Salzburger Landestheater – Spielplan 2012/2013

Die nächsten drei Jahre wird das Thema „Veränderung“ die Spielpläne prägen. Intendant Carl Philip von Maldeghem spricht von der „Fähigkeit des menschlichen Individuums bzw. der Menschheit insgesamt zur Veränderung“. Da am Anfang jeder Veränderung ein Moment des Innehaltens und der Stille stehe, wurde für die kommende Saison das Motto „Das Schweigen brechen“ gewählt.

Von Elisabeth Pichler.

Anlässlich einer Pressekonferenz am 21. März 2012 wurde der neue Spielplan vorgestellt. 25 Premieren in allen Sparten sind geplant, ein ungeheuer dichtes und abwechslungsreiches Programm. David Brenner (Landesrat für Kultur): „Der neue Spielplan beweist Mut, sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen auseinanderzusetzen, und genau das halte ich nach wie vor auch für eine der Kernaufgaben der Kunst.“

Schwungvoll geht es am 22. September 2012 mit der „Fledermaus“ von Johann Strauss in die neue Saison. Mit einer Inszenierung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ wird das Haus für Mozart bespielt. Neben den klassischen Opern „Così fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, „Werther“ von Jules Massenet und „Ariodante“ von Georg Friedrich Händel wagt man sich auch an zeitgenössische Werke. „18 Tage…“ von Hossam Mahmoud, ein Auftragswerk, hat die ägyptische Revolution zum Thema und wird im Marionettentheater auf experimentelle Art mit einem Wanderorchester aufgeführt. „Greek“ von Mark-Anthony Turnage, uraufgeführt 1988, komplettiert die Sparte Oper.

Das Schauspielprogramm ist besonders umfangreich, es reicht von Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orleans“, über Anton Tschechows „Die Möwe“ bis zu Julie Zehs „Der Kaktus“. Besonders spannend klingt die zentrale Produktion des Festivals „Menschenmarkt“. Unter dem Titel „Wir gründen eine Bank“ werden Texte von Emile Zola verwoben mit den Ansichten von Salzburger Bürgern, die zu einer Aktionärsversammlung auf der Bühne des Salzburger Landestheaters zusammentreffen.

Ballettchef Peter Breuer beschäftigt sich in seiner großen Produktion im Salzburger Landestheater mit „Marie Antoinette“, auf der Probebühne im Rainberg wird „Blues im Berg“ zu hören und zu sehen sein. „Die Puppenfee“ ist für jüngeres Publikum gedacht. Marco Dott, künstlerischer Leiter der Sparte Junges Land, freut sich, Michael Endes „Momo“ an der „Weihnachtsmärchenposition“ inszenieren zu dürfen.

Das neue Programmheft ist liebevoll und vor allem auch sehr übersichtlich gestaltet, denn Oper, Schauspiel, Ballett und Junges Land präsentieren sich in eigenen Bildsprachen. Ein eingehendes Studium lohnt sich, es gibt noch viel zu entdecken. Besonders verlockend klingen die verschiedenen Abo-Angebote, wobei die „Quer durch die Stadt Abos“ Kombinationen mit Aufführung des Schauspielhauses Salzburg sowie der Salzburger Kulturvereinigung anbieten.

 

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