Karl Traintinger: Radfahren ist schön

Foto: KTraintinger, Dorfzeitung
Foto: KTraintinger, Dorfzeitung

Foto: KTraintinger, Dorfzeitung

Radfahren ist gesund. Meistens.
Radfahren kann gesund sein. Oft.
Radfahren könnte gesund sein. Ab und zu.
Die Welt braucht Radfahrer.
Kommunen bauen für viel Geld Radwege. Meistens.
Sicheres Radfahren ist angesagt.
Richtiges Radfahren wird schon in der Schule gelernt.
Radfahren ist ein gesunder Sport.
Kaum hat der Radfahrer ein Rennrad und einen Renndress an,
braucht er keinen Radweg mehr.
Radrennen haben eigene Verkehrsregeln.
Und wenn’s finster wird haben die Rennräder meistens kein Licht.
Adrenalin pur.

Die Fahrweise mancher Radfahrer ist oft ähnlich rücksichtslos
wie jene von Panzerfahrern im Gelände.

Trotzdem, nicht ärgern. Radfahrer sich auch Organspender.

Nachsatz: Statistisch gesehen gibt es in den Monaten mit viel Zweiradverkehr ein signifikant höheres Angebot an Spenderorganen, als die übrigen Monate, heißt es aus gewöhnlich gut informierten Kreisen und das sollte zu denken geben.

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8 Kommentare zu "Karl Traintinger: Radfahren ist schön"

  1. Hans Peter Friedrich | 25. September 2001 um 09:44 |

    Betreff: Dorfzeitung – Radfahren

    Sg. Hr. Traintinger!
    Fahren auf Radwegen ist lebensgefährlich durch die rücksichtslose Fahrweise mancher Autofahrer. Beim Abbiegen wird der Vorrang der Zweiräder missachtet – schneiden ist keine Seltenheit – beim Rausfahren bleibt man am Radweg stehen und ist ein Hindernis (Adrenalin pur beim Bremsen).
    In der Fahrschule soll auch gelernt worden sein, dass Parken am Radweg verboten ist – aber der Weg zum nächsten Geschäft wäre vom Parkplatz ja soooooweit (ist Gehen ungesund ?)
    Manche Leute benutzen das Auto auch für 500m entfernte Aufgaben – dabei wäre Radfahren so gesund – wenn es für manche nicht so beschwerlich wäre.
    Übrigens: Im Gesetz ist das Fahren am Radweg für Trainingszwecke verboten!
    Außerdem: Den letzten Satz hätten sie sich sparen können – er zeigt nur Geschmacklosigkeit.

    MfG Hans-Peter Friedrich (Turn- und Radlrunde Bürmoos)

  2. Johannes Krisch | 25. September 2001 um 09:45 |

    Betreff: Doofzeitung

    Sehr geehrte Redaktion,
    für Ihren Artikel über Radfahrer in Ihrem Druckwerk haben Sie offensichtlich nicht genau genug recherchiert. Die von Ihnen leider nur sehr polemisch angesprochenen Themen (Benützung des Radweges, Beleuchtung, Nebeneinanderfahren,..) sind gesetzlich geregelt.
    Ich verweise auf §68 StVo sowie diverse OGH Urteile.

    Johannes Krisch (Mitglied der Turn- u. Radlrunde Bürmoos)

  3. Leopold Schachinger | 26. September 2001 um 09:45 |

    Betreff: Radfahrerbeitrag
    Ihr Beitrag über die “Rennradfahrer” ist offensichtlich einiges über das
    Ziel hinausgeschossen. Wenn Sie persönlich einmal mit einem Rennrad (=Sportgerät) auf einem der sog. Radwege gefahren sind, werden Sie sofort um einiges mehr an Verständnis aufbringen, wie Sie dies jetzt tun. Die Radwege wurden zwar oft schön erbaut, sind aber überwiegend in einem derart schlecht zu befahrenden Zustand, daß es fast unzumutbar ist, mit einem vernünftigen Rennrad diesen zu befahren.

