„Ali Baba und die 40 Räuber“ – orientalisches Märchen für Kinder

Das Theater Holzhausen entführt das Publikum in die Zauberwelt von „1001 Nacht“.  Düfte des Orients durchziehen den Raum und auf der Bühne glitzert und blinkt ein unermesslich wertvoller Schatz. Wird Ali Baba den Verlockungen widerstehen können oder wird er der gefürchteten Räuberbande in die Hände fallen? Für Spannung ist gesorgt.

Von Elisabeth Pichler.

Ali Baba hat es nicht leicht, er ist bettelarm und verdient sein Geld mit Holzsammeln. Nun beginnt auch noch seine Frau, ihm Schwierigkeiten zu machen.  Sie weigert sich, weiterhin den Karren zu schleppen, wenn es sich ihr Mann darauf bequem macht, obwohl das doch schon seit Generationen so Brauch ist im Orient.  Als vierzig Räuber, eigentlich sind es ja nur vier, die aber sicherlich so stark wie vierzig sind, auf ihren feurigen Rossen antraben, verstecken sich die beiden hinter einem Felsen. Sie belauschen die Bande und mit Hilfe des Zauberspruchs „Sesam öffne dich“ gelingt es ihnen, das Tor zu öffnen und in die Schatzkammer zu gelangen, in der die Räuber ihr Diebesgut aufbewahren. Die Verlockung, sich den Schatz anzueignen ist groß, doch ebenso groß ist die Furcht vor den gefährlichen Räubern.

Die blumige Sprache des Orients mit ihren Übertreibungen sorgt besonders bei den Erwachsenen für viel Heiterkeit. Während Ali Baba seine geliebte Mardschana  mit Liebenswürdigkeiten  überhäuft „du Sonne meines Tages“, „du Vollmond meiner Nächte“, ist die resolute Frau von ihrem faulen Gatten weit weniger begeistert, nennt sie ihn doch „du Gebieter meiner mühseligen Tage“, „du Albtraum meiner schlaflosen Nächte“. Johann Winkler begeistert als schlitzohriger, aber auch sehr feiger Ali Baba, Gisela Absmanner als seine kluge und vorsichtige Frau mit Emanzipationsbestrebungen.  Die vier Räuber (Stefan Adamski, Richard Harfmann, Matthias Hochradl und Waltraud Hochradl) mit ihren galoppierenden Pferden sorgen bei jedem ihrer Auftritte für viel Gelächter.

Mathias Hochradl, der für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet, hat nicht nur eine steile Felsenwand, sondern auch einen stimmungsvollen orientalischen Marktplatz auf die Bühne gezaubert. Da dürfen natürlich eine Schlangenbeschwörerin und ein alter Märchenerzähler nicht fehlen.

Die Kinderstücke in Holzhausen sind etwas ganz Besonderes, sie haben genau die richtige Länge (rund eine Stunde) und eine Pause, in der alles geboten wird – vom Würstel bis zur Schaumrolle –, was ein Kinderherz höher schlagen lässt. Dieser spannende Ausflug in den Orient begeistert Groß und Klein.

„Ali Baba und die vierzig Räuber“ – ein Stück für Kinder ab 6 Jahren, frei nach einem Märchen aus „1001 Nacht“ von Dietrich Taube. Eine Produktion der Spielgemeinschaft des Theaters Holzhausen. Regie: Waltraud Hochradl, Bühnenbild: Matthias Hochradl. Kostüme: Franziska Zauner. Mit: Johann Winkler, Gisela Absmanner, Bianca Huber, Stefan Adamski, Richard Harfmann, Matthias Hochradl, Waltraud Hochradl, Max Ferner. Fotos: Hannelore Armstorfer


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