Bauernherbst, tourismusfrei

Der Bauernherbst ist in Salzburg Tradition geworden, erfunden vom Salzburgerland Tourismusverband, um auch im Herbst die Besucher anzulocken. In vielen Gemeinden gibt es Veranstaltungen zum Thema, die regen Zulauf haben und die Kassen der Beteiligten klingen lassen. Der Bauernherbst hat eingeschlagen und ist ein Tourismusschlager geworden. Alle freuen sich und manche sonnen sich im verdienten Erfolg.

Von Karl Traintinger

Zwei kleine Weiler in Lamprechtshausen, nicht einmal eigene Gemeinden sondern nur Ortschaften, beteiligen sich seit mehreren Jahren hochmotiviert am Bauernherbst. Nur so zum Spaß, für die Einwohner selbst, zur Förderung der Dorfgemeinschaft und für alle, denen die Figuren sonst noch gefallen. In der Zeit der offiziellen Bauernherbstaktivitäten stellen sie Strohpuppen auf und stellen jedes Jahr andere Aktivitäten im Arbeitsjahr der Bauern dar. Es gibt in den zwei Ortschaften kein einziges Gasthaus, in dem Touristen bewirtet werden könnten, sollte sich einmal einer nach Willenberg oder Braunsberg verirren. Das macht auch nichts. Wichtig ist nur das kleine Festl am Schluss, das auch nicht beworben wird. Wozu auch, es ist ohnehin nur für die Beteiligten gedacht. Alle freuen sich über die gelungenen aktuellen Figuren und diskutieren spätestens beim Abschlussfestl die neuen Ideen für das kommende Jahr. Die Dorfzeitung gratuliert zum Engagement!

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