Sauwedda

Für die deutschen Schweine ist eine triste Zeit angebrochen, der Preis fällt und fällt; niemand möchte mit dem Dioxin etwas zu tun haben, vorsichtshalber. Im Krankheitsfall ist wahrscheinlich bald das Töten des erkrankten Schweins wirtschaftlich sinnvoller als eine Therapie. Mahlzeit. Und es wird auch schon prophezeit, dass derlei Skandale keine Grenzen kennen (Zeitungsbericht). Vermutlich wird heute niemand das billige Fleisch einfrieren, um es nach einer gewissen Entspannungsphase wieder auf den Markt zu bringen. Die Vorfinanzierungszinsen und die Lagerkosten könnten unter Umständen locker über die dabei erzielten Gewinne bezahlt werden, rein theoretisch. Im gut gewürzten Fertigfutter aus dem mittäglichen Blitzmenüangebot wäre die Unterbringung von günstigem Fleisch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch kein Problem. Aber nun genug der Phantasien, vorläufig warten alle auf einen schweinernen Neustart vom Boden weg, preislich gesehen. Wie so oft werden viele Bauern und vor allem die Schweine verlieren und einige ganz wenige Geschäftemacher gewinnen. Und auch in Zukunft wird die Kaufentscheidung beim Schweinefleisch über den Preis fallen. (kat)

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Dorfladen

2 Kommentare zu "Sauwedda"

  1. Die Achtung vor Tieren ist doch schon lange verloren gegangen. Auf der einen Seite werden manche Haustiere in einem Grad vermenschlicht, der schon an Schizophrenie grenzt, auf der anderen Seite haben die meisten Nutztiere alle Rechte an den Götzen Profit verloren. Die Achtung, die zum Beispiel Indianer vor den Tieren hatten und haben, ist nicht mehr zeitgemäß. Gut, das ist wahrscheinlich ein schlechtes Beispiel, die Indianer wurden ja auch fast ausgerottet und die Übriggebliebenen haben auch heute noch immer fast keine Rechte. Vielleicht schlägt die Natur in der Jetztzeit mit Lebensmittelskandalen zurück, wer weiß? Irgendwo wäre es gerecht.

  2. Ich freue mich schon auf die vormarinierten Schweinsripperl zu Grillen im kommenden Sommer. Da wird doch schon seit langer Zeit auf Tiefgefrierripperl zurückgegriffen, hört man; vielleicht kosten die im kommenden Sommer fast nichts, wäre doch schön! Da müßte man dann nur noch das Bier bezahlen, ein herrlicher Gedanke!

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