    Hinsichtlich der Rücksichtslosigkeit darf ich Ihnen empfehlen, sich einmal zehn Minuten Zeit zu nehmen und sich in der Stadt Salzburg an den Salzachradweg zu setzen und die Radfahrer und Fußgänger zu betrachten. Ich gebe Ihnen recht, daß es auch bei den Radfahrern “Spinner” gibt, aber die sind nicht nur auf zwei Rädern unterwegs.

    w/Beleuchtung: Es ist sicher unverantwortlich, mit jedem Rad ohne Beleuchtung zu fahren. Hier ist mit Sicherheit an die Vernunft aller Radfahrer zu appellieren.

    Leopold Schachinger

  4. Daniela Sommerauer | 28. September 2001 um 09:46 |

    Betrifft: Radfahren ist schön

    Ab und zu komme ich mir mit meinen Kindern am schlecht gepflegten Radweg ganz schön dämlich vor, wenn so mancher gemütlich auf der Hauptstrasse dahinfahrende Sonntagsrennfahrer mit seinem gutem Beispiel die maulenden Kinder zum Fahren am Radweg motiviert.

    Daniela Sommerauer aus Zell am See

  5. Karl Traintinger | 29. November 2001 um 09:47 |

    Zitat aus einer Anfrage an das Kuratorium für Verkehrssicherheit
    (vom 29.11.01) “Es ist tatsächlich so, dass Rennradfahrer “Vorrechte” haben. Rennradfahrer (vgl. auch §4 des beiliegenden Bundesgesetzblattes: Eigengewicht des Rades höchstens 12 kg, Rennlenker, äußerer Felgendurchmesser 63 cm und äußere Felgenbreite höchstens 23 mm) in Ausübung einer Trainingsfahrt müssen keine Radwege benutzen. Die Räder müssen nicht mit den sonst vorgeschriebenen Ausrüstungsgegenständen (Licht, Reflektoren, etc.) ausgerüstet sein. Rennradfahren dürfen bei Dunkelheit unterwegs sein, allerdings dann mit Licht (da es bei ihnen aber keine Ausrüstungspflicht damit gibt, haben diese Radler dann oft kein Licht dabei).

    Wir vom Kuratorium für Verkehrssicherheit verstehen auch nicht, warum Rennradfahrer vom Gesetzgeber so gesondert behandelt werden. Wir versuchen die Radfahrer vom notwendigen Selbstschutz zu überzeugen. …… Es ist daher wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer darauf achten, dass sie sich selbst sicher und vorbildlich verhalten und nicht immer nur die Fehler bei den anderen suchen.

    Statistisches zur Abrundung – Unfallstatistik 2000

    Verunglückte nach Fahrzeugarten Salzburg
    Fußgänger: 291 Fahrrad: 494 Moped: 316 Motorrad: 233 PKW: 2231

    Verunglückte nach Fahrzeugarten Salzburg – Umgebung
    Fußgänger: 51 Fahrrad: 92 Moped: 87 Motorrad: 49 PKW: 569

  6. Georg Oberthanner | 1. Dezember 2001 um 09:48 |

    gratulation!
    ihr werdet immer noch besser, bissiger, kreativer, vielseitiger!

    grüße aus dem land im gebirg
    georg oberthanner, inzing

  7. Interessante Diskussion. Tatsache ist, daß die Radfahrer häufig zu den rücksichtslosesten Verkehrsteilnehmern die ich kenne, gehören, wenn ich nur an den Fußgängerzonenverkehr in Salzburg denke. Viele scheren sich um nichts, nur sie alleine sind die besten, gefahren wird überall. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß die Unfälle mit Radfahrern in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Wenn sich Herr Krisch etwas weiter oben auf die Gesetze beruft ist das zwar ganz nett, hilft dem verunfallten Radler im Krankenhaus halt relativ wenig. Und unschuldig tot ist trotzdem ein finales Ereignis.

  8. Tragischerweise gibt es regelmäßig zahlreiche Radlunfälle, sie fahren aber auch rücksichtslos wie wenige andere VerkehrsteilnehmerInnen. Über die Vorbildwirkung auf Kinder möchte ich lieber gar nicht reden!
    Hanns.

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