Universität Salzburg: Symposion – Festspiele der Zukunft

v.l.n.r.: Rektor Heinrich Schmidinger, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Intendant Teatro Real Madrid Gerard Mortier, Universitätsprofessor Michael Fischer

v.l.n.r.: Rektor Heinrich Schmidinger, Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller, Intendant Teatro Real Madrid Gerard Mortier, Universitätsprofessor Michael Fischer

Über die Zukunft der Salzburger Festspiele diskutierten am vergangenen Wochenende Intendanten, Regisseure, Dramaturgen, Kulturjournalisten, Musiker, Ökonomen und Komponisten. Das hochkarätig besetzte Symposion wurde vom Sozial- und Kulturwissenschaftler Michael Fischer von der Universität Salzburg organisiert.

Die fünf Panels setzten sich mit der prinzipiellen Rolle der Festspiele als Medium des Dialogs und der kontroversiellen Auseinandersetzung über Sinnfragen auseinander. Weiters wurde die  Unternehmenspolitik der Festspiele an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Zukunftstechnologien analysiert.

Das Thema „Die Salzburger Festspiele als Traditionshüter und Trendsetter“ führte zu einer kontroversiellen Debatte. Einigkeit bestand darin, dass das „Und“ ein Rufzeichen verdient. Denn Kunst stirbt nicht, sie bleibt lebendig und muss jeweils im Wandel der Zeiten neu interpretiert werden.

In Panel 4 „Müssen die Festspiele dem Markt gehorchen oder sollen Sie aufklären, verzaubern und Sinn stiften?“ lieferten der Schauspielleiter der Salzburger Festspiele Sven-Eric Bechtholf sowie der Komponist und Dirigent Johannes Kalitzke glänzende Analysen.

v.l.n.r.: Geschäftsführer der Bundestheaterholding GmbH Georg Springer / LH Gabi Burgstaller / Symposionsleiter Michael Fischer / Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler / Designierter Intendant der Wiener Festwochen Markus Hinterhäuser

Die Abendveranstaltung erfolgte auf Einladung der Universität Salzburg gemeinsam mit den „Freunden der Salzburger Festspiele“. Der Intendant der Madrider Oper Gerard Mortier (ehem. Salzburger Festspielintendant) hielt eine spannende und nachdenklich machende Analyse über „Die Bedeutung der Kunst für eine neue Vision Europas“. Er zeigte eindringlich, dass die Kunstkultur Europas wesentliches Band der Identitätsstiftung ist. 700 begeisterte Zuhörerinnen und Zuhörer im Haus für Mozart signalisierten, welche Bedeutung die Ära Mortier für die Salzburger Festspiele hatte.

Unter der Moderation von Landestheaterindendant Carl Philip von Maldeghem forderten schließlich in Panel 5 die Musikkritiker Axel Brüggemann und Reinhard Brembeck selbstkritisch Leidenschaft und Emotionen ein und Clemens Hellsberg betonte neben dem künstlerischen auch das moralische Gewicht von Festspielen.

Der Abschieds-Round-Table endete mit einer Zusammenfassung von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, die die Zukunftsaufgabe mit der bisherigen verband: Bewährtes und Kommendes auf höchstem aktuellen Niveau zu verbinden. Unter den weiteren prominenten Teilnehmer/innen seien genannt Maurici Farré, Markus Hinterhäuser, Georg Springer, Rudolf Scholten, Hans Mahr, Hedwig Kainberger, Alexandra Föderl-Schmid, Bazon Brock, Eleonore Büning, Johannes Honsig-Erlenburg, Alexander Pereira, Peter Schneeberger, Heinz Sichrovsky, Roland Geyer, Nike Wagner, Peter Alward, Gerhard Rohde, Jan Mojto, Peter Ruzicka, Christa Ludwig und Stephan Pauly. Erwähnenswert ist noch, dass der zuständige Ministerialrat des Rechnungshofes die Veranstaltung konzentriert verfolgte und darin einen „wesentlichen“ Beitrag zum wechselseitigen Verständnis sah. Denn für alle müsse die Kunst im Zentrum des Anliegens stehen.

 

Presseaussendung der Univers1tät Salzburg
Mag. Gabriele Pfeifer

Leitung Public Relations  und Kommunikation

Fotos: Universität Salzburg/ Kolarik

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