahren mit sieben Kindern im Freien den Unterricht begonnen hatte, mit der Unterstützung von Werner Waldmann und den “Österreichischen Ärzten für die dritte Welt”.

Gandaria Slum Dhaka © Chris Kurt Weisz

“Wir sind hier, weil es das Schicksal so gewollt hat. Nach dem anfänglichen Entsetzen bei der Ankunft in den Slums, kommt der Zustand in dem sich plötzlich um einen herum nichts mehr rührt und man ein Teil davon wird. Ich habe dann so ein Gefühl, als wäre ich geboren, um zum Beispiel eine verletzte Hand zu säubern. Oft wird mir vorgeworfen, dass diese Arbeit nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sei, aber aus dem Tropfen wird ein Bächlein und für viele Menschen dann ein Fluss. Die Kinder sollen die Chance haben, aus dem tiefsten unteren Armutsstand in den minimalen Mittelstand hinauf zu kommen” sagt Werner Waldmann. Die Notwendigkeit des Wiederkommens ist also fraglos!

Gandaria Slum Dhaka. © Chris Kurt Weisz

“Kein Tropfen auf dem heißen Stein”
Dokumentarfilm, 50 Minuten, HD
TV-Premiere auf ServusTV am 17. Februar, 22.45 Uhr
Regie und Produktion: Chris Kurt Weisz
Kamera: Henning Brümmer
Ton: Tilo Feinermann

Eine Koproduktion von ServusTV und filmproduktion chris kurt weisz (fckw), mit Unterstützung von der Stadt Salzburg und der Salzburg Agentur.

Weiterführende Informationen:
zur Organistation Österreichische Ärzte für die dritte Welt >
über den Produzenten und Regisseur Chris Kurt Weisz >

Presseaussendung:
Hinterland. Büro für Kommunikation
Julia Lepka-Fleischer

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