Szene Salzburg – Angela Glechner folgt Michael Stolhofer

Angela Glechner. Pressefoto Siebinger

Angela Glechner. Pressefoto Siebinger

Ab 1. Juni 2012 übernimmt die gebürtige Oberösterreicherin Angela Glechner mit einem Fünf-Jahres-Vertrag die künstlerische Leitung sowie die Geschäftsführung der Szene Salzburg. Sie wird für die Programmgestaltung der Sommerszene verantwortlich zeichnen und das republic als ganzjährige Veranstaltungsstätte weiterführen.

Von Elisabeth Pichler.

Angela Glechners beruflicher Werdegang klingt beeindruckend: Kuratorin für Off-Theater und Tanz der Stadt Wien, inhaltliche Projektleitung von IDEE, Produktionsleitung und Management für den österreichischen  Choreografen Philipp Gehmacher, Produktionsmanagerin beim KunstenFestival desArts in Brüssel, Produktionsleitung des Tanzquartier Wien. Derzeit kuratiert sie gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Matthias von Hartz das Programm des Internationalen Sommerfestival Hamburg. Obwohl ihr ihr Chef per SMS viel Glück für ihre Vorstellung in Salzburg wünschte, ihr aber riet: „Nix sagen, Zuversicht ausstrahlen!“, erzählte sie sehr offen über ihre Pläne, Konkretes konnte und wollte sie natürlich noch nicht sagen. Die Sommerszene 2013 wird jedoch ganz ihre Handschrift tragen, es wird wie immer einen Mix aus Tanz, Performance und neuem Theater sein, wobei sie sich jedoch vorstellen kann, dass es verstärkt eine „Öffnung in Richtung Text“ geben werde. Sie plane auch, wie derzeit in Hamburg üblich, thematische Schwerpunkte zu setzen. Als Spielstätten stehen das republic und die kavernen 1595 zur Verfügung, ansonsten wolle sie sich noch nicht festlegen, da sie die Möglichkeiten in Salzburg zu wenig kenne. Eine Zusammenarbeit mit dem Salzburger Landestheater – wie vor kurzem mit der Performance „Hell“  – oder der ARGEkultur Nonntal wäre für sie durchaus vorstellbar.

Angela Glechner sieht sich selbst „eigentlich mehr als Gefühlsmensch“ und fordert von Produktionen keine strikten Kriterien, für sie sei es wichtig, dass man sich nach einer Vorstellung „einfach glücklich“ fühle. In den beiden letzten Jahren war die Sommerszene bei freiem Eintritt zu genießen. Die Intendantin wollte sich da noch nicht festlegen, versprach jedoch eine moderate Preispolitik. Das an modernem Tanztheater interessierte Publikum darf sich also auf ein innovatives, experimentelles und avantgardistisches Programm freuen und das bei hoffentlich erschwinglichen Eintrittspreisen. Allein schon Angela Glechners Motto „Tomorrow‘s Parties“ (der Titel des neuesten Programms von „ Forced Entertainment“) klingt verheißungsvoll und macht neugierig.

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